Digibase C41 mit Rotation (Jobo CPE)

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    • Digibase C41 mit Rotation (Jobo CPE)

      Guten Abend zusammen.

      Ich habe mir für die C41-Entwicklung (120 und 4x5) das Midi-Set von Digibase gekauft und möchte meine Jobo-CPE-Rotationsmaschine zur Entwicklung verwenden. Die Anleitung für die Chemie gibt es z.B. hier:
      fotofachversand.at/pdf/Rollei_…Colorchemie_Anleitung.pdf

      Auf Seite 2 findet man da dutzende Zeiten für die Entwicklung bei 20, 25, 37,8 oder 45°C inklusive Kipprythmus.

      Hierzu meine beiden Fragen:

      1. Welchen Einfluss haben Zeit/Temperatur auf die Qualität? Wird das Ergebnis irgendwie besser, wenn man bei 20°C statt 37,8°C entsprechend länger entwickelt oder ist das nur wegen der einfacheren Temperierbarkeit bei Handkipp-Entwicklung evtl. sinnvoll?

      2. Wie ändern sich die Zeiten von Entwickler, Bleichbad und Fixierer, wenn man statt der dort empfohlenen Kipprythmen kontinuierliche Rotation anwendet?

      Danke schon mal für die Antworten,
      Gruß,
      Thorsten
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      Nikon F2 mit DE-1, DP-3 und DP-12, Olympus OM-1 und OM-2, Hasselblad 501CM, Rolleiflex 3.5E, Linhof Technikardan 45
      (und ein paar andere alte Kameras, die nur im Schrank rumliegen)
    • Als ich noch ne CPA hatte habe ich immer 25 bzw. 30 Grad genommen. Die Zeiten sind zwar länger ,aber nicht so riskant wie bei 38 Grad ,da bei niedrigen Temperaturen die Chemie und der Film langsamer reagieren. Kipp und Rotationszeiten sind gleich und an Qualitätsunterschieden habe ich nichts gemerkt. Dauert eben nur länger ,aber die Amateure haben es nicht so eilig wie die Profis im Minilab.
    • Rene Haeberlein schrieb:

      Als ich noch ne CPA hatte habe ich immer 25 bzw. 30 Grad genommen. Die Zeiten sind zwar länger ,aber nicht so riskant wie bei 38 Grad ,da bei niedrigen Temperaturen die Chemie und der Film langsamer reagieren. Kipp und Rotationszeiten sind gleich und an Qualitätsunterschieden habe ich nichts gemerkt. Dauert eben nur länger ,aber die Amateure haben es nicht so eilig wie die Profis im Minilab.


      Das stimmt wohl. Ich bevorzuge auch bei SW Zeiten zwischen 8 und 15 Minuten, weil es da dann nicht ganz so schlimm ist, wenn es mal 10s länger oder kürzer in der Suppe schwimmt und würde aus der Liste in der Anleitung auf Anhieb die 25°C-Variante wählen. Wenn die Qualität die gleiche ist und Rotation und Kippen keinen Unterschied macht, ist die Sache klar.

      Was in dem Dokument auch nicht steht und mir gerade noch durch den Kopf ging: Muss man zwischen den einzelnen Schritten ein oder zwei Wässerungsgänge machen? Und wie steht es mit Schlusswässern?
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      (und ein paar andere alte Kameras, die nur im Schrank rumliegen)
    • Müssen muss man nicht. Bei anderen C-41 Kits, z.B. von Tetenal wird zwischen Entwickler und Bleichfixierbad keine Wässerung verwendet. Auch der originale Kodak C-41 Prozess sieht keine Zwischenwässerung vor.
      Anfangs habe ich immer direkt das Bleichfixierbad nach dem Entwickler eingefüllt, ohne Qualitätsunterschiede.
      Allerdings füge ich seit längerer Zeit immer eine Zwischenwässerung ein (ca. 1 Minute bei 2 Wasserwechsel), um nicht soviel Entwickler zu verschleppen und dadurch die Haltbarkeit des Bleichfixierbads zu verlängern.
      Beim 30 Grad Prozess macht die minimale Zeitverzögerung (Nachwirkung des restlichen Entwickers) nichts aus.
      Manche Leute verwenden sogar ein saueres Stopbad. Habe ich nie gemacht.

      Ebenfalls ist das Vorwässern nicht von C-41 spezifiziert. Der Tetenal-Prozess gibt lediglich ein Vorwärmen an, keine Vorwässerung. Eine Vorwässerung kann die Entwicklungszeit minimal verlängern, weil der Entwickler erst das von der Emulsion aufgesaugte Wasser verdrängen muss. Beim langsamen 30 Grad Prozess fällt das aber nicht ins Gewicht.

      Die Zeiten z.B. 3min15 beziehen sich auf kontinuierliche Bewegung bzw. Rotation. C-41 wurde nie für Kippentwicklung von Hand spezifiziert und Digibase hat einfach die Zeiten 1:1 übernommen.

      Schlusswässern mache ich in der Rotaton ca. 5 Minuten bei einigen Wasserwechseln. Danach das Stabilisatorbad in einem separaten Gefäß. Dazu öffne ich die Spirale und nehme den aufgewickelten Film heraus. Den lege ich dann für ein paar Minuten in ein Gefäß mit Stabi. Auch wenn der Film leicht zusammengerollt ist, kriecht das Stabibad dazwischen und benetzt den Film völlig.
      Wenn man ein Ende des Filmsvorher mit einer Laborzange festklemmt kann man den Film nachher aus dem Stabi ziehen, ohne mit den Händen hineingreifenzu müssen.

      Gruß

      Joachim