Soll ich der Verlockung nachgeben? Canon T-60

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    • Die T-60 hat den Sinn, für den sie gekauft wurde, nicht mehr geleistet.

      Mitten im Wald beim Ablichten eines verlassenen Wasserrades, blieb der Spiegel oben.
      Das sollte auch so bleiben, bis ein paar Mal weiter geschaltet wurde.
      Es kam den ganzen Tag lang immer wieder.

      Zuhause, war kein Defekt mehr feststellbar.

      Die Batterien waren neu, der Spiegeldämpfer nicht klebrig.

      Am nächsten Tag kam die alte Canon AL-1 meiner Mutter (Erstbesitz) wieder raus. Der teilbelichtete Film wurde einfach umgespult und dort eingesetzt.
      Auch die weiteren Tage mit der AL-1 keinerlei Probleme.

      Die T-60 ist also zu einem Risiko geworden. Geht sie, oder nicht?

      Sie wird wohl weichen müssen.

      Sie ist sauber, schön, neu, aber unzuverlässig.
      Sie wird mit einem 1,8/50er newFD das Haus verlassen, sobald ich Zeit finde, sie in ebay einzustellen.
      Da der Defekt nicht mehr aufgetreten ist, tue ich das guten Gewissens.
      Mehr als die 50 EUR die ich gezahlt habe, lässt sich damit ohnehin nicht erzielen, das ist schon das Objektiv wert, (für einen Deckel zahlt man 10,- EUR) und ich habe sie geputzt.

      Schade, aber ich habe keine Lust, mich in so eine komplizierte Kamera reinzudenken, die als Kaufkriterium die absolute und Bedingungslose Zuverlässigkeit hatte.

      Da keine anderen vertrauenswürdigen und günstigen T-60 angeboten werden, und ich daraus gelernt habe, wird die Nr.1 in Sachen Zuverlässigkeit die Familienbesitz AL-1 sein.

      Dies nur als abschließende Info - vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen, wie die anfänglichen Redundanz- und Obsoleszenzmanagement-Gedanken in Sachen FD-Objektiv-Verwendbarkeit so weitergingen und ein jähes Ende fanden.
      Reject the digital. Go analog.
    • Und dann schaut sie einen doch so treuherzig an.

      Hab gerade Fotos gemacht zum Einstellen der t60 auf eBay.
      Ein bisschen probiert ganz viel ohne Film ausgelöst und sie hatte diesen Fehler auch jetzt nicht mehr.

      Ich werde sie behalten, da man für die blanke Kamera nur ca 20 Eur bekommt, und ich heute mit eBay Publikum genug Erfahrung der negativen Art gemacht habe...

      Habe einfach ein großes Herz und da schlägt ein Sammler darin.

      Die Erkenntnis bleibt: wichtige Aufnahmen mit der AL-1 machen.

      Die T-60 bleibt eine kleine Risiko-Diva. Aber sie bleibt. Ich mag sie dennoch. Vielleicht benimmt sie sich ja künftig wieder besser.
      Reject the digital. Go analog.
    • Hallo Axel, nein, ich habe dann einfach immer zweimal weitergeschaltet und der Spiegel kam irgendwann wieder herunter. Es war dann ein normales Bild möglich oder dann zuletzt gar nicht mehr.

      Also wenn der Fehler auftrat, drei Bilder lang Fehlfunktion: erstes Bild Sucher bleibt schwarz - weiter spannen - auslösen - immer noch schwarz - weiter - auslösen - kommt wieder.

      Batterien neu, Schaumstoff Dämpfer intakt.

      Das war an einem Nachmittag, Zuhause trat es nie mehr auf.
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    • Zum Thema Ebay:

      Andreas Ehrhardt schrieb:


      Die T-60 ist also zu einem Risiko geworden. Geht sie, oder nicht?
      (...)
      Da der Defekt nicht mehr aufgetreten ist, tue ich das guten Gewissens.

      Andreas Ehrhardt schrieb:

      mit eBay Publikum genug Erfahrung der negativen Art gemacht habe.
      (...)
      Die T-60 bleibt eine kleine Risiko-Diva.
      Als was hättest du die Kamera eigentlich guten Gewissens eingestellt? Als voll funktionstüchtig? Oder als kleine Risiko-Diva? Aber der Ansatz ist natürlich richtig. Negative Erfahrungen sollte man weitergeben. Darauf basiert ja das ganze Ebaysystem.
      Flickr

      "Jede Chance ist eine Gelegenheit!" Matti Nykänen
    • Ich hätte sie guten Gewissens anbieten wollen und zwar dann dass sie funktioniert, (siehe Beispielbilder) aber ich nicht garantieren kann dass sie das immer zuverlässig tut.

