R09 one shot abgeranzt

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    • Hallo Volker,

      kein Problem und dass aus Deiner Schreibe kein Bashing kommt ist eh klar ;)

      Bedanken möchte ich mich aber im Namen des Forums mal bei Mirko, der immer wieder mal vorbeischaut, auch wenn man ihn ruft, um mit seinem Fachwissen für Erleuchtung zu sorgen.

      Das ist nicht selbstverständlich und deshalb

      DANKE :!:

      Gruß Ralph
    • Danke Ralph für die änderung des Titels.

      Zitat (ich komme mit der zitieren-Funktion irgendwie nicht klar)


      Vielleicht könntest Du noch ein paar Worte verlieren zu den Unterschieden der in Deinem Shop angebotenen "Adonal" und "Rodinal". Danke.


      Diese beiden sind identisch. Die unterscheidlichen Bezeichnungen sind historisch gewachsen. Rodinal hatte sich ja vorrübergehend totgelaufen, da er zwar von der AgfaPhoto Holding lizensiert aber vom Lizenznehmer nicht genutzt worden ist. Gleichzeitig durfte der aber keine Unterlizenzen vergeben, denn das sieht der Vertrag zwischen Agfa und der AgfaPhoto Holding nicht vor. So kam es dass diejenigen, denen etwas an der Weiterführung von Rodinal gelegen war, den Namen nicht nutzen konnten. Auch nicht gegen Entgeld. In der Zeit haben wir ADONAL eingeführt. 10 Jahre später hat sich der "Knoten gelöst" und wir haben wieder auf Rodinal umgestellt.
      ABER: Inzwischen ist ADONAL bekannter und weiter verbreitet als Rodinal!
      Also lassen wir beides laufen mit identischem Inhalt, gleichem Preis und zwei Namen :)




      Viele Grüße,

      Mirko
      www adox.de | www.fotoimpex.de
    • Hallo Achim,

      vergiss bitte diesen Photoscala Artikel.
      Er ist 7,5 Jahre alt und inzwischen völlig veraltet. In dem Werk in Vaihingen werden schon seit Jahren keine Fotochemikalien mehr produziert.
      R09 One Shot wird mittlerweile längst von einem anderen Unternehmen produziert, und ist nicht mehr die letzte original Agfa Rezeptur, sondern ein "Nachbau" (wurde mir seinerzeit auch von Compard bestätigt).

      Beste Grüße,
      Henning
    • Tja, irgendwo muss ja die Verwechslung zwischen Rodinal und R09 one shot begründet sein.
      Wenn in den Angeboten dazu steht
      "..ein traditioneller Einmalentwickler für Schwarzweiß Filme nach original Rodinal Rezeptur",
      braucht man sich nicht zu wundern, dass geglaubt wird, dies sei gleich Rodinal.

      Der Depp bei diesem Namensmissbrauch ist der Anwender, wie man mal wieder sieht.

      Gruß

      Joachim
    • Ich sehe werde bei Rodinal noch bei R09 Angaben, dass der Entwickler jahrzehntelang haelt.

      Wenn kleine Mengen Entwickler in einer grossen Plastikflasche vor sich hin gammeln, waere es doch angebracht erstmal einen Test zu machen. Gerade wenn man ein "alter Hase" ist.
      Bzw kann man sich die Zeit fuer einen Test sparen und fuer einen guenstigen Preis einfach eine neue Flasche kaufen. Ist doch abzusehen, dass der Entwickler nicht mehr taugt. Am falschen Ende gespart.
    • Ich benutze Ado-Rodi oder das von Tetenal Paranol um Filme für einen Freund zu entwickeln. Ich kann es mir nicht erlauben einen seiner Filme zu versauen weil der Entwickler abgeranzt ist. Von der größe am besten passt Paranol mit 250ml. 500 zu viel und 100 zu wenig aber auch als es nur 500 ml Flaschen gab, was älter als ein Jahr offen war ging weg.
      Eines habe ich aber nie verstanden, man steckt viel Zeit und Geld in Ausrüstung, Aufnahme und Verarbeitung um dann seine Filme steinalter Chemie anzuvertrauen? Das ist mutig.
      Ich würde es nicht mal nehmen wenn der Hersteller 5 Jahre Garantie auf geöffnete Flasche geben würde. Was nützt das bei versautem Film?
      Übrigens ist der Freund überwiegend im nahem Osten und Afrika unterwegs, allein das er da fotografiert ist es wert seinen Filmen die allerbeste Behandlung
      zukommen zu lassen, in frisch gekauftem Entwickler und nicht einem altem Zeug.
    • Martin Hess schrieb:

