suche Scanner bis 4X5''

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    • Letztendlich hängt das von Deinen Ansprüchen, geplantem Verwendungszweck der digitalen Bilder und dem Aufwand ab, den Du in die Digitalisierung stecken möchtest.

      Folgende Varianten zur Digitalisierung von 4x5 Material fallen mir spontan ein, die jeweilige "Wertung" ist meine ganz persönliche Meinung:

      alte "Consumer"-Flachbettscanner
      Epson 4990
      Epson V700/V750
      bedingt (erfordert mehrere Teildurchgänge und Stitching, da die Durchlichteinheit nur für Mittelformat gebaut ist)
      Canon Canoscan 8800F
      ==> würde ich nur machen, wenn ich einen Epson V700/V750 in gutem bis sehr gutem Zustand für etwa 300 Euro bekommen würde. Alles andere nur, wenn es deutlich günstiger wäre, da man hier ansonsten entweder ein gewisses Ausfallrisiko oder Qualitätseinbussen oder deutlich erhöhten Aufwand für mittelmäßige Qualität hat.

      aktuelle "Consumer"-Flachbettscanner
      Epson V800/V850
      bedingt (erfordert mehrere Teildurchgänge und Stitching, da die Durchlichteinheit nur für Mittelformat gebaut ist)
      Epson V550/V600
      Canon Canoscan 9000F
      ==> Epson V800/V850 dürfte wohl die derzeit gängigste Variante und ein guter Kompromiss aus Verfügbarkeit, Aufwand und erzielbarer Qualität sein. Wer es günstiger als die derzeit etwa 600 EUR für einen V800 haben möchte, muss entweder Qualtitätseinbußen oder deutlich erhöhten Aufwand einbeziehen

      Alte "Profi"-Scanner vom Schlage eines Heidelberg Topaz (II)
      ==> Groß, schwer, nominal geringere Auflösung als die Consumer-Geräte, aber von der erzielbaren Qualität vermutlich nach wie vor auf Augenhöhe. Derzeit nicht auf meinem Radar, deshalb wertungsfrei.

      Trommelscanner
      ==> ältere Trommelscanner erfordern oftmals einen eigenen (gleich alten) Rechner, da es keine aktuelle Software/Treiber für die Geräte gibt. Wille zur intensiven Beschäftigung mit der Materie muss da sein, da wohl alles andere als plug&play

      Die Hasselblad/Imacon Flextight Scanner gehen m.W. nur bis Mittelformat udn würden daher ebenfalls stitching erfordern. Außerdem sind sie recht teuer (deutlich 4-stelliger Betrag)

      Abfotografieren mit einer guten, hochauflösenden DSLR, Makroobjektiv, Leuchtplatte und Repro-Einheit/sauber ausgerichtetes Stativ
      ==> ermöglicht ebenfalls eine gute bis sehr gute Qualität, erfordert aber halt auch Aufwand, speziell, wenn mit Stitching und Bracketing gearbeitet wird.
    • Edgar Kech schrieb:



      Die Hasselblad/Imacon Flextight Scanner gehen m.W. nur bis Mittelformat udn würden daher ebenfalls stitching erfordern. Außerdem sind sie recht teuer (deutlich 4-stelliger Betrag)
      Die Imacon/Hasselblad gehen bis 4x5", die meisten auch bis 13x18 cm.

      Natürlich kann man einen vier- oder fünfstelligen Betrag für ein Neugerät ausgeben, aber Gebrauchtgeräte der älteren Serien gibt es zum Teil schon für um die 1000 Euro oder darunter. Mein Precision II hat mich mit einem halben Dutzend Masken knapp 800 Euro gekostet plus einen Zwanziger für SCSI-Karte und Kabel aus der Bucht. Das ist der Neupreis eines V700 oder 850 oder was es da so gibt. Die Ausgabequalität ist allerdings in einer anderen Liga. Natürlich braucht man etwas Geduld, so ein Gerät für diesen Preis zu finden. Bei mir hat es ein halbes Jahr gedauert.

