Die Kröten unter den Kameras

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    • Ole Dost schrieb:

      Ich habe ziemlich oft Kröten unter Kameras, da ich besonders häufig Froschlurche in der Natur fotografiere. Letztes Jahr waren dabei u.a. alle in Deutschland vorkommenden Krötenarten (Erdkröte, Wechselkröte, Kreuzkröte). Oder was meint Ihr mit "Kröten unter Kameras"? Heisst das nicht grammatikalisch besser "Kröten vor Kameras"?
      Da fehlen noch Geburtshelferkröte und Knoblauchkröte, obgleich ich mir bewusst bin, dass die Gattungen jeweils eine andere als jene der genannten ist (Alytes und Pelobates, statt Bufo). Dennoch aus reiner Neugier: Waren genannte Arten auch dabei? Leider fehlt es in meinem hauptsächlichen Revier naturgemäß an der Geburtshelferkröte. Wäre aber mal ein schönes Motiv.
      Jetzt hab ich mich geoutet, ich mag Amphibien.

      Wie sieht's mit den Fröschen aus, und Unken, und gar mit den Schwanzlurchen? Lichtest Du diese ebenfalls ab?
    • Albert Becker schrieb:

      Ich kenne zwei Sorten von "Kröten": Kameras, die unzuverlässig funktionieren und solche, die einfach verkonstruiert sind.

      Hat 'was :)

      In den ca 100 Jahren industriell gefertigter analogen Kameras, ist es wohl kaum einem Hersteller jeh gelungen, alle Exemplare absolut störungsfrei auszuliefern.
      Und noch schlimmer : heute kaufen wir analoge Kameras allermeist bereits gebraucht, haben ihre Geschichte, ihren Zustand.

      Natürlich gab es "schwierigere", sprich anfälligere Konstruktionen. Wir unterhalten uns hier ja unablässig über solche Belange.
      Um aber nicht in Nihilismus abzudriften : meiner Ansicht nach müssten es schon häufig auftretende Störungen sein, um als "typische" Schwachstellen zu gelten, um Kameras als "Kröten" bezeichnen können.
      Wobei ich mal vermute, dass er Anteil nicht funktionierender Kröten weitaus geringer ist/war als nicht funktionierende Kameras - auch aus der Fabrik. Kröten miauen nicht, lassen sich auch bestimmt schlecht an der Leine führen und auf ihne reiten (versuchen) soll bekanntlich nicht besonders ratsam sein . . . :)
    • ..ein Grasfrosch (Rana temporaria). Übrigens zum "Amphibium des Jahres 2018" gekürt von führenden Naturschutzverbänden, um daraufhin zu weisen, dass selbst die Bestände bisheriger "Allerweltsarten" bedenklich stark zurück gegangen sind.

      @Uwe: Freut mich zu lesen! Generell bin ich einst in die Fotografie eingestiegen, um Naturbeobachtungen zu dokumentieren; fotografiere also alle Tiere, die technisch für mich erreichbar sind (NIE in Zoos oder Wildparks). Vor allem alle Tiere, die ich mit meiner gut sortierten Ausstattung zur Nah- und Makrofotografie aufnehmen kann. Froschlurche interessieren mich am meisten, aber alle Reptilien und Insekten, die bei Frosch-Exkursionen begegnen werden genauso gern fotografiert.

      Geburtshelferkröte und Knoblauchkröte erwähnte ich nicht, da sie zoologisch nicht zu den Kröten gehören, sondern nur im Volxmund so heißen (Geburtshelferkröten gehören zu den Scheibenzünglern, den Discoglossidae; Knoblauchkröten zu den Grabfröschen, den Pelobatidae; stammesgeschichtlich sind beide Familien weit entfernt von den Kröten, den Bufonidae). Ja - ich habe 2017 alle Froschlurche Deutschlands fotografieren können, ausser Springfrosch und Knoblauchkröte; die fotografierte ich aber 2016. Ich weiß übrigens auch nicht, wo ich Geburtshelferkröte und Knoblauchkröte in der Natur finden könnte; ich habe mir diese beiden Arten wie auch den Laubfrosch von einem Züchter besorgt, bei dem ich weiß, dass er wirklich züchtet und nicht der Natur entnimmt. Alle anderen Arten spürte ich auf und fotografierte ich in der Natur (wo ich sie auch belassen habe). Neben den einheimischen Arten fotografierte ich im letzten Jahr noch etwa 10 verschiedene Froschlurcharten, die ich in den Regenwaldresten in Südindien aufspürte.
    • Ach ja: In diesem Forum darf ich sagen, dass alle meine Naturfotos nach wie vor filmbasiert (das Wort "analog" mag ich nicht) aufgenommen werden, undzwar mit MF-Equipment auf Fuji Diafilm (lange Velvia, seit letztem Jahr überwiegend Provia, weil der im Scan besser rüberkommt).
    • Nein Ole, damals hatte ich das 140mm Makro-Objektiv noch nicht für die RZ.

      Dieses Bild entstand noch mit der EOS 3 mit dem EF 70-200mm L USM Zoom-Objektiv und dem Speedlite 580 EX obendrauf geschnallt.

      Da mußte es einfach schnell gehen, sonst wäre mir das feuchte Schätzchen entwischt.

      Ich schmiss mich auf den Boden - Kamera/Blitz an - AF war am Objektiv auf 1,2m - unend. eingestellt - rangezoomt auf ca. 100-130mm - Atem angehalten und ------ klick----- :saint:

      Deshalb dieser unwiederbringliche Blick der Kröte.....(?) :D
      Vergessen: Film war ein Kodak Ektar100 - gescannt - und auf 10X15 bei DM ausbelichtet.
      Licht ist Lebenselement

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jutta Anbau ()

    • Upps - ich hab mich vertan, mein Bild von der Kröte war aus meiner Vor-Wieder-Analogzeit bzw. Zwischendigitalzeit. Das hatte ich völlig vergessen. Verzeihung, bitte. Dafür war es ja dann auch ein Frosch und keine Kröte. Der Faden wird darunter hoffentlich nicht zu sehr leiden. Ich habe auch schon mal eaus Versehen eine Tasse in den Kühlschrank gestellt. Man wird halt älter.

      Die Kröte von Jutta ist fein.

      PS:

      Wird eine Digitalkamera, wenn man sie an die Wand wirft, analog?