Portra 160 - Senkrechte Streifen nach Entwicklung

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    • Portra 160 - Senkrechte Streifen nach Entwicklung

      Hallo Leute,

      vor kurzem habe ich euch schon bei einer S/W Entwicklung um Rat gefragt, jetzt habe ich mit ein wiederkehrendes Problem bei meinen Farbnegativen.
      Ich habe einen Portra 160 mit dem Digibase C41 entwickelt und zwar penibel nach Vorgabe. Das ganze in einer Jobo Dose.
      Nach der Entwicklung habe ich senkrechte Streifen im Bild und kann mir leider nicht erklären wo sie herkommen. Markant ist natürlich die Anzahl und Position der Streifen, die mit den Transportlöchern übereinstimmen.

      Ich habe kurz die Suchfunktion bemüht, aber auf die schnelle noch keine Antwort gefunden.
      Ein Bild zu Verdeutlichung habe ich angehängt.

      Weiß einer von euch, wie das Zustande kommen könnte und wie ich das in Zukunft verhindern kann?
      Danke für die Hilfe und beste Grüße,
      Ben
      Dateien
    • Hallo an alle, vielen Dank für die zahlreichen antworten.
      Wie bereits vermutet, auch nach Anleitung gekippt. Die ersten 15 Sekunden permanent, danach alle 30 Sekunden einmal.
      Das Phänomen ist über den ganzen Film unterschiedlich stark verteilt, manchmal mehr manchmal weniger, manchmal garnicht. So ein richtiges Muster in der Verteilung ist mir noch nicht aufgefallen.

      In nem anderen Forum meinte einer er hätte ein (augenscheinlich) gleiches Problem gelöst in dem er die Menge Entwickler erhöht hat, war scheinbar zu wenig drin. Bin mir relativ sicher dass das bei mir nicht der Fall war, aber würde das so ein Fehlerbild ergeben?

      Und an Jochen: Der Prozess an sich macht mir Spaß, den fertigen Film aus der Spirale zu ziehen ist ne Genugtuung. Auch wenn diesmal ein bisschen Enttäuschung dabei ist, aber von nichts kommt nichts. Ist eben ein Lernprozess.
    • Hi,
      der erste Schritt bei C-41 ist Farbentwicker. Bei Diafilmen erste Entwicker ein S/W - Entwickler. Hier gehts aber um Portra in C-41. Es ist ein Problem mangelner Agitation. Deutlich daran zu sehen das die "Fahnen" von der Perforationslöchern ausgehen. Ich würde mal aufgrund der Farbe darauf tippen das es sich um Restsilber handelt. Das ist ein Problem der mangelnder Bewegung im Bleichfix. Testweise würde ich mal einen Streifen mit dem Fehlerbild ins BX legen. Der BX sollte die Streifen nachträglich zum verschwinden bringen.

      Gruß

      Stefan
    • Stefan Arend schrieb:

      Hi,
      der erste Schritt bei C-41 ist Farbentwicker. Bei Diafilmen erste Entwicker ein S/W - Entwickler.
      Na ja, SW bei C41 insofern, das auch metallisches Silber "entwickelt" wird; und das ist SW. Die Entwicklungsprozesse, animieren die Farbkuppler. Das SW wird dann wieder rausgewaschen. ...also mal ganz naiv erklärt ;)

      Zum Thema: @Benjamin: Ich würde dir auch Rotation empfehlen. Am besten nach einer CPE von Jobo schauen. Kostet ein wenig Geld, aber dafür hast du immer perfekte Ergebnisse.

      Cheers
    • Benjamin Roth schrieb:

      Hallo an alle, vielen Dank für die zahlreichen antworten.
      Wie bereits vermutet, auch nach Anleitung gekippt. Die ersten 15 Sekunden permanent, danach alle 30 Sekunden einmal.
      Das Phänomen ist über den ganzen Film unterschiedlich stark verteilt, manchmal mehr manchmal weniger, manchmal garnicht. So ein richtiges Muster in der Verteilung ist mir noch nicht aufgefallen.

      In nem anderen Forum meinte einer er hätte ein (augenscheinlich) gleiches Problem gelöst in dem er die Menge Entwickler erhöht hat, war scheinbar zu wenig drin. Bin mir relativ sicher dass das bei mir nicht der Fall war, aber würde das so ein Fehlerbild ergeben?

      Und an Jochen: Der Prozess an sich macht mir Spaß, den fertigen Film aus der Spirale zu ziehen ist ne Genugtuung. Auch wenn diesmal ein bisschen Enttäuschung dabei ist, aber von nichts kommt nichts. Ist eben ein Lernprozess.

      Probiere mal, alle 15 Sekunden einmal zu kippen, nicht alle 30 Sekunden (nach 30 Sekunden Dauerkipp initial). Das entspricht auch den Kodak-Anweisungen, ich fahre damit sehr gut. Das gilt für die empfohlene Standardverarbeitungstemperatur von 37,8° C.

      Die nötige Chemie-Menge sollte auf der Dose stehen bzw. ist durch ausmessen einfach rauszufinden. Die Spulen müssen vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein, dann kann eigentlich nichts passieren.

      Die Rotationsentwicklung ist meiner Meinung nach kein Allheilmittel. Ich schreibe das als jemand, der trotz 30 Jahren DuKa-Erfahrung mit Rotation bei C41 keine konstant guten Ergebnisse erzielt hat, zumindest nicht ohne Lift. Die Probleme sind erst nach Umstieg auf Kippentwicklung weggegangen. Ich würde deshalb raten, erst mal nicht ins Blaue hinein Geld für eine Rotationsmaschine auszugeben, sondern es lieber noch mal mit Kipp zu versuchen.

      Wie bei C41 gekippt werden sollte, ist ja hier beschrieben. Es ist dabei von Vorteil, wenn man Erfahrung mit der SW-Kippentwicklung hat, der Vorgang an sich ist derselbe. Anfänger kippen oft zu zaghaft oder zu heftig. Einmal kippen (Dose einmal auf den Kopf drehen und wieder zurück) sollte ca. 2,5 Sekunden dauern. Da man das schlecht stoppen kann, probiert man, indem man viermal hintereinander kippt. Das sollte bei den üblichen 500ml-Dosen (2xSpulen Kleinbild) ca 10 Sekunden (+/- 1 Sek) dauern. Dann ist der Kipp richtig ausgeführt.

      Der Digibase-Satz verwendet mW getrenntes Bleichbad und Fixierer. Es ist wichtig, dass das Bleichbad vor der Verwendung ordentlich durchgeschüttelt (oxidiert) wird! Auch beim Bleichen ist auf ausreichende Bewegung zu achten.