Tetenal c41 als ONESHOT (?Mischungsverhältnisse?)

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    • ich kenn mich noch immer nicht so richtig aus.

      Ich habe noch nie einen Farbfilm entwickelt ... ein belichteter KB Film (100Asa) und ein MF Film (400 Asa) warten darauf entwickelt zu werden, die Chemie habe ich auch schon zu Haus (Tetenal).
      Mein Durchsatz ist auch eher (sehr) gering.
      Ich habe keinen Prozessor nur einen Paterson Tank.
      Für einen MF Film brauche einen halben Liter Chemie. Die Chemie die ich gekauft habe ist für einen Ansatz von einem Liter.

      Wie wäre jetzt der genaue Prozess

      • Ansatz der Chemie Entwickler Blix Stabi - wieviel "ml" für einen halben Liter Chemie ?
      • Einmalverwendung oder ist ein zweiter Film möglich.
      • wie lange entwickeln (bei 30 Grad) und vor allem wann und wie oft kippen ?



      danke
    • Toni.Leitner schrieb:

      ich kenn mich noch immer nicht so richtig aus.

      Ich habe noch nie einen Farbfilm entwickelt ... ein belichteter KB Film (100Asa) und ein MF Film (400 Asa) warten darauf entwickelt zu werden, die Chemie habe ich auch schon zu Haus (Tetenal).
      Mein Durchsatz ist auch eher (sehr) gering.
      Ich habe keinen Prozessor nur einen Paterson Tank.
      Für einen MF Film brauche einen halben Liter Chemie. Die Chemie die ich gekauft habe ist für einen Ansatz von einem Liter.

      Wie wäre jetzt der genaue Prozess

      • Ansatz der Chemie Entwickler Blix Stabi - wieviel "ml" für einen halben Liter Chemie ?
      • Einmalverwendung oder ist ein zweiter Film möglich.
      • wie lange entwickeln (bei 30 Grad) und vor allem wann und wie oft kippen ?



      danke

      War am Anfang auch etwas verwirrt.

      Wenn du dir aber die Zeit nimmst und den Threat genau durchliest und auch den Links folgst, sollten alle deine Fragen beantwortet sein.
    • "One Shot", so wie es Johannes angewendet hat, bedeutet, dass der Entwickler stärker verdünnt wird als eigentlich vorgeschrieben, was dann durch eine längere Entwicklungszeit ausgeglichen werden soll. Gleichzeitig bedeutet es, dass angebrochene Konzentrate aufgehoben werden und immer nur genau die Teilmengen an Konzentraten entnommen werden, die für den jeweiligen Einmalansatz erforderlich sind.

      Dieser Vorgehensweise liegt wohl die Annahme zugrunde, dass Konzentrate besser haltbar seien als Gebrauchs- bzw. Vorratslösungen. Man erhofft sich, dass man über einen langen Zeitraum immer frisch angesetzte Entwicklerlösung mit identischen Eigenschaften ansetzen kann. Wieso das mit der unterstellten besseren Haltbarkeit der Konzentrate nicht unbedingt so ist, habe ich weiter oben in diesem Thread schon erklärt.

      Wenn einem das Farbentwickler-Konzentrat langsam abranzt, ist logisch, dass sich negative Auswirkungen bei einer stark verdünnten Arbeitslösung wesentlich stärker bemerkbar machen als in einer regulär verdünnten. Es steht pro Volumen Flüssigkeit einfach eine viel geringere Menge aktiver Substanz zur Verfügung. Dieser hochverdünnte One-Shot-Prozess ist "auf Kante genäht" und jede Qualitätsveränderung beim Entwickler-Konzentrat wird direkt auf die Ergebnisse durchschlagen. Das wäre jedenfalls meine ERklärung für die Beobachtungen von Johannes.
    • @Toni

      Bei "sehr geringem Durchsatz" kann ich dir wirklich nur empfehlen, die paar wenigen Filme in ein Fachlabor zu geben! Der Aufwand der Selbstverarbeitung lohnt sich nur, wenn man zumindest die 1-Liter-Ansätze in halbwegs vernünftiger Zeit aufbraucht.

      Die kritische Untergrenze würde ich bei 1 Film pro Woche (oder ca. 8 Filmen in 2 Monaten) sehen. Man kauft sich dann einen 1-Liter-Kit von Digibase, das man in zwei 500er Aponorm-Flaschen aufteilt.

      Möglichkeit A
      Immer, wenn du zwei Filme zusammenhast, wird entwickelt. Zuerst Filme 1+2 (Flasche 1) mit der Standardzeit, dann Filme 3+4 (Flasche 2) mit der Standardzeit. Im zweiten Durchgang (Filme 5+6) wird die Lösung aus Flasche 1 mit Verlängerungsfaktor wiederverwendet, analog Filme 7+8 mit Flasche 2. Danach wird der Ansatz verworfen.

      Möglichkeit B
      alternativ kann man auch die Filme über 2 Monate sammeln und in einer großen Dose 2x4 Filme direkt hintereinander entwickeln, im zweiten Durchgang natürlich mit Verlängerung.

      Das wäre meine Empfehlung für ein "Minimal-Regime" bei der Selbstverarbeitung von C41, wenn man auf eine gewissen Konstanz und Qualität der Verarbeitung Wert legt. Wer noch weniger knipst, gibt die Filme besser zum Entwickeln ab.

      Die Ausnutzbarkeit von Bleichbad und Fixierer ist besser (ca. 20 Filme pro Liter), hier würde ich aber zu getrennten Bädern raten und kein Blix verwenden.

      Die gelegentlich propagierten Verfahren wie stärkere Verdünnung + one shot oder Ausnutzen des Entwicklers über die genannten 8 Filme pro Liter führen meines Erachtens zu qualitativen Einbußen. Ob das akzeptabel ist, darf natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
    • Hallo,

      was hier noch niemandem aufgefallen ist, dass beim Arbeiten mit stärker verdünnten Lösungen (Oneshot) der Ph-Wert sich weit vom vorgesehenen Parameter entfernt. Filme können so nicht Typgerecht entwickelt werden und es entstehen Farbabweichungen.
      Mit EBV kann man das wohl wieder ins Lot bringen, aber bei einer analogen Vergrösserung nicht.

      Da fällt mir ein... es gab einmal einen positiv Prozess Tetenal PK ( war noch zu EP2 Zeiten ) , da konnte man den Entwickler auf doppeltes Volumen verdünnen. Dafür war eine mitgelieferte Pufferlösung einzusetzen!

      Gruß
      Wolfgang