Laborator 138 für KB und 6x6/6x7

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    • Laborator 138 für KB und 6x6/6x7

      Liebe Leute,

      ich bin in der sehr glücklichen Lage mir eine Dunkelkammer im Keller einrichten zu können. Ich habe ein Durst M800 (mit Kondensatoren), den ich früher in einer temporären DuKa genutzt habe und jetzt einen neuen alten Laborator 138S, der von der Höhe her so grade in den Kellerraum passt. Verarbeiten möchte ich Formate von KB bis GF (4x5"), gerne auch größere Formate (50x60). Jetzt beginnen die "Luxusprobleme".

      Der Raum ist nicht sehr groß. Ich habe ein kleines Meteor Laborbecken zum Wässern, die Entwicklerschalen kommen auf einen Tisch daneben. Dann passen noch so eben der M 800 und der L 138 in den Raum. Meine grundsätzliche Überlegung ist nun, den M800 in Rente zu schicken, und alle Formate mit dem L 138 zu verarbeiten. Doch wie gut ist das zu handhaben? Alle Labore die ich kenne, hatten immer neben den Laboratoren noch einen kleinen Focomaten o.ä. in der Ecke für den "Kleinkram".

      Problem 1: Objektive
      Ich schicke zumindest mein 50er in Rente und vergrößere auch KB mit einem 80er oder 105er in einer entsprechend versenkbaren Platine. Das erspart das Gefummel mit der Latub.

      Problem 2: Masken
      Ich habe leider keine Masken für die NEGA Bildbühne, da müsste ich also Geld für drei Maskenpaare in die Hand nehmen (24x36, 6x6, 6x7 - evtl. noch 6x9). An sich habe ich gerne mit zwei Gläsern vergrößert (Der M800 hat Maskenbänder in der Bühne). Ich würde dann oben AN-Glas und unten eine Maske nehmen - Kienzle macht da ja welche.

      Problem 3. Handling
      Wie fummelig ist es in mit den kleinen Negativen in der Bildbühne vom Laborator?

      Neben dem Platzvorteil, wenn der M800 wegkommt, überlege ich auch den L 138 lichttechnisch zu verbessern. Ich möchte von den alten Opalleuchten wegkommen. Die günstigste Variante ist eine LED-Birne mit E27 Gewinde (da habe ich was entsprechend großes gefunden, aber noch nicht probiert wie die so von der Ausleuchtung her ist). Wenn ich das Gerät nun für alle Formate nutzen würde, käme evtl. sowas wie ein LED Kopf von Heiland in Betracht. Andererseits bekomme ich den Heiland-Kopf für den M800 deutlich günstiger. Den L138 würde ich dann fürs Großformat weiterhin "klassisch" bzw. mit E278 LED-Birne betreiben.

      Ich hatet auch schon überlegt ein 4x5" Tischgerät anzuschaffen, da lassen sich aber nicht so große Vergrößerungen mit realisieren (bzw. nur über Wnadprojektion) wie mit dem L 138. Klar ist auf alle Fälle dass ich irgendwo nen Kompromiss machen muss.

      Nutzt hier jemand von Euch den L 138 für alle Formate?

      Gruß
      Andreas
    • Ich habe einen Durst Laborator 1200. Der geht bis 4x5 inch. Damit Kleinbildnegative zu bearbeiten ist zwar möglich, aber ziemlich fummelig. Das habe ich nur in Einzelfällen gemacht. Einen 36er Film damit abzuziehen dauert ziemlich lange. Dafür nehme ich dann lieber einen Opemus 6 oder einen Liesegang. Mit dem Liesegang kann ich mal eben einen KB-Film durchziehen. Beide Vergrößerer passen problemlos unter dem hochgestellten L 1200. Für großformatige Ausstellungsbilder nehme ich dann einen LPL 7700 oder den L 1200.

      Wenn man mit dem 80 mm Objektiv Kleinbild auf große Formate vergrößern möchte, braucht man schon recht viel Höhe und einen langen Arm.

      Den Liesegang und den Opemus 6, beide mit Kondensor, betreibe ich inzwischen mit LED-Birnen. Ich benutze welche mit 4000 K Farbtemperatur. Da passen die Multigrade-Filter besser, als bei LED-Birnen mit 2700 K. Ich habe LED-Birnen gefunden, die beim Ein- und Ausschalten wenig Verzögerung haben. Der Hauptvorteil ist dabei, dass die Vergrößerer nicht heiß werden und sich dich Negative nicht verbiegen.

      Da ich wenig Freizeit habe, ist schnelles und effektives Arbeiten bei mir besonders wichtig.


