Teenol mit Kräutertee

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    • Teenol mit Kräutertee

      Zutaten:
      Für Entwickler: 700 ml Wasser, 20 g Kräutertee, 4 g Vitamin C, 1 Teelöffel Jodsalz
      für Stoppbad: 10 g Zitronensäure, 500 ml Wasser

      Kräutertee kochen, abseihen, abkühlen lassen, Vitamin C und Waschsoda zufügen, 1 Teelöffel Jodsalz zufügen.

      30...40 Minuten entwickeln, Quasistandentwicklung. Am Anfang dreimal drehen, dann alle 10 Minuten drehen. Temperatur ca. 20° Celsius.

      Dann einmal mit Wasser spülen, dann einmal mit Stoppbad spülen.

      Ich hatte Orwo NP20 verwendet, die Spüllösung war bläulich, ich habe vor dem Fixieren mehrmals gespült, bis keine blaue Farbe mehr da war, weil ich das Fixierbad später für mehrere Filme verwenden will.

      15 Minuten Fixieren (Zeit abhängig vom Fixiersalz, ich habe das "normale" von Orwo verwendet.)

      Bilder folgen nach Wässern und Trocknen. Man sieht zumindest schon was ...

      ...

      Sie hängen jetzt. Es sieht relativ gut aus. Bei drei Bildern sind runde Flecken, das hatte ich früher schon bei diesem Film, ich denke, es liegt am langen Überlagern.
    • Macht aus SW-Film Farbe.

      Farbig und SW gescannt

      Bank (2) (Andere).JPGBank (Andere).JPG
      Bank


      Gesträuch (2) (Andere).JPGGesträuch (Andere).JPG
      Gesträuch

      Durch das Teenol wurde der Film in bräunlicher Farbe getont. Daraus macht der Scanner Farbbilder, wenn man ihn lässt.

      Kamera: Perfekta, mit Achromat. Film Orwo NP120

      Den hatte ich im Zehnerpack gekauft, die Filme zeigten Stockflecke, nach dem Entwickeln. Ich verwendete sie trotzdem. Gut für Experimente.
    • Nein, kein schwarzer Tee, einfacher gemischter Kräutertee.
      Du kannst auch Wiesenkräuter nehmen, es sollten aber keine Giftpflanzen dabei sein.

      Mit Teanol aus Kräutertee entwickelt.
      20g Kräutertee in 500 ml Wasser, nach Abseihen des Tees wieder auf 500 ml aufgefüllt. 20g Waschsoda, 4g Vitamin C, 1 Teelöffel jodiertes Kochsalz.
      30 Minuten Quasistandentwicklung.

      Farbig uns Schwarz-Weiß gescannt mit Canoscan 9950F und Canon-Treiber.

      Kamera: Perfekta (mit Achromat) - <a href="https://www.flickr.com/photos/116228447@N06/42121426332/in/dateposted-public/">flickr.com/photos/116228447@N06/42121426332/in/datepo...</a>
      Film: ORWO NP20
    • Ich weiß es nicht genau.
      Ich habe zwei Hypothesen:

      1. (Wahrscheinlicher) - durch Überlagerung des Filmes mit kreisförmiger Zerstörung der Schicht.. Ich hatte bei allen Filmen der Serie Ausfälle, die unterschiedlich verteilt waren.
      Bei einem SW-Unterglasdia von meinem Opa waren kreisrunde weiße Flecken ausgefressen. Das sah so ähnlich aus.
      Eher Bakterien als Pilze, Pilze zeigen eher andere Flecken.

      2. (unwahrscheinlicher) - Vom Tee, Ich hatte ihn gesiebt, aber nicht gefiltert. Es könnten sich Teile abgesetzt haben. Das ist eher unwahrscheinlich, weil die Flecken nur auf wenigen Bildern in dieser Form sind. Und ich habe die Dose gedreht, da müsste es sich sehr schnell sehr festgeklebt haben.

      Sie kommen nicht von der Nachbearbeitung. Auf anderen Filmen waren sie nicht, auch nicht bei Teenolentwicklung.
    • Sie haben leicht unterschiedliche Flecken.

      16058902898_fbcabf7d24_b[1].jpg
      2015 Jahr mit Oolong-Tee entwickelt.


      16060311599_01c93f750c_b[1].jpg

      Die Filme zeigen Flecken, aber nicht auf jedem Bild.

