SW-Vergrößerungen: Frage zu Multigrade Papieren OHNE Filter

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    • SW-Vergrößerungen: Frage zu Multigrade Papieren OHNE Filter

      Hallo zusammen,

      ich habe ein Problem beim Entwickeln von Ilford Multigrade Papieren mit dem Tetenal Eukobrom Entwickler. Da mir der Entwickler erst am letzten Freitag zugelaufen ist handelt es sich vielleicht um eine Deppenfrage, aber ich lasse es drauf ankommen:

      Ich möchte das Multigrade Papier von Ilford (Ilford MGIV Multigrade IV RC DE LUXE) ohne Filter im Vergrößerer nutzen. Jetzt habe ich schon gelesen, dass die Zeiten da recht kurz, teilweise unter 5 Sekunden sind. Also habe ich einen Teststreifen mit je 2s angefertigt. Blende am 50mm f16. Ergebnis: Alles Schwarz. Jemand eine Idee? Als Entwickler nutze ich den Tetenal EUKOBROM.

      Auf einem alten Papier, dass dem Vergrößerer beilag (Ilford Ilfospeed 5.1M) funktioniert alles einwandfrei. Zwar sind die Zeiten auf einem 13x18 Papier mit 6 Sekunden noch sehr kurz, aber das ändert sich vielleicht mit dem Einsatz der Filter noch ein wenig.

      Frage also: Müssen die Filter beim Multigrade genutzt werden? Oder müsste es von der Theorie auch ohne gehen?

      Viele Grüße und vielen Dank für Eure Infos.
      Thorsten
    • Es geht auch ohne die Filter. Das Papier ist aber auf den Lichtverlust durch den Filter ausgelegt. Das ist recht empfindlich, damit man auch mit Filter auf brauchbar kurze Belichtungszeiten kommt. Du könntest als erste Maßnahme einen Graufilter nutzen.

      Du solltest aber auch einen Schleiertest machen. Nicht dass dir das Papier durch für Multigradepapier unbrauchbare Beleuchtung zu schleiert, verdorben ist oder schon Licht gesehen hat.
    • ...ich belichte wenn irgendwie geht immer ohne Filter.
      Die Negative müssen allerding dann auch passen, für mich "im Mittel" sein, also nicht zu dicht und nicht zu dünn.
      Beispiel: 6x6 auf 24/30 21x21, f 105mm, Blende 8, Zeit 5,5-7 Sekunden. Ohne Filter!
      KB auf 18/24 auf 16x22, f 80, Blende 8, Zeit so um 10 Sekunden - schomma was länger...
      Immer auf Ilford MG WA, früher auch Ilford MG IV, da aber (höhere Empfindlichkeut) ca. Faktor 1,3 kürzer.
      Entwickler immer Neutol WA (oä).
      Wenn Du bei Deinen Versuchen ein schwarzen Blatt erhältst, ist - denke ich - was mit dem Papier nicht in Ordnung.
      Außerdem gibt es keine Deppenfragen, sondern höchstens dumme Antworten... :thumbup:
      Gruß aus Köln
      Michael
    • Henning Hagedorn schrieb:

      Bei 13x18 ohne Filter sind die Zeiten schon sehr kurz.
      Was nutzt Du für einen Vergrößerer?
      Hast Du die Möglichkeit, ein anderes Leuchtmittel einzubauen? Hat der Vergrößerer vielleicht einen Dichtefilter?

      Hallo Henning,

      der Vergrößerer ist ein Presenta 6006 identisch mit Kaiser VC 60. Ich schau morgen mal was für ein Leuchtmittel drin ist. Als Ersatz liegt auf jeden Fall eine Osram 4613 bei (75W), da gehe ich davon aus, dass diese auch verbaut ist. Dichtefilter ist nicht verbaut. Werde morgen mal schauen wie das Ergebnis aussieht, wenn ich einen ND-Filter unter halte.

      Lutz Schmidt schrieb:

      Wenn Du einen Farbmischkopf benutzt, dann dreh alle 3 Farbfilter mit identischen Werten rein.
      Das ist dann quasi ein stufenloser Dichtefilter.
      Es ist ein SW-Kopf.

      Viele Grüße
      Thorsten
    • So, ich wollte mal kurz ein Update geben. Erst einmal: Die Abzüge werden langsam was, auch auf dem Multigrade Papier. Eine mögliche Fehlerquelle: Unter dem eingeschwenkten Rotfilter des Vergrößerers hat das Papier bereits entwickelt. Ohne den Rotfilter konnte ich zumindest eine Belichtungsreihe bis 8sec machen, danach war alles Schwarz.

      Dann habe ich einen Multigrade Filter +3 eingesetzt. Nach dem was ich so recherchiert hatte soll bis einschließlich +3 keine Belichtungskorrektur notwendig sein. Bei mir hat sich allerdings eine deutliche Korrektur ergeben, so dass ich jetzt eine komplette Belichtungsreihe (2sec - 12sec) machen konnte.

      Ansonsten hatte ich bis dato immer nur einen Teil des 13x18 Papiers belichtet, weil ich ja rundherum einen Rahmen eingesetzt hatte. Nachdem ich den Kopf weiter nach oben verschoben habe um das komplette Papier zu belichten bin ich bei meinem finalen Bild auf eine Belichtungszeit von 16sec gekommen. Damit bleibt sogar noch Zeit einzelne Bereiche abzuwedeln.

      Morgen werde ich mal meinen Scanner anschließend und das ganze Leid mit Bildern dokumentieren.

      Viele Grüße
      Thorsten
    • Du hattest den Kopf so weit unten, dass Du nur einen Teil von 13x18 ausgeleuchtet hast? Dann sind die Zeiten natürlich wirklich extrem kurz.
      Bei den Einlegefiltern ist es so, dass die Filter von 00 bis 3 alle mit der gleichen (zumindest mit einer ähnlichen Zeit) genutzt werden können. Gradation 4 und 5 sind so dicht, dass man die Zeit verdoppeln muss. Das ist bewusst so gewählt, weil bei diesen Gradationen bereits kleinere Änderungen der Belichtungszeit zu deutlichen Veränderungen des Bildes führen.
      Alle Filter benötigen aber eine andere Zeit als bei der Belichtung ohne Filter.