      Viele Grüße

      Runhild
    • Hallo Andreas

      Ich bin auch auf der Reise, meinen Durst 138 als meinen einzigen Vergrösserer für sämtliche Formate bis 4x5 zu betreiben ind bin nun zu ca. 95% angekommen. Zu deinen Gedanken:
      - KB Vergrösserungen mit 80 mm, Runhild hats angetönt, erfordern, je nach Endformat einen grossen Abstand zwischen Negativ und Fotopapier. Irgendwo (allenfalls sogar in diesem Forum) habe ich aber einen Hack gesehen, wo am Scharfstellrad eine Verlängerung angebracht worden war. Ich habe ein Latub II, sogar ohne Hebelchen zur Blendenverstellung und empfinde die Arbeit damit gerade noch nicht als Fummelei.
      - Es gibt verschiedene Nega Bildbühnen. Eine mit umlaufendem Rahmen, die für einzelne 4x5 Negative perfekt ist, aber MF- oder KB-Negativstreifen nur mit mühsamen bis gefährlichen Knick-, Biegeaktionen verarbeitbar macht. Eine zweite, neuere Ausführung hat links und rechts Aussparungen, die das problemlose Einlegen der Streifen zulässt. Es gibt noch ein Modell des Drittherstellers Carlwen. Dieses nimmt die Negativstreifen mit Aluschienen auf und verspricht vermutlich den komfortabelsten Betrieb. In der Bucht immer mal wieder zu finden, einigermassen teuer.
      - Auf meiner Suche nach Maskenpaaren hat mich dieses Forum gut unterstützt.
      - In meinem 138er leuchtet eine LED-Platine (warmlicht) meines örtlichen Fachmanns, kombiniert mit einer Extra LED-Diffusionsscheibe in der Filterschublade. Die Multigradefilter wirken, ich konnte Abzüge in identischen verschieden starken Kontrasten, wie ich sie damals in der Dunkelkammer meiner Lernzeit erstellt hatte, nachmachen. Die Abbildungen unten sind vom Testbetrieb.

      Fazit für mich: Da bereits mein Input (Menge an belichteten Filmen) sehr überschaubar ist und mein Output an Vergrösserungen dementsprechend gering, bin ich bewusst nicht auf Effizienz sämtlicher Arbeitsschritte angewiesen. Die Verarbeitung aller meiner Negative bis 4x5 ist für mich mit diesem Vergrösserer eine Freude. Bis jetzt erst bis A4, bald aber auch grösser.
      Meine einzigen Gedanken drehen sich darum, dass ich vielleicht in einer zukünftigen Wohnsituation keinen Platz mehr für das tolle Gerät haben werde. Zumindest für das Höhenproblem hatte ich aber auch schon über mögliche einfache Kürzungen der Mittelsäule gelesen. Mein alter Durst 601 ist noch in auseinandergebauter Form vorhanden, wird aber wohl bald verkauft werden.

      Hoffe das hilft. Liebe Grüsse, Sascha

      DSC_0707.jpgDSC_0710.jpgDSC_0709.jpg
    • Moin!

      Ich könnte als Mittelweg eventuell einen Laborator 54 abieten. Ein Tischgerät, welches mit 3 Objektiven und allen Kondensoren von KB bis 4x5inch geeignet wäre. Er müsste allerdings geputzt werden. Über den Preis könnte man reden wenn ich ihn nicht zu verpacken brauche.

      Entgegen ursprünglicher Planungen werde ich mich davon wieder trennen, weil ich trotz relativ viel Platz einen Kompromiss zwischen Dunkelkammer einerseits und EM andererseits finden muss. Also muss das Varioskop 60 reichen.

      Freundliche Grüße

      Wolfgang
    • Wenn du 90% Kleinbild machst, würde ich vom L138 als einziges Gerät abraten, aber gelegentliches KB auf dem L138 ist durchaus möglich. Ich würde dann aber stark zu den Lapfe-Masken raten, da sie die Positionierung des winzigen Negativs in der riesigen Bühne sehr erleichtern. Die Masken werden immer mal wieder auf Ebay angeboten und kosten nicht die Welt.

      Als Objektiv für KB kein 80er (s. Runhilds Beitrag), sondern ein 50er und Laratub-N. Die Laratub-N ist sozusagen eine versenkte Version der Unipla-Platine und deshalb viel komfortabler zu bedienen als Latub. Ansonsten brauchst du noch die passende Kondensor-Kombination für KB (130/85 IIRC).

      Leuchtmittel: Eine Opallampe mit großem Durchmesser brauchst du erst ab 9x12 cm, für KB und MF reichen normale, handelsübliche Opallampen mit kleine Durchmesser. Wenn du eine LED-Lampe einsetzen willst, kannst du mit einer G120 arbeiten, G95 geht evtl. auch, will ich schon seit Längerem mal ausprobieren. 4000K und möglichst hohe Lumenzahl, dann sollte es funktionieren. Der L-förmige Lampenhalter ist sehr von Vorteil, damit kannst du die Lampe auch horizontal montieren, was der Abstrahlcharakteristik der meisten LED-Lampen entgegenkommt. So verschenkst du kein Licht.
    • Andreas Rothaus schrieb:



      Problem 1: Objektive
      Ich schicke zumindest mein 50er in Rente und vergrößere auch KB mit einem 80er oder 105er in einer entsprechend versenkbaren Platine. Das erspart das Gefummel mit der Latub.
      Ich hab gestern Abend noch mal ausprobiert, was mit einem 50er in der versenkten Platine für 80er (Siriopla) geht: Du erreichst damit eine Vergrößerung von ziemlich genau 50 cm Kantenlänge (lange Seite) vom Kleinbild, dann ist der Balgen am Anschlag. Der Kopf ist dann bei nicht abgesenktem Grundbrett in höchster Position. Wenn dir das vom Kleinbild reicht, wäre das auch eine Lösung. Die Siriopla ist nicht so tief, die Objektive kann man daher noch relativ normal bedienen. Wie weit du mit dem 80er bei abgesenktem Tisch kommst, müsste ich Montag noch mal schauen. Fürchte aber, dass das keinen wirklich Vorteil bringt, außer dass du noch längere Arme brauchst.
    • Ich habe fast immer nur meinen großen Omega in Benutzung, weil ich fast nur MF mache und mich immer längere Zeit mit einem Negativ beschäftige.

