VueScan: In welchen Formaten Scans speichern?

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    • VueScan: In welchen Formaten Scans speichern?

      Hallo,

      da ich mir möglichst ersparen will, meine Negative mehr als einmal zu scannen, möchte ich hier mal in die Runde fragen, ob VueScan überhaupt empfehlenswert ist (momentan nutze ich die Testversion) und wenn ja, in welchen Dateiformaten am besten gespeichert werden sollte, damit eine spätere Nachbearbeitung ohne erneutes Scannen möglich ist.

      Momentan speichere ich als JPEG mit 90%, TIFF und RAW (DNG). Die DNG-FIles sind mit 120MB allerdings echt groß bei 4000dpi.

      Vielen Dank für Eure Antworten.

      vG Thyrrel
    • Es kommt wahrscheinlich auf den Scanner an.
      Ich nutze für die SW Scans die Software die mit dem Scanner dabei war.
      Ich habe Nikon cooslscan V und Epson 750.
      Die mitgelieferte Software ist in der Handhabung besser als die Vuescan und die Ergebnisse mit Vuescan waren nicht besser.
      Ich speichere alles in TIF 16.

      Bei Farbe habe ich mit Nikon SW bessere Ergebnisse als mit Vuescan.

      Wobei ich den Epson nur für die MF Scans nutze und den Nikon für die KB.
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      Gruß,
      Waldemar Ehrlich
    • Hallo Waldemar,

      bisher komme ich mit VueScan wesentlich besser zurecht als mit Nikon Scan 4.
      Mit VueScan kein Problem automatisch einen Streifen mit 4 Bildern am Stück einzuscannen.
      Mit Nikon Scan 4 bekomme ich das bisher nicht hin. Habe aber auch nicht weiter versucht, nachdem es mit VueScan auf Anhiab funktioniert hat und ich dort auch gleich in mehreren Formaten parallel abspeichern kann.

      vG Thyrrel
    • Hallo Waldemar,

      ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich habe immer 4 Bilder pro Streifen. Mit VueScan lege ich den Streifen ein und er scannt automatisch nacheinamder alle 4 Bilder.
      Mit Nikon Scan 4 bekomme ich das nicht hin. Sicher sind meine Settings hier noch verkehrt, da er lediglich das erste Bild speichert und die Arbeit dann einstellt.

      VG Thyrrel
    • Ja,... Serienscan auf "ein" stellen
      Dann werden Prescan und Hauptscan automatisch von allen Bildern gemacht
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      Helle Seite der Macht: Nikon F2AS, Nikon F4s, Nikon F100, Mamiya RZ67 Pro II, Zorki 4, Yashica Electro 35 GSN, Praktica MTL 5B, Praktica B200, Praktica BC-1 |-| Dunkle Seite der Macht: Nikon D750, Nikon D50

      Flickr
    • Die richtigen Ausgabeformate für VueScan und zum Erstellen von Masterdateien sind für Schwarzweiß '16 Bit Grau' und für Farbe '48 Bit RGB'. Wenn du den Infrarotkanal erhalten willst, denn für Farbe 64 Bit RGBI.
      Der Erhalt des Infrarotkanals ist nur sinnvoll, wenn du denkst, dass du eine bessere Verarbeitung realisieren kannst. Es gibt Photoshop Plugins dafür, aber VueScan macht das schon sehr gut.

      Gute Scans im Tiff Format können durchaus mehrere 100 MB groß sein.


      Schon seit mehreren Jahren sind solche Dateigrößen für einigermaßen moderne Computer leicht zu handhaben. Und die Preise für Festplatten großer Kapazität sind so gering, dass diese kein Grund für unnötige Komprimierungen und somit Verlusten sein sollten.

      Außerdem kann man in das TIF Format eigene Metatexte einbetten (IPTC), während das beim DNG Format nicht möglich ist.

      Ich gerne hauptsächlich mit VueScan und stets im TIF Format. Die erste Bildbearbeitung (Horizont begradigen, stürzende Linien entzerren, Ausschnitt, Tonwert bearbeiten) findet immer mit 16 Bit pro Kanal statt. Ebenso das Eintragen der Bildinformationen.

      Diese Bilder landen in meinem Masterarchiv und auf dem Computer habe ich ein Arbeitsarchiv mit gering komprimierten JPG-Dateien, die als Kopien von den bearbeiteten Tiff erstellt wurden.
      http://www.photoinfos.com
    • Die bei der Bildverarbeitung von Scans anfallenden enormen Datenmengen haben vor Jahren Probleme bereitet. Das ist heute kein Thema mehr, wenn man auf die unangenehme Angewohnheit des ständigen Kopierens und Duplizierens von Dateien konsequent verzichtet.

      Den Ansatz von Thomas Gade könnte man durch den Einsatz eines zentralen Werkzeugs wie Adobe Lightroom mit der Funktion "Smart-Vorschauen" weiter optimieren.

      Lightroom erstellt auf Wunsch neben einfachen Vorschauen sogenannte "Smart-Vorschauen", die im Modul "Entwickeln" verwendet werden, falls die Originaldatei nicht im Zugriff ist. Technisch gesehen sind das DNG-Dateien mit 2540 Pixeln auf der längeren Bildseite. Bei Kleinbildscans entstehen also ca. 5 Megapixel große interne Kopien der eingelesenen Fotos. Sie werden automatisch komprimiert und im Lightroom-Katalog abgelegt. Man benötigt also keinerlei Arbeitskopien oder datenreduzierte Zwischenversionen eines Scans mehr, die man separat verwalten müsste. Ohne Zugriff auf die Originaldateien sind dadurch sämtliche nicht-destruktiven Bildbearbeitungen, Verschlagwortungen usw. möglich. Sogar ein Export für das Web oder für kleine Bilddimensionen ist mit diesen Smart-Vorschauen möglich. Besitzt man ein Notebook mit einer heute üblichen Standardfestplattegröße, könnte man sogar sein ganzes "Lebenswerk" immer komplett im Zugriff und mit dabeihaben, obwohl die Originaldateien der Scans gerne über 100 MB pro Stück groß sind.


