Erfahrungen in der Mittelformatprojektion

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    • Ich projiziere ebenfalls sowohl im Kleinbild, als auch im Mittelformat. Beides ist herausragend und in der Qualität unübertroffen, und ich möchte beides nicht missen!
      Mit der KB-Projektion hatte ich schon als junger Schüler angefangen, damals noch mit den Projektoren meines Vaters. Mittelformat konnte ich mir als Schüler und später Student (in der vordigitalen Zeit) ohnehin nicht leisten (die Kameras; mit Ausnahme eines 6x9 Klappfalters, den ich als Student geschenkt bekam).
      Insofern kam bei mir der richtige Einstieg ins Mittelformat dann erst mit dem Preisverfall der MF-Gebrauchtkameras durch den Digitalboom.

      Allerdings spielten bei mir die qualitativen Aspekte beim Einstieg ins Mittelformat gar keine so große Rolle. Es waren eher die etwas andere Herangehensweise, die Auseinandersetzung mit anderen Kameratypen und Arbeitsweisen (z.B. die Zentralperspektive beim Arbeiten mit Lichtschacht / Doppelauge). Nachdem ich das für mich ausprobiert und für bestimmte Aufnahmesituationen als sinnvoll befunden hatte, blieb ich dabei als Ergänzung zu meiner KB-Fotografie.
      Und wenn man in KB schon Dias macht, dann im MF natürlich auch! Und so genial Dias auf der Leuchtplatte unter einer Schneider oder Rodenstock-Lupe sind, natürlich will man dann auch projizieren. Erst recht, wenn man bereits seit Schülerzeiten KB-Projektion macht.
      Und so hatte ich mich zunächst über einen "Einstiegsprojektor" (Liesegang A60), dann einen Rollei P66S mit S-Heidosmat 2,8/150 bis zu meinem aktuellen Rolleivision 66 mit Schneider AV-Xenotar 2,8/150 "hochgearbeitet". Und mit letzterem bin ich auch sehr zufrieden.

      Ich projiziere meist normal im Wohnzimmer, und da geben die räumlichen Verhältnisse ohnehin meist "nur" eine Projektionsbreite von 1,5 bis 1,75m her. Wobei mir das völlig ausreicht, ist ja schon wirklich ein Riesenbild. Bei der Projektionsgröße lässt meine KB-Projektion schon keinerlei qualitative Wünsche offen!
      Meistens wird mit dem Leica Pradovit PC mit Super-Colorplan P2 projiziert. Manchmal auch mit einem Kindermann Silent 2500 mit dem abblendbaren Docter-Optics MC-B, oder einem Zeiss Ikon Royal AF selektiv mit Zeiss P-Sonnar. Die Qualität ist herausragend! Man kann förmlich in die Bilder "hineingehen", und selbst mit "der Nase auf der Leinwand" sind noch allerfeinste Details sichtbar. Ergebnis einer vollständig erstklassigen Abbildungskette: Beste Diafilme, hochwertige Aufnahmeobjektive, beste Projektionsobjektive und die wunderbaren Diaspeed HT-XYZ Diarahmen. Leinwand ist die Da-Lite Picture King mit HP-Tuch.
      Die MF-Projektion ist noch einmal "ein Schnäpschen drauf" ;) , bringt da jetzt aber nicht den riesengroßen Unterschied bei der Projektionsgröße. Ab 2m Breite aufwärts wird der Unterschied dann signifikanter.
      Ich möchte halt einfach auch meine MF-Dias projezieren. Reicht mir als Grund völlig aus :) .

      Beste Grüße,
      Henning