Minolta XD7 belichtet nur halb, wenn überhaupt

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    • Hatte bei meinen Kameras eigentlich noch nie Probleme mit Lichteinfall, selbts bei kaum noch vorhanden Dichtingen. - Abgeshen mal von den Filmfensterdichtungen die muessen in Ordung sein, ansonsten gibt es deutlichen Lichteinfall -
      Die Dichtungen erfuellen wohl nebenbei den Zweck, der Rueckwand festen Sitz zu ermoeglichen, von daher ist es natuerlich auf jeden Fall sinnvoll, diese im Bedarfsfall zu erneuern.
    • Torsten Wagner schrieb:

      Basis der Leica R3. Besonderes Merkmal der Kameras ist der CLS Verschluss. (Copal Leitz Shutter). Ein sehr hochwertiger Verschluss.

      ... der aber nach einigen Jahren auch nicht mehr vollständig öffnet; zuerst im Automatik-Modus und etwas später im manuellen Modus. Reparatur sei unrentabel, da der komplette Verschluß erneuert werden müsse (so vor einigen Jahren der Leica-Service).
    • Daniel Bierstedt schrieb:

      Ich bin nämlich aktuell nicht sicher, ob die flauen Kontraste vom Scanner oder von einfallendem Licht verursacht werden. Aber man muss ja sagen, wenn es die Dichtungen sind, dann sind sie ringsum sehr gleichmäßig abgenutzt.

      Das sind bestimmt nicht die Dichtungen. Defekte Dichtungen verursachen an einzelnen Stellen Muster. Auch sind sie je unterschiedlich stark. Da der Film von der Seite oder Hinten belichtet wird, gibt es Farbverschiebungen ins rote.

      Ich tippe auf die Scanautomatik. Das halbe Bild ist schwarz. Also wird entsprechend versucht die schwarzen Teile aufzuhellen.
    • Hallo Daniel,
      ich habe meine XD7 mit den Lichtdichtungen von camerasolution.de.
      War ziemlich einfach mit sehr gutem Ergebnis. Ich glaube aber auch, dassdein Problem nichts mit den Dichtungen zutun hat.

      Neue Belederung hatte ich von aki-asahi,
      insofern kann ich diese beiden Firmen aus eigener Erfahrung empfehlen.
      Beste Grüße
      Uli
      überwiegend Minolta MC/MD
    • Daniel Bierstedt schrieb:

      Vielen Dank dafür. Es sollte eine XD7 auf dem Weg sein, bei der das Leder nicht mehr ok ist. Ich würde allerdings dann kein Leder nutzen, sondern irgendwas, das nicht aus Tier ist.


      Sehr symphatisch!

      Wird das einfach aufgeklebt oder gibt es bestimmte Tricks, das Leder zu befestigen?
      Wenn geklebt wird, wie bekommt man das ab um es zu ersetzen?


      Also, wenn du wirklich wagen willst, selber da ran zu gehen, dann würde ich einen klassischen Schusterkleber wie Kövulfix besorgen. Damit werden beide Seiten eingepinselt, 5 Minuten ablüften gelassen und anschließend kräftig aneinander gepresst. Es gibt allerdings auch oft schon fertig selbstklebendes Kamera"leder" z.B. bei Aki Asahi oder cameraleather.com. Da hast du dann auch die Gewissheit, dass es wirklich geeignet ist.
      Den Klebstoff kriegt man mit Propanol oder Aceton wieder runter. Bei Aceton muss du allerdings vorsichtig sein, falls es sich um eine lackierte Kamera handelt. (‚Mit Aceton geht alles weg. Auch die Haut.’ - sagte unser Techniklehrer in der Schule früher immer.)
    • Hallo nochmal,
      ich habe natürlich ebenfalls Kunstleder verwendet (ich glaube #4040).

      Das Material ist bereits vorgeschnitten und selbstklebend. Der schwierigste Teil war die Entfernung der Kleberückstände der alten Belederung. Ich hatte mir zwei Sorten Alkohol aus der Apotheke geholt, damit ging es sehr gut.

      Beste Grüsse
      Uli
      überwiegend Minolta MC/MD
    • Andreas Kreuz schrieb:

      Daniel Bierstedt schrieb:

      Ich würde allerdings dann kein Leder nutzen, sondern irgendwas, das nicht aus Tier ist.

