Endlich effiziente Farbstichkorrektur für meine Color-Negative :-)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Endlich effiziente Farbstichkorrektur für meine Color-Negative :-)

      Ich hab lange gesucht, viel gelesen und viel ausprobiert, nun habe ich endlich einen Weg gefunden, um meine gescannten Color-Negative einfach von Farbstichen zu befreien :thumbup:

      Christoph Künne empfiehlt in "Photoshop-Basiswissen, Retuschieren, Band 14" *, ua. die Selektive Farbkorrektur in Photoshop für die Bearbeitung von Farbstichen in Fotos.

      Hier können Schwarz, Grau, Weiß, Rot, Gelb, Grün, Cyan, Blau und Magenta jeweils mit den Reglern Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz abgestimmt werden.

      Zu Beginn kam ich damit nicht so richtig klar, eindeutig fehlt mir die Erfahrung mit der Farbfilterung in der Duka. :huh: Allerdings ist es einfach, wenn man systematisch vorgeht. Also zuerst Grau korrigieren, Regler von oben nach unten ziehen, jeweils solange es dem Bild gut tut. Dann Weiß und Schwarz. Damit lassen sich Farbstiche schon fein entfernen. Sollten weitere Anpassungen notwendig sein, geht es genauso mit den Farben weiter.

      Hier drei Beispiele.

      Ich bins für heute zufrieden und wir machen uns jetzt den Prosecco von Sylvester auf zur Feier :thumbsup:

      Kommentare sehr erwünscht, vielleicht können interessierte Kollegen aus der Farbduka erläutern bzw. ihren Workflow übertragen?

      Alle Fotos linear als 16-Bit gescannt und mit ColorPerfect konvertiert, dann Einstellungsebene Selektive Farbkorrektur, keine weitere Bearbeitung.

      --

      * Christoph Künne, Photoshop-Basiswissen, Retuschieren, Edition DOCMA, Band 14. Addison-Wesley, München, 2007. S. 28/29

      test2.jpg

      test1.jpg

      Wien, 2014


      --

      Kodak Portra 400
      Nikon F3/T
      Nikkor 35/1.4 Ai-S
      Negativentwicklung durch Fotolabor
      Gruß, Andreas
    • Guten Abend,
      ja, die selektive Farbkorrektur ist ein Klassiker. Mir persönlich ist das Dialogfeld zu komplex; dafür arbeite ich gerne mit der Einstellungsebene „Farbbalance“, die auch Mitten, Lichter und Tiefen getrennt beackern kann. Das müsste doch theoretisch Euren Farbmischköpfen nahekommen, oder?

      @Andreas: Dein Screenshot zeigt, dass Du das Bild in 8bit bearbeitest, und nicht in 16bit?

      Beste Grüße
      Carsten.


      PS CC Dialogfeld Farbbalance.png
      Gott grüß die Kunst!
    • Carsten Witt schrieb:

      Guten Abend,
      ja, die selektive Farbkorrektur ist ein Klassiker. Mir persönlich ist das Dialogfeld zu komplex; dafür arbeite ich gerne mit der Einstellungsebene „Farbbalance“, die auch Mitten, Lichter und Tiefen getrennt beackern kann. Das müsste doch theoretisch Euren Farbmischköpfen nahekommen, oder?

      @Andreas: Dein Screenshot zeigt, dass Du das Bild in 8bit bearbeitest, und nicht in 16bit?

      Beste Grüße
      Carsten.


      PS CC Dialogfeld Farbbalance.png

      Danke Carsten, ich hab den Screenshot nachträglich gemacht zur Demo, deshalb sind 8-Bit angezeigt :)
      Gruß, Andreas
    • Max Kettlitz schrieb:

      Eindrucksvoll. Beim ersten Beispielmag ich aber das erste Bild mehr als das zweite. Trotz deutlichem (rot? magenta? iregndwas) Farbstich. Als ob die Haare der Dame alles einfärben (ok, er ist etwas zu heftig, aber so kühl wie nach der Korrektur hat das Bild für mich seinen Charme gänzlich verloren...
      Hm, da lässt sich die Deckkraft der Einstellebene verringern, dann wird die Korrektur entsprechend abgeschwächt verrechnet. Oder eine Ebenenmaske dazu zur selektiven Anwendung ... Alles Geschmackssache natürlich :)
      Gruß, Andreas
    • Ob Farbkorrektur oder Farbbalance. Das Thema ist immer dann frustrierend wenn keine Referenz vorhanden
      ist. Zehnmal klappts irgendwie, beim Elften wieder gar nicht.

      Deshalb halte ich es für wichtig Profile für die unterschiedlichen Filme bereits beim Scannen einzusetzen.
      In Wirklichkeit passiert die ganze Zeit gar nichts - Jim Rakete 2007

      Bilder
    • Carsten Witt schrieb:

      Mir persönlich ist das Dialogfeld zu komplex; dafür arbeite ich gerne mit der Einstellungsebene „Farbbalance“, die auch Mitten, Lichter und Tiefen getrennt beackern kann.
      Die Farbbalance reicht leider in den meisten Fällen nicht aus: Wenn ich z.B. versuche, damit einen cyanstichigen Himmel zu korrigieren, bekomme ich unweigerlich einen Magentastich in allen anderen Bildbereichen, die einen ähnlichen Helligkeitswert haben. Da bietet die selektive Korrektur, wie sie Andreas vorschlägt, weitaus bessere Möglichkeiten.

      Im Übrigen scheint mir der Wert von Filmprofilen bei CN überschätzt zu werden. Mir ist zumindest noch keines untergekommen, welches für die Farbgebung aller Motive und Lichtsituationen zufriedenstellende Ergebnisse geliefert hätte - mit Serienscans ist hier nichts (Gescheites) zu machen. Das krasseste Beispiel in diesem Zusammenhang ist wohl der Ektar. Er kann großartige, in der Farbgebung unnachahmliche Ergebnisse bringen. Mindestens ebenso oft bin ich mit ihm aber offengestanden auch - trotz identischer Scan-Einstellungen - kläglich gescheitert...

      Gruß

      Michael
      „Ich bin Atheist, Gott sei Dank!“ (Dave Allen)
    • Hallo, ein auch für mich interessantes Thema. Hier führen tatsächlich viele Wege zum Ziel. Der einfachste ist, wenn man Photoshop besitzt, die Verwendung des A- / B-Kanals im "LAB-Modus". Dann hat man nur zwei Regler, mit denen man ausfiltert: A - Magenta gegen Grün und B - Blau gegen Gelb. ( fotografische.de/bildbearbeitung/negative-ausfiltern/ )
      Das ist die gleiche Technik wie im Farblabor. Für das eine Beispielbild habe ich drei Sekunden gebraucht.



      Bei diesem Beispiel zeigt sich auch eine Tücke: Offenbar stand hinter dem Fotografen ein Haus mit gelblicher oder rötlicher Fassade. Der Asphalt im Vordergrund ist daher nicht Grau bzw. sollte nicht zu einen solchen gemacht werden. Das Wasser darauf spiegelt eine Farbe wider. Hier darf man also nicht mittels Graupipette messen. Stattdessen kann man den Asphalt ganz hinten anmessen. Grundsätzlich sollte man aber immer per Auge ausfiltern (profilierter Monitor und wacher Geisteszustand) und nicht mittels Automatiken. Das geht oft schief.
      Dateien
      • test2b.jpg

        (87,03 kB, 49 mal heruntergeladen, zuletzt: )