      . . .

      Eines habe ich aber nie verstanden, man steckt viel Zeit und Geld in Ausrüstung, Aufnahme und Verarbeitung um dann seine Filme steinalter Chemie anzuvertrauen? Das ist mutig.
      . . .

      Man muss das Kind nicht mit dem Bade ausschütten und sollte bei der Handhabung von Chemie auch keine dunkle Sonnenbrille aufsetzen. Ich kontrolliere mein Entwickler auf Verfärbung, bevor ich sie einsetze. Bei Klassikern wie Rodinal und D76/ID11 reicht das. Bei mir unbekannten oder auch neu erzeugten Entwicklern erkundige ich mich nach der Haltbarkeit (der Komponenten) . . .
      Mit Gruß

      Jochen
    • Joachim Mueller schrieb:

      "..nach original Rodinal Rezeptur",
      braucht man sich nicht zu wundern, dass geglaubt wird, dies sei gleich Rodinal.

      Der Depp bei diesem Namensmissbrauch ist der Anwender, wie man mal wieder sieht.

      Gruß

      Joachim
      Rodinal Original Rezeptur ist z.B. für alles was von Calbe kommt nicht falsch. Es gibt allerdings viele Rodinal Original Rezepturen.
      Bis 1945 gab 7 Revisionen und das Calbe (und Foma) Produkt ist Revision 9 (R steht für Rodinal, 9 für Rezeptversion 9).
      Agfa (west) hat diese Nummerierung irgendwann nicht fortgeführt aber ich würde mal schätzen, dass die Rezeptur von 2005 in den zwanzigern liegen muss. Die Unterschiede sind gering. Ein ganz kleines Bisschen feinkörniger, klarer bei der Abfüllung und am Anfang der Lagerkette, etwas haltbarer und etwas feinkörniger. Bei der Haltbarkeit hat man allerdings hauptsächlich Augenmerk auf die Trübung gelegt. Die sollte nicht so schnell eintreten was dann im Endeffekt zu einer leichten Haltbarkeitserhöhung geführt hat.

      Wir sind jetzt aber schon sehr im Detail. Das ist alles nicht so furchtbar wichtig.

      Hier ist doch auch niemand ein Depp. Der Verfasser des Artikels schon gar nicht.

      Es ging ihm darum mitzuteilen, dass ein Rodinal-basierter Entwickler nicht unkaputtbar ist. Das ist richtig auch wenn er sehr lange hält. Aufgrund der guten Haltbarkeit sind Geschichten im Umlauf von Rodinal der nach 40 Jahren noch funktioniert hat. Das kann auch stimmen. In Glasflaschen aufbewahrt und ungeöffnet mit völlig abreagiertem Sauerstoff in der Restluft hält Rodinal fast ewig.
      Angebrochen aber nicht. Ich hatte weiter oben einen Link einkopiert zu einer Veröffentlichung dazu die wir schon vor 2 Jahren auf die ADOX Seite gestellt hatten. Man muss immer differenzieren (leider).

      Viele Grüße,

      Mirko
      www adox.de | www.fotoimpex.de
    • Ich arbeite fast nur mit Rodinal. Deshalb wird der bei mir auch nicht 5 Jahre alt. ABer 2 Jahre (ungeöffnete Flasche) das kommt schon mal vor. Der Entwickler war dann immer noch ganz klar.