      Und es war relativ unabhängig davon, wie ich entwickelt habe. Auch die Fotoapparate waren verschieden.
      Bei anderen Filmen traten die Flecken nicht auf.


      Ich vermute Bakterienfraß in der Emulsion. Oder etwas Ähnliches. Der Schaden liegt in der Emulsion.
      Theoretisch könnten sich auch Teilchen abgelöst haben und auf die Emulsion gesetzt haben. Praktisch hätte ich das wahrscheinlich gemerkt. Vor Allem: Wo sollen sie herkommen?
    • Wahnsinn, gefällt mir sehr gut! Werde ich mal nachmachen.
      Ich dachte allerdings immer, dass das Kofein eine tragende Rolle, sowohl bei Cafenol als auch Teenol spielt. Bzw. die Säure, wie auch bei Orangensaft oder Rotwein. Wie ist dann die Entwicklung hier möglich? Mit welchen Teesorten funtioniert das noch?
      http://eskalationsfotografie.de/
    • Es geht mit sehr unterschiedlichen Früchten und Verarbeitungen.

      Erprobt habe ich schwarzen Tee, Oolongtee, grünen Tee, Kräutertee, Rotwein, nicht erprobt habe ich Pipinol, Whiskynol, Biernol und Ähnliches - diese Entwickler haben Besonderheiten, bei denen die Ausbeute vielleicht eher klein ist.

      Erproben will ich noch Wiesenblumen, Löwenzahn, Kartoffeln und einiges andere.

      Zum Vergleich müsste man noch einen Entwickler nur mit Vitamin C ansetzen.

      Grüner Tee und Kräutertee scheinen viel Gerbstoff zu enthalten. Der wirkt mit als Entwickler, färbt aber dabei die Emulsion braun.

      Ich will auch noch Eichenrinde erproben.


      Von hier hatte ich wesentliche Anregungen:

      plan-alternative.de/index.php/…sbericht-mit-anleitungen/

      Bioentwickler von Dagie Brundert.
      Erst nachdem ich das gelesen hatte, habe ich verstärkt mit eigenen Versuchen begonnen.

      Gerbstoff wirkt wahrscheinlich auch mit.


      Dagie Brundert erwähnt Phenole:
      "Phenole bzw. natürliche Polyphenole kommen in verschiedenen Pflanzen und Nahrungsmitteln vor: Kaffee, Tee, Rotwein, Kartoffeln, Apfelbeere, Farn, Schwarze Johannisbeere, Pilze, Vanille, Whiskey, Baumrinde, diverse Blumenblüten und so einigen mehr."
    • Hallo Bernd,

      anscheinend reicht das Vitamin C, vor kurzem erzählte mir jemand dass er während seiner Studienzeit auch im Fotolabor selbst entwickelt hat, und das sie damals einen Film nur mit Zitronensaft entwickelt haben.
      Bin leider noch nicht dazugekommen es auszuprobieren.
      Was die Eichenrinde betrifft, so hat diese sehr viel Gerbstoffe, das weiß ich weil ich in der Süddeutschen Gerberstadt geboren wurde.
      Dort in der Techniksammlung gibt es Schaugläser mit verschiedenen Rinden die fürs Gerben verwendet wurden, wenn ich mal Zeit habe gehe ich mal wieder dahin, da ist bestimmt einiges Interessantes dabei wo man zum Entwickeln verwenden kann.


      Gruß Achim
      Das Leben ist wie eine Klobrille
      Man macht viel durch
    • Ich habe zu Tee gefunden:

      gruenertee.com/catechine-gruener-weisser-schwarzer-tee/

      TEESORTEN UND CATECHINGEHALT
      CATECHINE IM GRÜNEN, WEISSEN UND SCHWARZEN TEE
      Grüner und weißer Tee verfügen von allen Teesorten über den höchsten Gehalt an Catechinen (Flavonoiden), hauptsächlich C, EC, EGC, ECG und vor allem EGCG.

      [...]

      In dem Artikel wird der entsprechende Gehalt benannt.

      Wahrscheinlich funktionieren grüner und weißer Tee deshalb besser, als schwarzer Tee.

      ---
      Zitrone muss lediglich mit Waschsoda in den basischen PH-Bereich gebracht werden, dann sollte es gehen.

      Weißkraut und Kartoffeln müssten auch gehen, sie enthalten viele Phenole.

      Earl Grey färbte zwar das Filmmaterial sehr stark, entwickelte aber eher schwach.

      4 (Andere).jpg7 (Andere).jpg
      sehr stark körnig