      Die Imacon/Hasselblad-Scanner werden übrigens über die hervorragende und stetig weiterentwickelte Software Flexcolor gesteuert, die nach wie vor gratis von Hasselblad zum Download angeboten wird. Das ist ein sehr wichtiger Vorteil ggü den anderen älteren Highend-Lösungen wie Trommelscanner oder Linotype/Heidelberg-Flachbettscannern, wo oft eine spezielle obsolete Scan-Software nötig ist, die man zusammen mit dem Gerät erwerben sollte (und möglichst gleich auch mit einem Rechner, auf dem diese Software auch läuft!), da man sich ansonsten einen Wolf sucht oder noch mal richtig tief in die Tasche greifend darf.
    • Mein Imacon geht bis 5x7, da gibt es auch einen Halter dafür.
      Mein V700 geht bis 8x10, wobei man ab 5x7 das Negativ direkt auf die Glasplatte legen muß und mit reduzierter Auflösung scannt. Das ist meines Wissens nach bis zum V850 unverändert.

      Canon 8800, 9000 etc. habe ich auch probiert. Für mich war das eine Katastrophe im Vergleich zum Epson.
    • Bei einem SCSI-Imacon ist es am einfachsten, man stellt sich als Workstation einen gebrauchten Rechner mit dem letzten Betriebssystem hin, das noch problemlos von zu Hause aus SCSI unterstützt hat. Bei Windows war das XP, bei MacOs wird es eine Entsprechung geben. Die Installation einer SCSI-Karte ist dann keine Raketentechnik. Man braucht eine ganz schlichte 0815-Fast-SCSI-Karte, am besten eine von Adaptec, genauen Typ kann ich gerne raussuchen. Der Rechner sollte auf dem "Mutterbrett" eine entsprechende freie Hardware-Schnittstelle für die SCSI-Karte bieten (PCI), das war aber bei den Kisten von vor 10 Jahren Standard. Das Kabel ist auch ein gewöhnliches SCSI-Kabel, kriegt man in der Bucht geschenkt (die Stecker sollten natürlich zu den Anschlüssen von Karte und Scanner passen, da muss man ein bissl aufpassen, es gab verschiedene Steckertypen für SCSI).

      Auf diesem XP-System scannt man (offline!). Die Geschwindigkeit des Systems ist nicht so erheblich, da der Scanner der Flaschenhals ist. So ein Scan dauert dann schon mal ein paar Minuten, ist aber kein Drama, weil der Scanner im Gegensatz zu dem nervtötenden Rattern der typischen Konsumenten-Filmscanner flüsterleise vor sich hinwerkelt, während man selbst ungestört auf dem Hauptsystem Bildbearbeitung macht oder sonstigen Hobbys frönt. Es gibt wie gesagt Möglichkeiten, so einen SCSI-Imacon mittels Adaptern und virtuellen Umgebungen in moderne Betriebssysteme einzubinden oder SCSI-Karten mit 1000 Tricks und guten Worten unter Windows 7/10 zum Laufen zu bringen, aber das ist was für Leute, die gerne an Betriebssystemen rumfrickeln und optimieren, mir ist das alles zu viel Aufwand, zumal ich den Vorteil nicht sehe. Schneller wird's dadurch nämlich auch nicht.

      Einen Nachteil der Imacons (und nebenbei auch der Trommelscanner) sollte man nicht verschweigen: Das Fehlen einer hardwarebasierten Staub- und Kratzerkorrektur. Wer ohne ICE nicht leben kann, muss sich woanders umschauen.
    • Bei dieser "Kaufberatung" kann ich mir ein Grinsen echt nicht verkneifen. Zuerst werden den Leuten mit zum Teil irreführenden Informationen aus 2. Hand (der Autor hat nie so ein Gerät besessen, er stützt seine Aussagen auf Hörensagen und von ihm z.T. falsch recherchierte Informationen ...) die älteren Imacon-Scanner madig gemacht und dann wird dem Leser empfohlen, lieber gar keinen Scanner zu kaufen (an den alten Geräten muss man ständig basteln und die "vernünftigen" Geräte sind ja zu teuer!), sondern die Negative/Dias gleich beim Autor gegen Bezahlung scannen zu lassen. "Honni soit qui mal y pense" beziehungsweise ... ich lach mich tot!!
    • Christian Kalberlah schrieb:

      Hallo Herr Schmitt ! Der Link war nur Info . Ich selber weiß , das Scanner wie Fotokameras ,man sich selbst anschaffen muss , um heraus zu finden welche die Besten sind . Um sich daraus eine eigene Meinung bilden zu können . Gruß von Christian Kalberlah
      So hab ich es auch verstanden, mein Beitrag bezog sich ausschließlich auf den verlinkten Artikel, die Breitseite galt dessen Autor, sorry, wenn das anders rüberkam!