      In der Praxis sieht es bei mir derzeit beispielsweise so aus:
      - Auf zwei baugleichen, externen, gespiegelten Festplatten sind sämtliche Scans im TIFF-Format 48 Bit RGB / 16 Bit SW / 48 Bit DNG (je nach Ausgangsmaterial und eingesetztem Scanner) sowie sämtliche Digitalfotos als RAW abgespeichert.
      - Die Dateien sind in Ordnern chronologisch abgelegt; nach Jahr/Film (gescannte analoge Fotos) bzw. Jahr/Monat/Tag (Digitalfotos).
      - Alle Fotos werden in einem einzigen Lightroom-Katalog mit eingeschalteter Smart-Vorschau verwaltet, der sich nicht auf der externen Festplatte sondern auf dem Rechner befindet.
      - Neu hinzukommende Dateien werden immer nur auf die externen Festplatten kopiert und von dort importiert.
      - Nach dem Import wird die externe Festplatte abgeschaltet, abgeklemmt und sicher gelagert.
      - Bearbeitung und Verwaltung der Fotos, Zusammenstellung von Sammlungen, "Dia-Abend" am heimischen TV, Verschlagwortung, Gesichtserkennung zum Wiederfinden von Personen etc. ist alles ohne Zugriff auf die Originaldateien mit dem Notebook an beliebigen Orten möglich.
      - Erst für den Export ins gewünschte Zielformat (definiert in mehreren wiederverwendbaren Exportsettings) wird die externe Festplatte erneut angeschlossen. Lightroom greift beim Export dann nicht mehr auf die Smart-Vorschau sondern auf die Originaldatei zu und verarbeitet die maximale vorhandene Datenmenge eines Scans, ohne das Original zu verändern.

      Über welche Datenmengen reden wir in meinem Fall?

      Das Datenvolumen auf der externen Festplatte aus ca. 35 Jahren Hobby- und Alltagsfotografie (Stand heute):
      - ca. 14.000 Scans aus analogen Quellen (Dias, Farbnegative, SW-Negative, Glasnegative, Ausbelichtungen) ergeben ca. 950 GB
      - ca. 60.000 Digitalfotos ergeben ca. 450 GB
      - Backupdatei des Lightroom-Katalogs: ca. 300 MB (Die Backupdatei enthält keinerlei Vorschauen, ist deshalb recht kompakt.)

      Das Datenvolumen auf dem Notebook:
      - Lightroom-Katalog inklusive Smart-Vorschauen, aller Bearbeitungsschritte, Sammlungen und sämtlicher Meta-Daten: ca. "nur" 105 GB (!)

      Vorteile dieses Systems:
      - Alle Originaldateien bleiben immer unangetastet!
      - Keinerlei manuell zu verwaltende Dateiduplikate.
      - Ein identischer Arbeitsablauf für sämtliche Digitalisate und Digitalfotos.
      - Für die jüngere Generation wichtig: Alles immer dabei und bearbeitbar.
      - Für die ältere Generation wichtig: ... und zwar ohne Cloud-Dienste!


      Und schließlich kurz ein paar vorweggenommene Antworten auf die üblicherweise an dieser Stelle gestellten Fragen und Einwände:

      1. Was macht man, wenn das Notebook samt Festplatte kaputt geht, geklaut wurde, ins Lagerfeuer gefallen ist oder man einfach zu faul war, ein regelmäßiges Systembackup zu etablieren?
      -> Auf einem beliebigen Rechner Lightroom installieren, die externe Festplatte anschließen, die Backupdatei des Katalogs von der externen Festplatte auf das System kopieren, Lightroom starten, Backupkatalog auswählen, Ort der Originaldateien angeben (also die externe Festplatte), Lightroom machen lassen. Nach Minuten bis etlichen Stunden (je nach Datenmenge auf und Geschwindigkeit der externen Festplatte) wird alles wieder genau in den Ausgangszustand gebracht. Habe es im Laufe der Jahre mehrmals beim Umzug auf andere Rechner durchgeführt. Es funktioniert zuverlässig.

      2. Was ist, wenn man nicht mehr mit Lightroom arbeiten will? Gehen dann sämtliche Bearbeitungsschritte und Informationen, also die Arbeit von vielen Arbeitsstunden verloren?
      -> Alle Fotos in Originalgröße als DNG oder im Originalformat exportieren und dabei die Meta-Daten in XMP-Filialdateien ("Sidecar files") schreiben lassen. Danach beliebiges anderes Werkzeug einsetzen.

      3. Was kostet der Spaß?
      - Lightroom Kaufversion (Auslaufmodell) als Einmalinvestition: ca. 120 €
      - oder Lightroom-Abo: 11,90 €/Monat ( = Gegenwert eines Kodak Portra 800 Films)
      - Externe Festplatte je 1 TB Speicherplatz derzeit: 20-25 €

      4. Gibt es kostenlose Alternativen?
      -> darktable (Open Source) verfolgt ein sehr ähnliches Konzept. darktable.org/

      5. Das ist mir zu kompliziert. Geht es nicht einfacher?
      -> Nein. So oder so ähnlich sieht die einfachste Vorgehensweise aus, weil konsequent auf Redundanzen verzichtet und manuelles Dateihinundherkopierenundverschieben vermieden wird. Letzteres verursacht die größten Probleme bei der Digitalisierung und Verwaltung von Fotos.
      Dauerausstellung über 30 Jahre mit der Olympus XA