Cyanotypie - kleine Lösungsansätze

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    • Cyanotypie - kleine Lösungsansätze

      Im Internet findet man leicht Ansätze für die klassische Cyanotypie.
      Beispiel: wp.radiertechniken.de/edeldruckverfahren-iii/cyanotypie/
      Lösung 1
      50 gr grünes (!!) Ammoniumeisen(III)-citrat (Ammoniumferrizitrat) in 0,5 Liter Wasser auflösen.

      Lösung 2:
      20 gr Kaliumhexacyanidoferrat(III) (Rotes Blutlaugensalz, Kaliumferrizcyanid) in 0,5 Liter Wasser auflösen.

      Die entstehenden Mengen an Farbstoff sind sehr groß. Man muss dann die Reste in Flaschen auffüllen, um sie aufzubewahren, und sie sind nicht sehr lange haltbar.

      Ich habe versucht, es zu skalieren.
      Das Problem: Die Mengen werden ungenauer, wenn man nicht gerade eine Prezisionswaage hat.

      Ich skalierte zunächst einfach:

      Lösung 1
      5 gr grünes (!!) Ammoniumeisen(III)-citrat (Ammoniumferrizitrat) in 50 ml Liter Wasser auflösen.
      Lösung 2:
      2 gr Kaliumhexacyanidoferrat(III) (Rotes Blutlaugensalz, Kaliumferrizcyanid) in 50 ml Liter Wasser auflösen.

      Das Ergebnis: Ich bekam ziemlich blasse Ergebnisse.

      Ich änderte zu:

      Lösung 1
      7,5 gr grünes (!!) Ammoniumeisen(III)-citrat (Ammoniumferrizitrat) in 30 ml Wasser auflösen.
      Lösung 2:
      3 gr Kaliumhexacyanidoferrat(III) (Rotes Blutlaugensalz, Kaliumferrizcyanid) in 30 ml Wasser auflösen.

      Vor Gebrauch mischen.

      Das reichte bei mit für ca. 15 ... 20 Blätter A4.
      Die Menge ist von der Papiersorte abhängig. So hatte ich eine Sorte sehr stark saugendes Papier, bei dem ein Blatt ungefähr die Hälfte des Ansatzes bekam. Es wurde sehr ungleichmäßig.
      Ich legte es dann zusammen und tränkte es mit Wasser, dadurch verteilte sich die Lösung gleichmäßig im Papier.

      Normalerweise streiche ich das Papier mit einem relativ kleinen Pinsel ein.

      [IMG:https://farm5.staticflickr.com/4220/34931569650_3a83441acc_n.jpg]Zwei Tipis auf Spielplatz in Dresden by Bernd Hutschenreuther, auf Flickr
      mit 50 ml verdünnt

      [IMG:https://farm5.staticflickr.com/4265/35672512656_99de0c5926_n.jpg]Schloss Eckberg, Dresden by Bernd Hutschenreuther, auf Flickr
      mit 30 ml verdünnt

      Der große Vorteil: Es bleiben keine Reste, ich brauche nichts zum haltbar machen.
      Der Toleranzbereich scheint recht groß zu sein, denn es gibt abweichende Rezepte mit anderen Mengenverhältnissen.

      Bemerkung:
      Das ist der klassische Lösungsansatz, aber nicht der ursprüngliche von Herschel.

      spektrum.de/lexikon/physik/herschel/6655
      Herschel verwendete gelbes Blutlaugensalz.