Kaufberatung: Verzeichnungsarmes Weitwinkel-Objektiv für MF

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    • Michael Sack schrieb:

      Ein fröhliches Hallo an alle aus Köln,

      nach unzähligen Stunden Internetrecherche raucht mein Kopf und ich merke, dass ich mich im Kreis drehe. Ich hoffe, dass ihr mich aus dieser Spirale herausbekommt.

      Aktuell fotografiere ich People mit einer digitalen Kamera mit KB-Sensor, wobei ich 80% meiner Aufnahmen mit einem 24er mache. Ab und an greife ich zu einem 20er, 28er, 35er oder 58er (alles manuelle Minolta Rokkore). Längere Brennweiten verwende ich nie. Immer öfter greife ich zu meiner geliebten XD-7, wobei ich SW-Filme im Badezimmer entwickel und auf Baryt vergrößere. In der Regel versuche ich ohne Blitz zu arbeiten, also Available Light. Gerne verwende ich auch einen Tilt-Adapter zwischen Body und Objektiv.

      Kurz vor Weihnachten habe ich meine fast vergessene Billig-China 6x6-TLR mit Normalbrennweite mit einem RF bestückt... und seit dem bekomme ich das Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht. Eine WW-MF-System muss zum Leidwesen meiner Frau her. Und meine Wahl würde ich von eurer Erfahrung und euren Tipps abhängig machen. Dabei möchte ich mich erst für ein Objektiv entscheiden und das System dann "drumherum" kaufen.

      Mein Wunschobjektiv hat folgende Eigenschaften (in absteigender Priorität):

      1. Weitwinkel mit Bildwirkung zwischen 20 und 28 mm bezogen auf KB (ideal 24mm)
      2. verzeichnungsarm (Die Köpfe meiner Porträtierten werden auch mal am Rand positioniert)
      3. Bildformat 6x6, 6x7 oder 6x8
      4. möglichst gute Naheinstellgrenze
      5. Sweet Spot irgendwo zwischen 60 und 80 cm Entfernung Film-Subjekt
      6. möglichst lichtstark
      7. Budget für gebrauchte Optik und schussbereiter Body 1000 Euro
      Nice to have:

      1. komplett mechanisches System
      2. Tilt-Möglichkeit

      Alle weiteren Parameter sind mir nicht wichtig. Ich werde vom Stativ fotografieren.

      Ich danke euch schon einmal sehr für eure Hilfe!


      Viele Grüße Michael
      Wenn Du was universelles suchst dann schaue Dir mal die Linhof Baby Technikas an, also die 6x9cm Varianten, dafür gibt es Rollfilmkassetten für 6x6, Idealformat 56x72 und 6x9. Nahezu alle Großformat und Mittelformat Objektive von Schneider, Rodenstock, Nikon Fuji, etc. lassen sich ansetzen und natürlich das weitwinkelobjektiv das bis heute die geringeste Verzeichnung hat, das Zeiss Biogon, für die Technikas im 6x9 Format ist das 53mm entsprechend 21mm in Kleinbild.
      Was Du aber nicht verwechselns darfst, Du meist die perspektivische Verzeichnung, die ist einfach physikalisch bedingt und kann nicht durch optische Konstruktionen vermieden werden. Je extremer das WW ist umso breiter werden die Objektive je weiter sie von der Mitte entfernt sind.
      Die eigentliche Verzeichnungsfreiheit bedeutet das einen Linie wie eine Linie dagestellt wird und nicht als Bogen, man spircht auch von Kissen oder Bogenförmiger Verzeichnung, hier ist das Biogon bis heute unerreicht.
      Zur Hasselblad SWC gab es einen Mattscheiben adapter der eigentlich für Reproarbeiten angeboten wurde, eben weil das Biogon so plan zeichnet.
      Hier mal ein Bildchen angehängt, habe ich mit einer Technika 70 und einem 53mm Biogon und 6x9cm Planfilm gemacht:
      [IMG:https://c1.staticflickr.com/1/840/43425293542_2d3f3035f7_c.jpg]
    • Bei günstig und gut werfe ich mal die Mamiya Universal in den Raum.
      Einziger Nachteil, der mir jetzt einfällt: Verschlussaufzug und Filmtransport sind getrennt, geht also nicht mal so eben ruckzuck.
      Da gibbet reichlich Zubehör zum Nachrüsten. Die Weitwinkelabblidungsleistungen kenne ich allerdings nicht. Ich hatte das 127er und das war super.
      Es gibt verschiedene Rückteile, u.a. eines mit einem ganz normalen Transporthebel, was ich vorziehen würde, geht einfach schneller und bequemer.
      Sie hat allerdings keinen eingebauten Belichtungsmesser.
    • Michael Sack schrieb:

      Ganz lieben Dank für eure Tipps und Anregungen - diese helfen mir sehr!

