Vorbelichten DirektpositivPAPIER Problem

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    • Vorbelichten DirektpositivPAPIER Problem

      Hallo wieder mal.
      Frage an die GF Experten. Ich habe ein Problem mit dem DirektPositivPapier. Gemessene Belichtungszeit bei f18 1/2sek bei ISO 4.
      Laut Anleitung zum Vorbelichten (sonnig, 1-2 Wölkchen, Sonne stand noch ziemlich hoch ca 6000K nach Farbtemperatur ) habe ich also minus zwei Blendenstufen vorbelichtet. Also die 1/10 Sekunde am Verschluss mit der matten Glasscheibe aus dem Vergrösserer (Filterschubfach) vorm Objektiv. Das Ergebnis seht ihr hier. Was ist da falsch gelaufen? Habe ich nen Denkfehler? Entwickler is frisch und Papier ohne Schleier.
      Bilder hier:
      dropbox.com/sh/sc813iril9x8zqi…ABy09u2i8wLKJAIKUGca?dl=0
    • Hallo Sven
      Leider sieht man nicht gerade viel auf deinen Fotos :) Mir scheint aber, dass die Kontraste nun völlig zusammen gebrochen sind und ev. auch überbelichtet wurde. Es gibt ja kaum noch Schwarz. Woher hast du denn diese Anleitung zur Vorbelichtung? Ich hatte das auch mal ausprobieren wollen in der Lochkamera- war mir dann aber zu mühselig. Allerdings direkt mit einer Lampe, vor dem Laden in die Kassette. Es gab da einen Ami, der hatte das systematisch ausgecheckt. Die Resultate waren aber trotzdem nicht wesentlich besser, wie mir schien. Das Papier arbeitet halt einfach etwas sehr hart. Bin aber gespannt, was du noch erreichst...

      Hattest du bisher schon gute Ergebnisse ohne Vorbelichtung? Ich würde jedenfalls zuerst mal das in den Griff bekommen wollen, bevor ich mit Vorbelichtung experimentieren würde. Ich nehme an, es geht dir schon darum, das Papier etwas in seinem Kontrastumfang beeinflussen zu wollen, und es damit scheinbar weicher zu bekommen?

      Gruss
      Toni
    • Liebe Gemeinde.
      Bei diesem „Papier“ handelt es sich um das DPP von IMAGO.
      Es ist so, dass (weil ja positiv) alle Teile die nicht mit Licht in Berührung kommen, schwarz bleiben. So wie beim Dia auch. Der schwarze Rahmen außen um das Bild ist der Bereich der in der Kassette wo das Bild hinter dem Rahmen klemmt. Da dieser Bereich aber Grau geworden ist scheint das Problem an der Dukabeleuchtung zu liegen. Die scheint einfach zu hell zu sein, da das Papier auch rotempfindlich ist. Dies erörterte mir heute die gute Frau Susanna Kraus von Imago. Auf YouTube findet man übrigens sehr interessante Arbeiten dieser Frau.
      Zum Thema vorbelichten:
      Das Papier sollte vorbelichtet werden um die Gradation zu steuern. Wenn ich dies nicht machen würde, wäre das Bild knochenhart und hätte eben nur wenige Graustufen.
      Hier nochmal genauer beschrieben:
      maco-photo.de/files/images/Imago_DPP_dt.pdf

      Warum ich dieses Papier verwende? Weil mein Vergrösserer maximal 6x6 nimmt und ich nur eine GF habe und jetzt erstmal für den Anfang nicht mein ganzes Labor aufrüsten möchte für das Format 9x10.
      Vllt passiert das auch irgendwann mal. Kontaktabzüge sind auch eine Option aber die Dose zur Entwicklung muss dann ja trotzdem vorhanden sein. Trotzdem Danke für eure Zahlreichen Antworten. Ich hoffe ich konnte die Sache aufklären.
      Frohe Ostern euch
    • Hallo Sven,

      Vorbelichten um den harten Kontrast des Papieres etwas zu minimieren ist bekannt. Dafür wird ein Teststreifen gemacht und die Zeit genommen, die so eben noch kein Grau ergibt. Ich empfehle aber auch erstmal ganz normal zu belichten und zu schauen, wie es aussieht. Das mit normalem variablen Papier, bei dem Du eventuell noch einen Gelbfilter einsetzen kannst. Wenn Du Vergrößerungen von 6x6-Negativen in Schalen oder Trommel druckst, kannst Du doch das gleiche Verfahren für die Papiernegative nehmen.

