Selbstbau eines Großformat-Vergrößerers unter Nutzung der vorhandenen Kamera

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    • Selbstbau eines Großformat-Vergrößerers unter Nutzung der vorhandenen Kamera

      Hallo,

      die Idee, die vorhandene Kamera auch zur Vergrößerung zu nutzen ist ja uralt.

      Ich habe nun das entdeckt und wenn man sieht, wie platzsparend es sein kann, lohnt es darüber nachzudenken.



      Das meiste habe ich verstanden, leider nicht alles, so gut ist mein Englisch nicht.

      Die Fragen, die ich mir stelle und vielleicht kann jemand helfen:

      Funktioniert das alles auch mit Multigrade ?

      Was wäre heute die ideale Beleuchtung, energiesparend, geringe Wärmeentwicklung, richtiges Spektrum ?

      Würde mich freuen, wenn sich jemand auskennt und sein Wissen teilt.

      Wer da etwas probiert hat und schlechte Erfahrungen gesammelt hat, bitte auch berichten. Das hilft Fehler zu vermeiden.

      Viele Grüße

      Ralf
    • Hallo,

      entscheidend ist bei LEDs für Fotozwecke immer die Farbtemperatur und der Ra-Wert, also der Farbwiedergabeindex. Beides ist in der Beschreibung der Leuchtplatte angegeben.

      Die Farbtemperatur von 5600 K passt nicht zu den Mulltigradefiltern von Ilford. Die Fillter werden für eine Farbtemperatur von 2700 K und einem Ra-Wert von 99 gebaut. Die Negative müssten sehr weich entwickelt werden, um auf eine normale Kontrastwiedergabe zu kommen.

      Außerdem wird es Probleme bei kurzen Belichtungszeiten geben. Die Vorschaltelektronik führt oft zu einem verzögertem Einschaltverhalten, sodass kurze Zeiten ungenau werden.

      Die angegebene Leistung von 7,2 W ist zu schwach für die Flache. Das Bild wird sehr dunkel, wenn man es etwas größer haben will. Das löst dann natürlich das Problem der Kurzzeitbelichtungen.


      Viele Grüße

      Runhild
    • Hallo,

      entscheidend ist bei LEDs für Fotozwecke immer die Farbtemperatur und der Ra-Wert, also der Farbwiedergabeindex. Beides ist in der Beschreibung der Leuchtplatte angegeben.

      Die Farbtemperatur von 5600 K passt nicht zu den Mulltigradefiltern von Ilford. Die Fillter werden für eine Farbtemperatur von 2700 K und einem Ra-Wert von 99 gebaut. Die Negative müssten sehr weich entwickelt werden, um auf eine normale Kontrastwiedergabe zu kommen.

      Außerdem wird es Probleme bei kurzen Belichtungszeiten geben. Die Vorschaltelektronik führt oft zu einem verzögertem Einschaltverhalten, sodass kurze Zeiten ungenau werden.

      Die angegebene Leistung von 7,2 W ist zu schwach für die Flache. Das Bild wird sehr dunkel, wenn man es etwas größer haben will. Das löst dann natürlich das Problem der Kurzzeitbelichtungen.


      Viele Grüße

      Runhild
    • So interessant die Möglichkeit auch ist die Kamera auch als Teil des Vergrößerers zu nutzen, so schwierig finde ich die Umsetzung.

      Würde ich in das entsprechende Großformat einsteigen wollen, so würde ich mir einen entsprechenden Vergrößerer suchen, mit Wartezeit ist mir bisher alles günstig vor die Füße gefallen, was ich mir an Fotogeraffel gewünscht habe. Die LED Kaltlichtquelle würde ich mir dann zusammensparen. Heiland bringt echt Erlösung im Fotolabor und das LED Kaltlicht ist sogar für Teufel Vergrößerer verfügbar. :) Nur meine persönliche Meinung.

      Wenn Du Interesse an der Bauanleitung hast, dann schick mir eine PN.

      Gruß

      Markus

      Runhild Hellmich schrieb:

      Außerdem wird es Probleme bei kurzen Belichtungszeiten geben. Die Vorschaltelektronik führt oft zu einem verzögertem Einschaltverhalten, sodass kurze Zeiten ungenau werden.
      Das könnte man mit einem vorgeschaltetem Verschluß lösen.
    • Runhild Hellmich schrieb:

      Hallo,

      entscheidend ist bei LEDs für Fotozwecke immer die Farbtemperatur und der Ra-Wert, also der Farbwiedergabeindex. Beides ist in der Beschreibung der Leuchtplatte angegeben.