      Die Mamiya 7 (II) ist eine richtig schöne Kamera - leider gnadenlos out of budget.
      Die o.g. Hassi und Rolleiflex überschreiten leider auch mein Budget - außer ich mache einen guten Fang. Habe da aber leider wenig Glück und Geduld.
      Eine gut erhaltene Pentax 67 mit Optik kratzt an meinem Budget, die IIer ist leider zu teuer.
      Eine schöne Mamiya RB67 in allen Evolutionsstufen plus 50er Objektiv liegt absolut im Budget und ist gut im Gebrauchtmarkt vertreten. Das Drehrückteil gefällt mir sehr gut. Heißer Kandidat!
      In die Fuji G(S)W690 habe ich mich schockverliebt - gerade wegen ihrem Purismus und dem vertrauten KB-Seitenverhältnis. Leider leider ist der Gebrauchtmarkt hier sehr sehr dünn - auch im Ausland. Hier müsste auch noch ein anderer Vergrößerer her, da mein Dunco nur Negative bis 6x7 verarbeitet.

      Fazit: Ich werde nach einer GSW690 Ausschau halten. Ansonsten wird es wohl eine RB67 ProSD.

      Vielen Dank noch mal an alle!
      Michael
      Eine Rolleiflex SL66 Ausrüstung mit einem 4,0/50mm und 2,8/80mm Objektiv sollte in deinem Budget liegen.
      Hier ein Beispiel:
      assi-fot.de/Artikelauswahl
      ebay.de/itm/Rollei-Distagon-4-…&rt=nc&_trksid=m570.l1313
      Ich denke, mit etwas Geduld könnte es noch günstiger werden.
      Ein Handbelichtungsmesser ist allerdings Pflicht.

      Noch weitwinkliger (40mm) oder noch lichtstärker (2,8) liegt leider außerhalb deines Budget, zumindest bei 6x6cm und größer.
      Bei 4,5x6cm (Mamiya, Pentax) könnte es aber wieder klappen.
      Gute Fotos Friedhelm
    • Juergen Roesch schrieb:

      Ich wollte einmal schauen welche Reaktionen mein letzter Beitrag veranlaßte. Wie ich vermutete: Gesabbel ohne Inhalt. Darum schaute ich mich heute ein wenig weiter im Forum um.

      Auch hier, auf eine technische Frage folgt Gesabbel ohne wirklichen Inhalt und ohne auf den Fragesteller einzugehen. Ein Jeder meint etwas beitragen zu müssen. Darauf gehe ich gleich ein.

      Um auf die Frage zu antworten. Die Kamera bzw. das Kamerasystem das Michael Sack sucht gibt es im Mittelformat (analog) nicht. Er muß folglich Kompromisse eingehen.
      Sach mal Jürgen,

      wenn Du das sowieso alles doof findest, was hier so läuft, dann bleib doch einfach fern.
      Keiner hier braucht Deine Beschimpfungen und Dein oberlehrerhaftes Getöse.
      Bitte halte Dich daran oder wir helfen nach...
    • Juergen Roesch schrieb:

      Auch hier, auf eine technische Frage folgt Gesabbel ohne wirklichen Inhalt und ohne auf den Fragesteller einzugehen. Ein Jeder meint etwas beitragen zu müssen.


      Ich würde die gestellten Anforderungen, nur um es zu erwähnen, mit einer spiegellosen Digitalkamera aufnehmen. Damit belastet man sich am wenigsten mit der Technik und hat den Kopf für die Motive frei.
      Dann geh doch mal mit gutem Beispiel voran und sabbel selbst etwas weniger... Dein letzter Satz ist in einem Forum für analoge Fotografie ohnehin deplatziert.

      btw. Die von mir empfohlene Objektiv/Kamerakombination habe ich selbst schon so genutzt wie es der Fragesteller vorhat, sogar Freihand.
    • Michael Philipp Simon schrieb:

      Dein letzter Satz ist in einem Forum für analoge Fotografie ohnehin deplatziert.<br style="background-color: rgb(231, 233, 232);">


      Mit Verlaub Michael, deine Reaktion aber auch! Auch Digitales darf doch hier erwähnt werden., schliesslich haben wir so etwas hier: Scannen & Hybridtechnik
      --
      Daniel
      :D

      Flickr Digital

      Reject analog only. Go for analog AND digital!
    • Ich würde das Gewicht ein bisschen im Auge behalten.
      Auch wenn du mit Stativ fotografierst, muss der Kram ja trotzdem erstmal bis zum Motiv geschleppt werden. Eine 6x7er SLR und erst recht eine 6x8er SLR sind keine Leichtgewichte, die Rollei 66 auch nicht.

      Auch wenn man Zeit mitbringt, ist es gerade bei People/Portrait schon schön, wenn ein Belichtungsmesser eingebaut ist und Verschlussaufzug und Filmtransport koppelbar sind, sonst sind eine schöne Pose oder ein Gesichtsausdruck auch schnell mal verpasst.