Filmentwicklungsfehler?

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    • Ich habe die Negative nochmal gescant und ich finde doch irgendwie, dass der Effekt etwas schwächer geworden ist. Oder bilde ich mir das ein?

      Ich habe die Negative nur kurz gewässert, vielleicht brauchen sie etwas mehr Zeit um 'aufzuweichen'.

      Also lag es evtl doch an dem Netzmittel...
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    • Christopher,

      wie sehr so ein Fehler (Dichteabweichungen) auffällt, hängt stark von den Scaneinstellungen ab. Deshalb: zeig doch mal Bilder der Negative (ein kompletter Streifen, fotografiert gegen eine diffuse Lichtquelle), auch um Artefakte beim Scannen auszuschließen. Etwaige Netzmittelreste würdest du normalerweise mit bloßem Auge auf dem Film sofort sehen, wenn du ihn schräg zum Licht hältst und etwas verdrehst (s. Uwes Beitrag).

      Einige Bilder sehen ein bisschen so aus, wie wenn eine Dose sehr langsam mit Entwickler befüllt wird und der Film anfangs ungleichmäßig benetzt wird oder anfangs nicht ausreichend bewegt wird, was dann zu bleibenden Dichteunterschieden führen kann. Die Muster sind bei dir aber so unregelmäßig ausgerichtet, das ich das irgendwie nicht glauben kann. Ich gehe mal davon aus, dass du nicht eine Minute gebraucht hast, um die Dose zu befüllen ;) Außerdem sagst du, dass du 60 Sekunden Dauerkipp gemacht hast. Von daher sollte das in Ordnung sein. Die klaren geometrischen Muster sind irgendwie noch mal ein anderes Problem, das ist ja schon angesprochen worden.
    • So,

      ich habe nun einen weiteren Film (IR400) entwickelt und siehe da: dasselbe Problem. Ich habe diesmal extra viel gewässtert; zig mal noch mit destilliertem Wasser nachgespült. Half nichts. Die Schlieren haben sich wieder gebildet. Ich konnte feststellen, dass der Film beim ersten Trocknen leicht milchig wurde und sich wohl dann Rückstände gebildet haben.

      Ich habe irgendwie das Netzmittel in Verdacht. Ich habe das auch immer mit in die Dose gekippt. Vielleicht war das ein Fehler. Ich habe mir eine neue Entwicklungsdose gekauft und werde beim nächsten Mal auf das Netzmittel verzichten. Vielleicht hilft das.

      Oder hat der Fixierer nicht richtig gegriffen? Es ist zum heulen. Man konnte aber definitiv ein Unterschied zwischen dem Anfang des Films und dem Ende des Films feststellen. Die Spur wird stärker im unteren Bereich.
    • Christopher,

      es wäre toll, wenn du mal Fotos der Negative (mit Rand und allem) hochladen könntest. Das ist oft viel aussagekräftiger als ein Scan.

      Wenn du mangelnde Fixierung ausschließen willst, kannst du Fixierbad frisch ansetzen (Schnellfixierbad 1+4) und ca. 3-4 Minuten bei 20 Grad nachfixieren, dabei regelmäßig bewegen. Anschließend natürlich neu wässern.
    • Nabend,

      wie Uwe und Erikson hier schon geschrieben hatten, sehen die vertikalen Steifen nach Problemen mit der Kamera aus, Lichteinfall oder interne Reflexionen!

      Das andere kann, wie schon erwähnt das Netzmittel sein. Das selbe Problem hatte ich anfangs auch und auch später, wenn ich den Film mit den Fingern abstreife. Ich benutze das Netzmittel von Ilford, Ilfotol. In der Anleitung steht 5ml auf 1L, das ist zu viel und gibt Schlieren. Ich nehme nur 3ml auf 1L, wässere den Film darin, in einer separaten Schüssel, hänge ihn auf und gieße von oben über den Film zusätzlich das Netzmittelbad, wo er vorher drin war, seit dem habe ich keine Probleme mit Schlieren mehr. Letztens wieder mit den Fingern den Film abgezogen und siehe da, hatte wieder Schlieren!

      Gehe einfach mal hin, belichte einen Film mit Objektivdeckel drauf und langer Zeit und offener Blende, entwickle ihn wie immer und lasse anfangs das Netzmittelbad weg und Endwässere nur mit destilliertem Wasser und hänge ihn nass auf und schütte, so wie ich, das Wasser drüber, dann schneidest du die Hälfte ab und machst das ganze mit dem Netzmittelbad ( angesetzt mit destilliertem Wasser), hänge ihn auf und schaue, was dabei rauskommt!

      Was ist es denn für eine Kamera?
    • Hallo zusammen,

      vielen Dank für die Ratschläge. Ich war in der Zwischenzeit nicht ganz untätig und habe wieder ein paar Filme belichtet. Leider sind die Fehler wieder aufgetreten. Mal stärker, mal weniger stark.

