Durst A600 (1970) mit LED Flächenleuchte (2017) - sinnvoll oder nicht?

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    • Durst A600 (1970) mit LED Flächenleuchte (2017) - sinnvoll oder nicht?

      Es ist bis jetzt eher eine Baustelle: der Versuch, einem alten aber soliden A600 die modernste Lichtquelle zu "implantieren".


      Es gibt ja so einiges im Netz an LED-Licht für Vergrößerer, von selbst gebaut bis zum fertigen Hi-Tec LED-Block, der unter anderem regelbar ist für Variokontrast:
      heilandelectronic.de/led_kaltlicht/lang:de


      Ich hab eine sehr billige Variante gebastelt:
      Standard LED-Panel für unter 10€
      amazon.de/Liqoo-Einbaustrahler…fRID=B7BPN1WM107E1BE7ZCBH
      ...die zweitkleinste Größe hat 9W und eine Leuchtfläche von über 9x9cm, das reicht also bis 6x9 Negative.
      Allerdings musste ich vom Rahmen (14,5x14,5cm) etwas absägen, damit der Flächenleuchter in den Kondensor-Schacht vom A600 passt (ca. 14x12,5cm)
      LEDpanel-durstA600_2.JPGLEDpanel-durstA600_3.JPG

      Ein Praxis-Test steht noch aus.
      Prinzipielle Vorteile sind zB
      - sehr gleichmäßig, null Randabschattung
      - wenig Strom und vor allem wenig Wärme


      Allerdings ist mir inzwischen eingefallen, dass sich bei Negativen die Vignettierung der Kamera und die des Vergrößerers zumindest tendenziell gegenseitig ausgleichen.


      Wirklich interessant ist LED-Licht, wenn es die Farben wechseln kann. Es gibt solche billigen Panele die drei Lichtfarben haben, kaltweiß-warmweiß-warmgelblich, die lassen sich nacheinander durchschalten.
      Das wird für Vario-Kontrast kaum was bewirken... aber wenn man stärkeren Farbwechsel hätte, wäre es ein echter Vorteil, könnte zum Teil die Funktion eines Farbmischkopfs übernehmen.. Das gibts aber wohl bis jetzt nur in teuer (s.o. Heiland)
    • Ich weiß zwar noch nicht wirklich was daraus wird, aber hier ist die zweite Version (bzw ein erstes modell davon):

      - Ein stärkeres Panel mit 24 direkt strehlenden LEDs, also ohne eingebaute Diffusor Leuchtplatte.
      Das Panel misst 12x12cm und passt EXAKT in eine Danofi Filterschublade. Das finde ich besonders schön...
      (Ebay Artikel 171776931730)

      - Eine selbst gebaute Lichtbox mit weißer Teflon Scheibe als Diffusions-Platte. Letztere gibts sehr preiswert bei ebay, ich werde 0,5mm und 1mm ausprobieren. Abgebildet ist ein erstes modell aus schlechter Wellpappe, aber mit dem Teflon Diffusor, 0,5mm.

      durstA600-Danofi-12x12_LEDpanel18W-12x12_038_kl.jpgdurstA600-Danofi-12x12_LEDpanel18W-12x12_039_kl.jpgdurstA600-Danofi-12x12_LEDpanel18W-12x12_040_kl.jpgdurstA600-Danofi-12x12_LEDpanel18W-12x12_041_kl.jpg
    • Diese LED-Birnen sind unterschiedlich gut oder schlecht opalisiert. Außerdem haben viele davon Einschalt- und Ausschaltverzögerungen, die im Sekundenbereich liegen. Letztlich passen die Multigradefilter nicht richtig zum Spektrum der LED-Birnen. Ich habe bisher nur eine LED-Birne gefunden, die sich als halbwegs brauchbar herausgestellt hat und die ist mit 720 lm relativ schwach. Eine 75 W Glühbirne ist da 2/3 Blendenstufen heller. Mit Kontrastfilter 5 werden die Belichtungszeiten sehr lang. Dafür bleibt das Negativ aber völlig kalt und biegt sich nicht durch.


      Viele Grüße

      Runhild
    • LED als E27 ist ja eigentlich auch nicht das was an LED interessant ist, nämlich recht helle und dabei relativ kühle Flachenleuchten, die gleich mehrere Bauteile eines Vergrößerers ersetzen könnten: Lichtquelle, Kondensoren oder Mischboxen.
      Und wenn die LEDs die Farben C, M, Y oder auch die für Multikontrast nachahmen könnten, würden die LEDs auch Mischkopf und/oder Variokontrastkopf ersetzen.