      Die Farbtemperatur von 5600 K passt nicht zu den Mulltigradefiltern von Ilford. Die Fillter werden für eine Farbtemperatur von 2700 K und einem Ra-Wert von 99 gebaut. Die Negative müssten sehr weich entwickelt werden, um auf eine normale Kontrastwiedergabe zu kommen.

      Außerdem wird es Probleme bei kurzen Belichtungszeiten geben. Die Vorschaltelektronik führt oft zu einem verzögertem Einschaltverhalten, sodass kurze Zeiten ungenau werden.

      Die angegebene Leistung von 7,2 W ist zu schwach für die Flache. Das Bild wird sehr dunkel, wenn man es etwas größer haben will. Das löst dann natürlich das Problem der Kurzzeitbelichtungen.


      Viele Grüße

      Runhild
      Lange Belichtungszeiten sind ja kein Problem, solange man nicht 10 Minuten für ein Foto braucht.
      Könnte man nicht einfach einen Farbtemperaturfilter hinter die Linse schrauben/legen? So in Richtung Gelb / Dunkelgelb? Dass man zumindest in die richtige Richtung kommt. Die Multigradefiler sind aber nicht wirkungslos bei 5600 K, sondern wirken nur anders als gedacht, oder?

      Ich finde das auf jedenfall spannend und werde das testen. Ich habe mir die Leuchtplatte mal bestellt, da ich mir sowieso eine zum Betrachen von Dias und Negativen kaufen wollte. Wenn das ganze nicht sinnvoll funktioniert, habe ich wenigstens mal eine Leuchtplatte. Witzigerweise habe ich exakt die gleiche Kamera wie der im Video, nur steht bei mir Toyo drauf :) Ich würde allerdings einfach nur die Mattscheibe ausbauen und dann eine klare AN-Scheibe drauf legen.
      ,,Sure, just cut them up like regular chickens"
    • Hallo,

      danke Runhild für die sehr informativen Beiträge. Das hilft einem schon bestimmte Sachen zu bewerten.


      Markus, das was ich da von Heiland bräuchte, würde über 2000 € kosten, das ist mir zu heftig, zumal es bei mir nur Hobby ist.


      Wenn ich relativ lange Belichtungszeiten in Kauf nehme, könnte das hier vielleicht besser funktionieren.

      ebay.de/itm/282025392226?_trks…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

      Bei 2800 - 3500 K - Ra habe ich jetzt nicht gefunden.


      Viele Grüße

      Ralf
    • An sich sollte man die Kaltlichtequelle aus einzelnen High-Power-Leds selber konstruieren. Ich würde eine Matrix aus roten, grünen und blauen Einzel-Leds nehmen. Man kann die Wellenlänge durch Auswahl der Leds genau auf das Papier abstimmen. Wenn man die Farbkanäle einzeln ansteuert, kann man beliebig die Graduation ohne Filter steuern. Extrem praktisch finde ich inzwischen die Belichtung aus dem Rotlicht heraus zu starten. Das heißt man platziert Hände und Masken zum Abwedeln/Nachbelichten unter Rotlicht und man braucht nicht erst den Rotfilter herauszuschwenken. Wenn man alles selber konstruiert, hat man auch keine Probleme mit langsamer Vorschaltelektronik.
      Ich würde allerdings versuchen einen Großformatvergrößerer zu bekommen. Denn die Kaltlichtlichtquelle mit Ansteuerelektronik bietet schon genug Bastelvergnügen.
    • Ralf Kraemer schrieb:

      Hallo,

      danke Runhild für die sehr informativen Beiträge. Das hilft einem schon bestimmte Sachen zu bewerten.


      Markus, das was ich da von Heiland bräuchte, würde über 2000 € kosten, das ist mir zu heftig, zumal es bei mir nur Hobby ist.


      Wenn ich relativ lange Belichtungszeiten in Kauf nehme, könnte das hier vielleicht besser funktionieren.

      ebay.de/itm/282025392226?_trks…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

      Bei 2800 - 3500 K - Ra habe ich jetzt nicht gefunden.


      Viele Grüße

      Ralf
      Wie wärs damit: de.paulmann.com/leuchten/einba…itzwassergeschuetzt/92069
      ,,Sure, just cut them up like regular chickens"
    • Ich habe mal mit einer Durchlichteinheit von einem alten HP-Scanner und einer alten 9x12 Balgenkamera versucht, so etwas wie einen Vergrößerer zu basteln. Die Durchlichteinheit ist auch mit EL-Folie realisiert. Da sie eine rel. lange "Aufwärmzeit" braucht, bis sie wirklich weiß leuchtet, kommt man um einen Verschluß nicht herum (ist ja gegeben bei der Kamera). Allerdings darf man auch keine Wunder hinsichtlich der Helligkeit erwarten. Aber man hat dann viiiieeel Zeit zum Abwedeln... ;)