      Ich habe zuletzt folgende Ideen gehabt:

      1. Entwickler nicht richtig vermischt. -> Also habe ich mein Rodinal in destiliertem Wasser extra gut vermischt. Ergebnis: immernoch Schlieren
      2. Lichtverschmitzung beim Einspulen. -> Raum gewechselt; bis nach Sonnenuntergang gewartet. Ergebnis: immernoch Schlieren
      3. Der Jobo Schnellwässerschlauch spült die Dose vielleicht ungleichmäßig durch. -> Wieder von Hand wie früher gewaschen. Ergebnis: immernoch Schlieren
      4. Ach ja und eine neue Dose habe ich mir auch gekauft. Ohne sie mit Netzmittel zu verschmutzen. Ergebnis: immernoch Schlieren

      Das einzige was mir jetzt noch einfällt ist, wie Daniel anmerkt eine Lichtundichtigkeit in der Kamera. Ich habe nochmal ein Foto eines Negativs angehängt. Dort ist der Effekt nicht ganz so deutlich ausgeprägt, aber dennoch sichtbar. Was dafür sprechen würde ist, dass die Schlieren horizontal verlaufen. -> Entstehen also beim Weiterspulen des Films?!

      Um das nochmal zusammenzufassen: Die Kamera ist eine Mamiya RB67 ProS, der Film idR Rollei IR400 (sehr empfindlich) und die Streifen auf den Negativen sind eigentlich immer hellere Streifen, die horizontal im oberen Bereich des Bildes verlaufen. Man muss dazu sagen, dass meine IR Aufnahmen oft bei knallender Sonne entstehen. Ich versuche zwar die Kamera durch meinen Körperschatten zu schützen und das Magazin wandert auch nach jeder Belichtung wieder in den Rucksack, aber evtl. könnte das doch der Fehler sein? Aber warum haben die Schlieren dann so komische Formen, wie in meinem Beitrag vom 9.Mai?

      Ich bin wirklich am verzweifeln! Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viele Filme belichtet (da waren auch einige nette Bilder bei) und bei 80% habe ich diese Schlieren. Da vergeht einem echt der Spaß..


      Ich würde mich wahnsinnig über einen weiteren Hinweis freuen!


      Schöne Grüße,

      Chris
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    • Hallo Henning,

      nein, ich nehme kein Netzmittel mehr. ich solle vielleicht aber auch anmerken, dass ich kein Stoppbad nehme. Das aber schon seit Jahren nicht. Ich entwickle, spüle dann ca. 1min aus (6x ausleeren) und dann kommt für 5min der Fixierer rein. Danach wird ca. 10x ausgespült und dann ca. 15min gewässert (unter den Hahn gestellt)

      So, ich habe nochmal ein Bild von gestern Abend angehängt. Da wird das Ausmaß vielleicht noch etwas deutlicher.



      Schöne Grüße,

      Chris
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    • Ich hab zwar schon ein paar Filme entwickelt bin aber grundsätzlich noch ziemlicher Neuling. Also keine Ahnung ob das realistisch ist aber liegt's vielleicht am Film? Wenn ich das richtig überblicke war das bisher immer der gleiche Film. Gibt es einen vergleichbaren Film den man mal ausprobieren kann. Evtl. sind die Rollen ja aus der gleiche Charge und es stimmt was mit der Emulsion nicht. Du hast ja jetzt schon viel ausprobiert.
    • Hallo,

      @Uwe: mich wundert nur, dass ich früher nie solche Probleme hatte. Ich werde es trotzdem mal ausprobieren.

      @Christian: Es handelt sich tatsächlich immer um denselben Film Rollei IR400. Aber es waren unterschiedliche Chargen dabei.


      Was mich wundert, wenn ich den Film aus dem Wasser nehme und aufhänge, so meine ich, sind die Flecken nicht sichtbar. Entweder fallen sie mir nicht auf oder sie treten tatsächlich erst beim Trocknen auf. Ich habe mal versucht den Film abzufotografieren, aber man kann auf dem Material keine Ablagerungen erkennen.


      Schöne Grüße
    • Uwe Pilz schrieb:

      Diese Horizontalen Streifen der letzten Bilder können gut durch zu geringe Agitation entstanden sein
      Das wäre für mich auch das plausibelste. Wenn der Fixierer alt ist, bleibt der unbelichtete Teil des Films noch etwas trübe, meine ich. Auch alten Entwickler erkennt man an der Farbe. Rodinal wird dann rot. Dafür ist aber der Rest des Negativs zu
      gleichmäßig und ich gehe nicht davon aus, dass du den dann noch verwendest.
      Um einen anderen Ansatz zu probieren kannst du evtl. einen PH-Teststreifen in dein Wasser halten. Vielleicht ist es zu hart.

      Ich weiß leider nicht, ob das bei IR möglich ist: Normalen Film kann man nach dem Entwickeln (und Stoppen natürlich) kurz aus der Dose nehmen. Vll kannst du da schon die Streifenbildung beobachten. So kann man den Fehler zumindest
      in Entwicklung und Fixierung unterteilen.