      Der LED-Markt boomt scheinbar, jede Woche seh ich neue Versionen, auch mit Farbwechsel. Ich hab allerdings keine Ahnung, was nötig ist, um einem billigen LED Panel genau diese Farben beizubringen, wieviel Kenntnisse und welche Geräte...
      Falls es da Neuigkteiten gibt bin ich auch sehr interessiert.

      Die Bastelei mit LEDs interessiert mich wegen der neuen Technik. Wenn heute ein neuer Heim Vergrößerer gebaut werden würde, wäre das neue Leuchtmittel sehr naheliegend.

      Aber aus praktischen Gründen hab ich meinem A600 inzwischen einen anderen Durst Farbkopf eingepflanzt
      Farbmischkopf CLS 66 im A600 - Umbau und Einbau
    • Hans Wöhl hat einen solchen Umbau mit einem Durst M301 hier vorgestellt.Ich habe den Beitrag jedoch spontan nicht zur Verfügung. Das Ganze wurde mit einem LED-Panel aus China realisiert. Mir fehlen die Programmierkenntnisse, um solch ein LED-Panel mittels Arduino oder Raspbery Pi an zu steuern, der Gedanke fasziniert mich jedoch bereit, seit dem ich oben genannten Beitrag gelesen habe.

      Sollte hier jemand irgendeinen Link zur Programmierung eines YMC-LED Panels für Vario-Contrast Belichtung haben, wäre ich dankbar.
    • Programmieren ist ziemlich einfach zu lernen. Es gibt etliche Bücher, aus denen man das Programmieren des Arduinos oder eines RPis lernen kann. Wen man einmal den Bogen heraus hat, ist das spannender, als jeden Computerspiel.

      Ich verwerfe übrigens nicht die Lichtmischbox, sondern beleuchte sie mit LED-Modulen. Das erspart dann die Arbeit, eine gleichmäßig, flächige Ausleuchtung zu bauen.

      Ideal wäre ein OLED-Modul. Man hat dann RGB und kann die Pixel alle einzeln ansteuern und so eine ganz gleichmäßige Ausleuchtung programmieren. Durch Steuerung der Pixel könnte man sich sogar das Abwedeln, bzw. Nachbelichten sparen. Leider gibt es die Module nicht für den gewöhnlichen Bastler zu kaufen, da Apple alle Produktionslinien für dumme Smartphones belegt.


      Viele Grüße

      Runhild
    • Runhild Hellmich schrieb:

      Diese LED-Birnen sind unterschiedlich gut oder schlecht opalisiert. Außerdem haben viele davon Einschalt- und Ausschaltverzögerungen, die im Sekundenbereich liegen. Letztlich passen die Multigradefilter nicht richtig zum Spektrum der LED-Birnen. Ich habe bisher nur eine LED-Birne gefunden, die sich als halbwegs brauchbar herausgestellt hat und die ist mit 720 lm relativ schwach. Eine 75 W Glühbirne ist da 2/3 Blendenstufen heller. Mit Kontrastfilter 5 werden die Belichtungszeiten sehr lang. Dafür bleibt das Negativ aber völlig kalt und biegt sich nicht durch.


      Viele Grüße

      Runhild
      Meine Erfahrungen sind etwas andere. Mit einem 4000K LED-Leuchtmittel (Osram LED Star Clasisc A cool white) und Filterfolien kann ich das volle Spektrum von 0 bis 5 darstellen. Die Stufen im mittleren Bereich sind ggü. einer klassichen Opallampe etwas verschoben. Filter Nr. 2 entspricht Filter Nr. 2 1/2 mit Opallampe. Die Belichtungszeiten mit dem LED-Leuchtmittel (100 Watt äquivalent, 1500 Lumen) sind ungefähr halb so lang wie mit der 150-Watt-Opallampe. Mit Kontrastfilter 5 ist die LED sogar 1,5 Blenden heller als die 150-Watt-Opallampe. Zum Thema Einschaltverzögerung kann ich nichts beisteuern. Laut Hersteller-Angaben liegt die im Bereich von Sekundenbruchteilen. Nach meiner Meinung nicht praxisrelevant. Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung mit dem Kondensorsystem (Magnifax 4) ist sehr gut.
    • Guter Hinweis. Da werde ich auch mal mit 4000 K experimentieren. Mein Test ist etwa 9 Monate alt. Seit dem sind viele neue Modelle auf den Markt gekommen. Vielleicht findet sich ja inzwischen etwas, was alle meine Kriterien erfüllt und eine Opalglühbirne ersetzen kann.