      Ich fülle aus der Halbliterflasche einen Viertelliter in eine kleinere Flasche ab, weil ich kein Protektan benutze. Die letzten 10% schütte ich weg. Ich habe schin ein paar mal probiert, ob der letzte Rest (oberhalb der 10%) eine andere Dichte ergibt als eine frisch geöffnete Flasche. Das war nie der Fall.
    • Hi Forenten,

      ich bin neu hier im Forum. Seit Anfang der 80ziger Jahre fotografiere ich verstärkt Portraits – hauptsächlich in Schwarz-Weiß. Es fing mit einer Kleinbild-Kamera an und ging hinüber bis zur Mittelformat- und 8x10’ Großformat-Kamera.

      Ich möchte euch über eine kürzlich gemachte Erfahrung mit der Haltbarkeit eines anderen Entwicklers berichten. Ich denke es passt zum Thema: Ich entdeckte vor kurzem in meinem Labor im Kühlschrank eine 20 Jahre alte 5er Packung Tmax 400 Rollfilm und zwei 10ml braune Glasflaschen mit HC-110-Konzentrat – ebenfalls 20 Jahre alt. Damals auch mit Protektan-Gas geschützt. Die Glasflaschen standen in meinem kleinen „Gift-Schränkchen“ – nicht im Kühlschrank.

      Um herauszufinden, was noch mit dieser alten Film-Entwickler-Kombination alles geht, belichtete ich den Rollfilm auf 200 ASA und entwickelte ihn in HC-110 (1:43) – ganz wie in früheren Zeiten. Das sirupartige HC-110-Konzentrat hatte an seiner Oberfläche kleine Ausfällungen, die beim Verdünnen mit Wasser auf den Becherboden sanken. Beim Befüllen des Entwicklungstank achtete ich darauf, dass sie nicht mithineinrutschten. Das Ergebnis war eine deutliche Zunahme der Dichte des Grundschleiers von 0,1 auf 0,56 (das ist schon ein Zone IV-Wert) und eine starke Zunahme der Körnigkeit. Alles nicht nach meinem Geschmack, aber das alte HC-110 entwickelte den Rollfilm.

      Ich machte einen weiteren Test: den 20 Jahre alter Rollfilm entwickelt in frischem D-76 (1:1). Funktionierte auch, aber ebenfalls mit einer Zunahme der Dichte des Grundschleiers von 0,1 auf 0,33 (ein Zone III-Wert) und einer Zunahme der Körnigkeit.

      Diese Erfahrungen veranlassen mich nun, in Zukunft frische Filme und Entwickler zu verwenden. Bei 20 Jahre alten Komponenten ist das Risiko für mich einfach zu groß, seine Aufnahmen zu versauen.

      Gruß

      Harald
    • Achim Bauer Henriques schrieb:

      Hallo Henning,
      der Artikel mag a etwas über 7 Jahre alt sein, aber Volkers Entwickler stammt ja auch aus 2011 wenn ich richtig gelesen habe.
      Also für Volkers Suppe könnte es passen.

      Gruß Achim

      Hallo Achim,

      die Produktionseinstellung in Vaihingen erfolgte schon relativ kurze Zeit nach Erscheinen des Artikels. Die Kunden hatten sich dann noch für einige Zeit bevorratet. Parallel erfolgte dann die
      - Übertragung der Rezeptur, die zuletzt in Vaihingen produziert wurde (original Rodinal), auf die neue Produktion bei einem renomierten deutschen Fotochemiehersteller
      - zusätzlich / parallel erfolgte aber auch ein "Nachbau", der seitdem unter unterschiedlichen Namen wie z..B. R09 One Shot angeboten wird.
      Volkers Entwickler könnte noch aus Vaihingen sein, könnte aber auch schon der Nachbau sein.
      Macht wenig Sinn, darüber jetzt zu spekulieren.

      Beste Grüße,
      Henning