      Ich hatte gestern den Fall dass in eBay Kleinanzeigen einer ein mittlerweile sehr seltenes Autoteile (originale Kotflügel vom Werk, keine Nachbauten) gesucht hat und gut bezahlt hätte. Ich wollte ihm helfen, hab ihm meine seit Jahrzehnten gehüteten neuen original Kotflügel angeboten (und das Geld wäre auch schön gewesen zu haben). Seine Antwort im Detail erspare ich Euch - er sagte, die Anzeige wäre so nicht ernst gemeint gewesen, und er fände das interessant wer alles so mit diesen Teilen spekuliere. Ohne Worte.

      Schade um die Zeit.
      Das meinte ich.

      Und jetzt für 20,- ne ehrlicherweise "möglicherweise defekte" Kamera an jemanden, der genau das sucht, problemlos zu verkaufen, ist unwahrscheinlich, kostet Mühe es anzubieten, und da sie jetzt eh wieder geht, da behalte ich sie lieber.

      Ob der Verschluss offen blieb weiß ich in der Tat nicht, ich werde es beim Entwickeln sehen. Vielleicht heute Abend.
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    • Andreas Thaler schrieb:

      Andreas Ehrhardt schrieb:

      Die Erkenntnis bleibt: wichtige Aufnahmen mit der AL-1 machen.
      Wenn’s wichtig ist, warum dann nicht mit einer - auch heute noch - alles willig ertragenden Schindmähre wie die F-1?
      Nichts gegen technische Highlights wie die AL-1 aber für unwiederbringliche Momente doch besser heavy duty :huh:
      Danke für den Tipp, im konkreten Fall ist die AL-1 seit dem Neuerwerb 1982 bei uns in Familienbesitz, regelmäßig schonend verwendet und tat immer was sie soll. Technisches Highlight wäre nur der quick Focus. Da sieht man ja an der Mattscheibe ob er geht. Er funktioniert tadellos.

      Eine F1 aus fraglicher Herkunft mit fraglicher Vorgeschichte kann mir dann da gegenüber, meiner Meinung nach nicht ein wesentlich sichereres Gefühl geben.
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    • Andreas Ehrhardt schrieb:

      Eine F1 aus fraglicher Herkunft mit fraglicher Vorgeschichte kann mir dann da gegenüber, meiner Meinung nach nicht ein wesentlich sichereres Gefühl geben.
      Ja, man weiß wirklich nie, wer mit einer Kamera was im Vorbesitz angestellt hat oder umgekehrt. Da ist es schon richtig, nur auf das zu vertrauen, was innerhalb der Familie weitergegeben wird 8)
      Gruß, Andreas
    • "Wenns wichtig ist nimm doch..."

      ... driftet jetzt sehr in die Märchenwelt ab finde ich.

      Auch wenn es sich anders schöner anhört gibt es doch in der Realität keine Unterteilung in "zuverlässige" und
      "unzuverlässige" Kameras.
      Es gibt nur individuelle Situationen, in denen sich das Eine oder Andere Gerät als sinnvoll und verlässlich erweist.

      Kaufe heute blind zehn gebrauchte Kameragehäuse, egal von welchem Hersteller und in welcher Preisklasse.
      Sie werden mehr oder weniger funktionieren. Die einzige definitive Aussage, die Du nach der Auswertung Deiner
      gekauften Modell treffen kannst ist aber regelmäßig die, daß Du nun im Besitz von Beweismitteln bist, die die
      vermeintliche Zuverlässigkeit von Kameratyp a oder b widerlegen.

      Das ist leider Forendynamik und keine Schuldzuweisung an irgendwen. Aber je enger der Blickwinkel umso
      leichter das Leben und umso härter manchmal der eine oder andere Aufschlag in der Realität ;)

      Deshalb bohre ich gerade etwas an der Stelle, wo mir Deine Fehlerbeschreibung der T60 noch etwas diffus erscheint.
      Du hast Dir das Plastikding nunmal ausgesucht und es ergibt doch mehr Sinn, jetzt der Sache mit dem Fehler
      erstmal so weit wie möglich auf den Grund zu gehen.
      In Wirklichkeit passiert die ganze Zeit gar nichts - Jim Rakete 2007

      Bilder
    • Richtig, sehe ich alles auch so. ..... Dafür muss ich nun erstmal demnächst den Film entwickeln... Dass ich sehe ob nur Spiegel, oder Spiegel und Verschluss.

      Wenn es, was ich jetzt fast meine, "nur" der Spiegel war, so ist es dennoch nicht schön drei Mal spannen zu müssen bis er wieder zurück kommt.

      Aus der Oldtimerei weiß ich, dass es Fehler gibt, die nie mehr auftreten. Ich weiß aber auch dass diese Fehler fürs Fahren irrelevant sind, während bei dem Fehler hier das Fotografieren beeinträchtigt oder unmöglich ist, aber im besten Fall einfach nur sinnlos Film verschwendet wird...
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