      Im Augenblick habe ich auch eine RGBW-LED Birne bei mir liegen. Ich weiß noch nicht, ob sie sich sinnvoll einsetzten lässt. Ich habe noch keine Zeit gefunden, damit zu experimentieren.

      Viele Grüße

      Runhild
    • Jochen Schmitt schrieb:

      Meine Erfahrungen sind etwas andere. Mit einem 4000K LED-Leuchtmittel (Osram LED Star Clasisc A cool white)
      ...

      Beim einfachen Austauschen einer Opalbirne gegen eine der vielen Varianten von LED im Glühbirnen-Format wird ja am Kondensor System nichts geändert... Falls es LED auch als Halogen-Spiegelbirne geben sollte kann man das analog auch probieren... Es kann aber nicht die technische Innovation sein, die ein Panel direkt oder sehr nah über dem Negativ darstellt.

      Trotzdem hab ich das aus Neugier mal probiert, aber bis jetzt auch keine E27 LED Birne gefunden, die das könnte, alleine wegen der Abstrahlung die nicht rundum 360grad war, weil die so einen "Kragen" hatten.
      Die Osram muss ich mir mal ansehen..
    • Martin Reg schrieb:

      Jochen Schmitt schrieb:

      Meine Erfahrungen sind etwas andere. Mit einem 4000K LED-Leuchtmittel (Osram LED Star Clasisc A cool white)
      ...
      Beim einfachen Austauschen einer Opalbirne gegen eine der vielen Varianten von LED im Glühbirnen-Format wird ja am Kondensor System nichts geändert... Falls es LED auch als Halogen-Spiegelbirne geben sollte kann man das analog auch probieren... Es kann aber nicht die technische Innovation sein, die ein Panel direkt oder sehr nah über dem Negativ darstellt.

      Trotzdem hab ich das aus Neugier mal probiert, aber bis jetzt auch keine E27 LED Birne gefunden, die das könnte, alleine wegen der Abstrahlung die nicht rundum 360grad war, weil die so einen "Kragen" hatten.
      Die Osram muss ich mir mal ansehen..

      Bei dem Thema Abstrahlwinkel sprichst du einen wichtigen Punkt an. Da gibt es natürlich einen fundamentalen Unterschied zwischen klassischer Opallampe (Punktstrahler) und LED-Birne (gerichtetes Licht). Trotzdem glaube ich nicht, dass die LED-Birnen unbedingt einen Abstrahlwinkel von 360 Grad brauchen. Die genannte Osram hat einen eher schmalen Abstrahlwinkel (genaue Werte müsste ich nachschauen). Beim Magnifax hängt die Lampe aber ohnehin senkrecht in einem geschwärzten Gehäuse direkt über dem ersten Kondensor. Bei einer klassichen Opallampe wird von daher ja auch nur ein Teilausschnitt des Lichts vom Kopfbereich der Birne genutzt. Wenn der Abstrahlwinkel der LED zu weit ist, verschwendet man meiner Meinung nach nur Licht. Ein eher enger Abstrahlwinkel, im Idealfall weit genug, um den vollen Querschnitt des Gehäuses auszuleuchten, scheint mir besser und effizienter. Das ist nur meine zugegebenermaßen laienhafte Einschätzung, aber bei meinem VG funktioniert es in der Praxis. Die 150-Watt äquivalente LED halbiert die Belichtungszeiten ggü einer 150 Watt Opallampe. Da die Lichtführung in den Kondensorsystemen recht unterschiedlich ist, wird man hier allerdings keine Verallgemeinerungen anstellen können. Man muss schauen, dass man eine Lampe findet, die zum System passt. Zum Teil findet man ja Tests, in denen Abstrahlwinkel gemessen und grafisch dargestellt werden. In meinem L138 werkelt jetzt auch eine LED-Lampe (Typ G120), das scheint so weit auch zu funktionieren, wenn man die Lampe horizontal montiert.