      Gruß, Frank
    • Bonjour Sven,

      in der Anleitung steht zur Dunkelkammerbeleuchtung:

      …Wichtig ist die Verwendung einer dunkelroten Dunkelkammerbeleuchtung wie z.B. bei orthochromatischen Filmen, um einer Verschleierung des Papiers vorzubeugen. Wir können explizit Safelight Ilford 906 empfehlen oder ähnliche Lampen mit dieser spektralen Zusammensetzung. Auch die Beleuchtungsdistanz ist zu beachten (weiter weg), empfohlen wird auch eine indirekte Beleuchtung. Achtung: wenn diese Parameter nicht eingehalten werden, erhält man keine optimalen Resultate - das Papier vergraut und Kontrast sowie Maximalschwärzung gehen verloren…

      Viel Spaß beim Ausprobieren!

      Aber… probier mal einen Film und Kontaktabzüge…

      Salut,

      vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sagt: da übt dann nix Körchnen zu zählen - bestümmt noch!)
      Markennamen??? - Egal, wenn wir nur damit photographieren können…

      Unsere Negativformate:

      6 x 9, 9 x 12, 13 x 18, 18 x 24, 24 x 30 cm
      4" x 5", 8" x 10", 16" x 16", 16" x 18", 24" x 26" - Inch
    • Hallo Sven
      Die Beschreibung der Vorbelichtung im Datenblatt ist schon etwas wirr, finde ich.
      Das Duka Licht ist schon sehr wichtig, das normalerweise bei Multigrade Papier verwendete Licht reicht offenbar nicht, bzw. erzeugt Schleier. Im Anfang hatte ich mal das Papier in einer Duka mit Natriumdampflampe glaube ich, das war komplett hinüber. Jetzt verwende ich nur noch den Filter welchen man auch für Orhochromatischen Film nimmt, also sehr dunkles Rot. Damit gibt es keine Probleme.

      Ups der Tiger war schneller...
    • Raphael Willerding schrieb:

      Auf deinem Foto sieht es so aus als wäre auch der Rand des Papiers nicht schwarz.

      Das heisst für mich, dass das Papier entweder nicht lang genug entwickelt wurde oder Licht abbekommen hat während es nicht in der Planfilmkasette lag.
      Eben die Dukabeleuchtung scheint hier das Bild (Papier) belichtet zu haben. Schwarztest mach ich über Ostern und teste ausgiebig nochmals
    • Der Kontrast und die Belichtung bei diesen Bildern sind leider so daneben, dass ich eher ein grundlegendes Problem vermute. Was ich noch nicht verstanden habe: Hast du es auch mal ohne Vorbelichtung probiert? Es kann durchaus sein, dass das bei geeigneten Motiven gut aussieht und die Kontraststeuerung unnötig ist. Laut Datenblatt sollten ja 4-5 Blenden draufpassen, das ist noch nicht wirklich hochkontrastig. Vorbelichtung führt auch eine zusätzliche Fehlerquelle ein, deshalb würde ich erstmal darauf verzichten.

      Was Susanna Kraus macht, gemessen an dem, was ich finde, basiert übrigens darauf, niedrigkontrastige Motive mit hochkontrastigem Material abzubilden. Was aufgrund der geringen Toleranz des Materials nicht ganz leicht ist und viel Ausschuss erzeugt, bevor man den Prozess drauf hat. Prinzipiell wie bei Diafilm, nur schlimmer. Was aber andererseits nicht funktioniert (vulgo: nicht so spannend aussieht), wenn man annimmt, dass man bei der Aufnahme den Kontrast des Materials reduziert und dann alle Tonwerte irgendwie drauf bekommt.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Update:
      Ich habe heute, um meine Yashica Mat zu testen (nach Objektjustage) ein Testfoto gebraucht um diese Arbeit so gut und schnell es geht zu beurteilen.
      Dazu nahm ich hiesige DPP.
      Also diesmal Dukabeleuchtung entsprechend geändert und den normalen Arbeitsprozess vollzogen.
      Foto machte ich natürlich offenblendig und ohne Vorbelichtung um den Focuspunkt zu testen.
      Neben dem positiven Test der Justage konnte ich parallel feststellen, dass ich den Faktor Dukalicht jetzt ausschließen kann. Ein weiterer Test mit Vorbelichtung steht noch aus.
      Im Link das Foto (Klammer auf Wäschespinne 1meter)

      dropbox.com/s/djbmjsh6wcdysce/…C%2017%2020%2027.jpg?dl=0
    • habe gestern IMAGO positive papier aus einer neuen packung benutzt und musste plötzlich auch feststellen, dass ich das gleiche Problem habe wie Sven.
      Ich habe diese papier schon vorher viel und erfolgreich benutzt, aber gestern wurde es beim entwickeln einfach nicht schwarz. Das nächste Blatt habe ich dann bei stärkerem Entwickler noch viel länger entwickelt und es gab keinen Unterschied.

      Für mich sieht es so aus als wäre es ein Herstellungsfehler...