      Keine Sorge, ich denke, echtes Leder (vom Tier) für die Kamera"belederung" gibt's seit den 60ern nicht mehr, höchstens mal bei einem Sondermodell von Leica.


      Nicht ab Werk, aber für die "Neubelederung" sehr wohl, einschließlich solch exotischer Varianten wie Schlangen-, Eidechsen- oder Fischhaut. Muss ich alles auch nicht haben: Ich schneide mir die Teile aus alten Geldbörsen, Handtaschen usw. zu - die sind eh schon tot... :)

      Gruß

      Michael
      "The one with the most stuff when he dies wins" (Felinik, APUG English Forum)
    • Vielen Dank für eure Tipps, Leute! Es ist natürlich das eine, dass ich da keine Tierhaut drauf haben will. Das andere ist eine Individualisierung höchstem Maße, wenn da - sagen wir - ein Kevlarähnlicher Stoff drauf wäre.
      Aber ich spinne nur rum, erst mal sehen, in welchem Zustand die Kamera wirklich ist.

      Das mit den alten Geldbörsen finde ich klasse!
    • Zu dem Thema Leder: i.d.R. wird keinem Tier das Fell über die Ohren gezogen, weil da irgendwo auf der Welt eine Kamera auf ihr neues Outfit wartet. Das Leder fällt an, wie der Inhalt gefressen wird/wurde. Und aus den Knochen wird Gelatine gekocht, damit wir auch weiterhin analog unterwegs sein können.

      Man kann alles übertreiben. Just my 2 cts.

      Michael
    • Michael Laun schrieb:

      Das Leder fällt an, wie der Inhalt gefressen wird/wurde. Und aus den Knochen wird Gelatine gekocht, damit wir auch weiterhin analog unterwegs sein können.


      Für die Gelatine werden spezielle Kühe gebraucht. Sie müssen extrem mager sein. Deshalb hatten große Filmfabriken z.B. Kodak eigene Rinderfarmen. Ethisch korrekt ohne Tierleid kann man eigentlich nur auf alten Vorwende-ORWOs fotografieren. Orwo hat für die Gelatine freilebende indische heilige Kühe verarbeitet, die auf der Straße verendet sind und aus Hygienegründen beseitigt werden mussten.
    • Also, die lila Kuh kannte ich ja schon, aber die Gelatine-Kuh... Naja, man lernt halt immer dazu. Und über Ethik läßt sich ja auch trefflich streiten. Seit Jahrtausenden ißt der Mensch Fleisch, mitunter sogar das von Artgenossen. Und weil sich seit ein paar Jahren sich ein Trend abzeichnet, dem immer mehr hinterherlaufen, weil von den Medien entsprechend gehyped (gibt´s das Wort eigentlich?), soll mir jetzt bei meinem Schnitzel die Schamesröte in´s Gesicht steigen? Ich denke nicht. Tiere sind schon immer auch "Nutztiere" gewesen, und dementsprechend genutzt worden. Daß in der (Massen-)Tierhaltung so einiges im Argen liegt, ist sicher richtig und bedauerlich, aber - wie immer - nur der Profitgier geschuldet. Geiz ist halt immer noch geil. Und daß das Tier sterben muß, damit wir es essen können, ist offensichtlich. Und dabei bleiben halt - je nach Art - Haut und Knochen zurück, die weiterverarbeitet werden. Also, wenn ich mich jetzt genüßlich in meine 20.000 Euro - Rolf Benz Couch fläze, dann in dem Bewußtsein, daß ich mich auf teuren Schlachtabfällen räkele.
    • Hans Wöhl schrieb:

      Ethisch korrekt ohne Tierleid kann man eigentlich nur auf alten Vorwende-ORWOs fotografieren. Orwo hat für die Gelatine freilebende indische heilige Kühe verarbeitet, die auf der Straße verendet sind und aus Hygienegründen beseitigt werden mussten.

      Die heiligen Kühe letztlich als Medium für Erinnerungen der Weltgeschichte - es war halt nicht alles schlecht in der DDR.

      Michael Laun schrieb:

      wenn ich mich jetzt genüßlich in meine 20.000 Euro - Rolf Benz Couch fläze, dann in dem Bewußtsein, daß ich mich auf teuren Schlachtabfällen räkele.

      Mir würde bei dieser Verar..., äh, Abzocke die Schamesröte ins Gesicht steigen.