      Wenn ich mal viele KB-Bilder machen muss (z. B. Film vom Familientreffen), stelle ich meinen kleinen Jobo unter den Omega, den ich dafür einfach ganz hochdrehe.

      Im kleinen Jobo ist das Negativhandling einfach praktischer, weil ich da nur die Maske hochdrücken muss und nicht den ganzen Kopf usw. Der Nachteil ist, dass ich ihn jedes Mal erst zusammenschrauben muss, weil er nicht noch zusätzlich Standplatz hat.

      Grüße
      Rolf
    • Hallo,

      danke schonmal für die vielen nützlichen Hinwese!

      Runhild Hellmich schrieb:

      Da ich wenig Freizeit habe, ist schnelles und effektives Arbeiten bei mir besonders wichtig.
      Ich ziehe eigentlich nie einen kompletten Kleinbildfilm durch. Das meiste ist dann auch Mittelformat. Das Wechseln der Negative ist bei mir nicht so relevant.

      Rolf Eilert schrieb:

      Wenn ich mal viele KB-Bilder machen muss (z. B. Film vom Familientreffen), stelle ich meinen kleinen Jobo unter den Omega, den ich dafür einfach ganz hochdrehe.
      Auf die Idee bin ich beim Laborator auch schon gekommen. Ein Kleinbildvergrößerer sollte da locker aufs Grundbrett passen nur der M800 nicht.

      Jochen Schmitt schrieb:

      Wenn du 90% Kleinbild machst, würde ich vom L138 als einziges Gerät abraten, aber gelegentliches KB auf dem L138 ist durchaus möglich. Ich würde dann aber stark zu den Lapfe-Masken raten, da sie die Positionierung des winzigen Negativs in der riesigen Bühne sehr erleichtern. Die Masken werden immer mal wieder auf Ebay angeboten und kosten nicht die Welt.

      Als Objektiv für KB kein 80er (s. Runhilds Beitrag), sondern ein 50er und Laratub-N. Die Laratub-N ist sozusagen eine versenkte Version der Unipla-Platine und deshalb viel komfortabler zu bedienen als Latub. Ansonsten brauchst du noch die passende Kondensor-Kombination für KB (130/85 IIRC).
      Wegen der Masken: Ich schau mal erst, was dier Kienzle anbietet. Das Originalzubehör von Durst ist ja doch teilweise recht happig im Preis. Da bekomme ich ja schon neues AN Glas zum fast gleichne Kurs wie das gebrauchte bei Ebay. Der Hinweis auf die Laratub-N ist sehr gut - Danke dafür! Kondensoren hab ich.
    • Wegen der diversen 4x5" Tischgeräte (DeVere, Omega, Durst 54 etc.): Nachdem klar war, dass der L 138 bei mir von der Deckenhöhe her passt (nagut, der Kopf geht nicht ganz bis oben) waren diese Alternativen für mich raus. 13x18 brauche ich zwar (noch) nicht, aber ich mache gerne größere Abzüge.

      Der Durst M800 ist ein sehr gutes Gerät. Er ist imho deutlich robuster als die neueren M805 bzw. M605. Zudem kann man mit der Negativbühne bis zu 6,5x9 belichten.

      Zum Thema Licht im L 138 schreib ich mal meine Erfahrungen in den entsprechenden Beitragsfaden hier im Forum - ich bin da erst am Anfang. Ich habe eine recht günstige LED gefunden die vielversprechend ist: chilitec.de/html/led-jumbo-lam…w-g280n/item-1-22403.html
      E27, 4200k, 270° Winkel, 2500 Lumen - die Lichtleistung könnte etwas höher sein

      Noch Interessanter ist natürlich der Umbau von Frank Wesp
      frankwesp.de/wp-content/uploads/2017/12/laborator-licht.pdf

      Ansonsten halt doch beim Heiland anklingeln.

      Gruß
      Andreas
    • Die Firma Beseler in den neuerdings handelskriegerischen USA baut(e) einen sehr stabilen Vergrösserer (bis 6 x 9) mit dem tats#chlich mehrere Formate bei voller Lichtausnutzung ohne großen Umbau möglich waren, da der Abstand Kondensorlinse - Negativbühne verstellbar war.- Mn brauchte lediglich die entsprechenden Objektive und Negativmasken - alles nicht gerade billig. Wenn man so ein Gerät mit Zubehör angeboten bekommt, sollte man zuschlagen.