auffälliges Korn beim Kodak 400TMY

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    • auffälliges Korn beim Kodak 400TMY

      Hallo zusammen,

      ich habe den ersten Film mit einer Lochkamera (Noon 66) gemacht. Der Film wie oben geschrieben ist ein Kodak 400TMY. Entwickelt habe ich ihn in HC-110 "B", 5'30" bei 20°C.
      Ist das bei diesem Film normal, dass das Korn so ein "Muster" bildet? (Ein in HC-110 entwickelter Fomapan 100 zeigt ein "normales" gleichmäßiges Korn.)

      Hier mal Beispielbilder vom 400TMY:
      Bild_07.jpg Bild_08.jpg

      Kann es sein, das Film und Entwickler nicht gut zusammenpassen? Oder ist der Kodak 400TMY vielleicht nicht zum scannen geeignet?
      Ach ja, gescannt habe ich mit Canoscan 8800F und Vuescan (aktuelle Version).

      Beste Grüße
      Mario
    • Danke für die Antworten.

      Lagerung: kann gut sein, denn die Filme lagen bei Zimmertemperatur im Regal. (Ich war der Meinung, dass man die Filme, wenn man sie vor ihrem Ablaufdatum belichtet, nicht unbedingt kühl lagern müssen. Die nächsten wandern gleich in den Kühlschrank)

      Emulsion: auf der Packung ist ein Aufdruck "0155 002 05/2019" - vielleicht ist die erste Nummer für die Emulsion.

      Dann kann die Packung wohl besser aussortieren und nur noch für "Experimente" verwenden.

      Beste Grüße
      Mario

      PS Kann man Filme eigentlich auch bei -20°C im Freezer lagern oder ist das dann ein Todesurteil für den Film?
    • Mario,

      wenn du den Film bei Zimmertemperatur (~20 C) gelagert hast und er dieses Ablaufdatum trägt, sollte es eigentlich keine Probleme geben. Eine Kühllagerung von Schwarzweißmaterial ist nicht unbedingt notwendig. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass das Material beim Händler falsch gelagert war oder auf dem Weg zu dir.

      Du solltest die Packung nicht aussortieren sondern reklamieren!

      Darf ich fragen, wo du den Film gekauft hast?

      Mich würde interessieren, wie viel Zeit zwischen Belichtung und Entwicklung vergangen ist.

      Außerdem würde mich ein Bild des Negativs (Filmstreifen mit Randbereichen fotografiert gegen eine diffuse Lichtquelle) interessieren, anhand des Scans lässt sich vieles nur schwer beurteilen.
    • Jochen,

      leider weiß ich nicht mehr, wo ich die Packung Filme gekauft habe, nur dass es in irgendeinem Fotoladen in Bremen war (Spontankauf).

      Den Film habe ich letztes Jahr im Dezember in die Lochkamera gelegt.

      Ich weiß jetzt nicht, ob es hilfreich ist, denn die einzige Möglichkeit, den Filmstreifen vor diffusem Hintergrund zu fotografieren war ein Handyfoto gegen bedeckten Himmel.

      IMG_20180610_102532_2.jpg
    • Hi Mario,

      danke für die Rückmeldung und: so war das gedacht :thumbup:
      Es ging mir vor allem darum auszuschließen, dass der Film irgendwie extrem unter/überbelichtet oder unter/überentwickelt wurde. Das sieht man am besten direkt am Negativ.

      Diese "Marmorierung" auf deinen Bildern ist vermutlich entweder auf eine chemische Reaktion oder auf ein "Anhaften" von fotografischer Schicht und Rollfilmpapier zurückzuführen. Die Übertragung der Nummern ist vermutlich eine chemische Reaktion zwischen Papier und Schicht. Beides (chemische Reaktion, Anhaften) wird begünstigt, wenn Feuchtigkeit (hohe Luftfeuchtigkeit, Kondensation) auf den Film einwirken kann. Falls du das Papier noch hast, kannst du mal (mit der Lupe) schauen, ob du irgendwelche feinen Spuren von Anhaftungen oder Muster auf dem Papier siehst. Die Kontaktfläche müsste die bedruckte (helle) Seite des Papiers sein.

      Rollfilme längere Zeit (über mehrere Monate) in der Kamera zu lassen ist deshalb immer etwas riskant. Es empfiehlt sich, Filme so schnell wie möglich nach der Belichtung zu entwickeln.

      Kodak hat vor einigen Jahren Änderungen am Rückpapier vorgenommen und es gab daraufhin verstärkt Probleme mit Nummern vom Rückpapier, die auf den Film "durchkopiert" wurden. Darauf hat Wolfgang oben hingewiesen. Es wurden dann weitere Änderungen vorgenommen und das Papier sollte jetzt wieder in Ordnung sein. Trotzdem gilt unabhängig vom Hersteller das oben gesagte (Risiko längerer Lagerung in der Kamera oder längerer Zeitspanne zwischen Belichtung und Entwicklung).

      Lagerung im Kühlschrank zwischen Belichtung und Entwicklung kann ähnliche Probleme machen (Kondensation). Zumindest habe ich diesen Verdacht aufgrund eigener Erfahrungen und dem, was ich den letzten Jahren so in diversen Foren gesehen und gelesen habe. Ich mache es deshalb persönlich auch nicht mehr.

      Ich würde den Film ruhig mal reklamieren. Entweder über den Verkäufer (falls es Fachhandel war) oder direkt bei Kodak. Dazu musst du ihn allerdings einschicken.
    • Hallo Jochen,

      danke für soviel Information. Vielleicht wende ich mich mal an Kodak, weil ich den Händler nicht mehr weiß (außerdem auch keinen Kassenbon mehr für den Film habe).

      Ein Gutes hat es jedenfalls: das ich Fehler bei der Entwicklung oder beim Scannen ausschließen kann.

      Außerdem werde ich in Zukunft sorgfältiger bei der Lagerung der Filme sein.