An die Experten, wie funktionieren die Rückteile beim Trennbildverfahren? Was machen sie?

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    • Hallo Bernd

      Sie nehmen eine Kassette mit den Filmen auf. Es gibt an der Stirnseite einen, für jeden Film rausstehenden Papierstreifen, womit nach der Belichtung der Fim rausgezogen wird. Beim Rausziehen wird er durch ein Rollenpaar gezogen, dieses verteilt die Chemie innerhalb des "Sandwiches". Ist der Film ganz draussen, wartest du die Entwicklungszeit ab und trennst das Ganze in Positiv und (Abfall)-Negativ. Dieses Wegwerf-Negativ-Teil kann man aber auch noch verwenden, wenn man möchte. Dazu muss aber zuerst die Lack-Deckschicht auf der Rückseite weg (geht z.B. mit Javel-Wasser ganz gut). Die Negative finde ich spannend...

      Soinetwa...:-)

      Gruss
      Toni
    • Die Polaroid-Filmkassette 405 (oder eine Fujifilm PA-145) verfügt über einen Schieber, der den Film vor Belichtung schützt, genauso wie eine klassische Großformat-Filmkassette. Du musst das Rückteil daher nur lichtdicht an die Kamera montieren. Das funktioniert wie bei einer Großformatkamera und lässt sich natürlich auch bei Lochkameras bewerkstelligen.

      Hier ein selbsterklärendes Video auf YouTube dazu:


      Grüsse
      Andreas
      To infinity - and beyond!
      grossformatfotografie.de
    • Ja, die 405er Kassetten sind nicht elktrifiziert, wie auch die Filmkassette selber nicht. Handarbeit beim Entwicklungsvorgang :) Genau, hatte ich vergessen zu sagen - hat einen Schieber, wie bei den Planfilmkassetten. Die Polaroidteile haben die gleichen Masse, wie die Planfilmkassetten. Ich hatte eine Lochkamera für Planfilm 4x5 Inch gebaut, da passt nun auch die Pola-Kassette. Allerdings ist der Bildausschnitt etwas mitten-verschoben, also quasi asymetrisch - macht aber nix. Die Belichtungszeiten sind schon etwas tricky, finde ich. Pola erträgt offenbar weniger Belichtungsspielraum als, z.B. SW Film. So mein Eindruck, jedenfalls. Und Onkel Schwarzschild ist auch eher ein böser Onkel :) Da hab ich noch immer nicht so richtig rausgefunden, was es braucht. Man muss aber kräftig zulegen an Belichtungszeit. So das 4fache ist ohne weiteres möglich.

      Vielleicht weiss ja da Jana etwas mehr darüber? Ich habe selber noch nicht so viel mit Polaroid gemacht, das ist erst am Anfang.

      Gruss
      Toni
    • 1 Sekunde ist in etwa die Zeit, welche man belichten kann, ohne dass der Schwarzschildeffekt gross wirksam wird, man also eine Verlängerung der Belichtungszeit deswegen ins Auge fassen muss. Mit Blenden im Lochkamerabereich kommt man halt i.d.R. weit über 1 Sekunde hinaus, daher verlängert sich die Belichtungszeit schnell erheblich.

      Richtige Angaben dazu habe ich für den Fuji FP100 z.B., keine gefunden. Mein Eindruck ist aber, dass dieser Polafilm jenseits von 10, 20 Sekunden gemessene Belichtungszeit etliches an Zugabe verlangt, wegen des Schwarzschildeffektes. Ich habe durchaus schon mit der 4fachen Zeit belichten müssen. Das ist leider so etwas wie Kaffesatzlesen und ein wenig schade, dass man dazu keine wirklichen Angaben findet. Herantasten durch Ausprobieren ist leider auch nicht gerade billig bei diesem Film.

      Sollte als jemand da einige Erfahrung haben, wäre ich sehr an diesen Angaben interessiert....

      Toni
    • Man muss kräftig Zeit zugeben, siehe Datenblatt.
      Ich habe in letzter Zeit Stillleben probiert mit Belichtungszeiten ab 10s. Farbverschiebungen gibt es auch.


      Viele Grüße
      Thomas
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      "Und dann braucht man ja auch noch Zeit, um nur dazusitzen und vor sich hin zu schauen"
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    • Hallo Thomas
      Danke für deine Tabelle - ich nehme an, die bezieht sich auf den FP100? Wo konntest du das finden? Meine Suche im Netz war da erfolglos :) Die Angaben decken sich ziemlich mit meinen Erfahrungen.
      Nun, leider ist das Ganze etwas obsolet geworden, da der Film ja nicht weiter produziert werden soll - leider.

      Gruss
      Toni

      PS: sehe gerade, dass du ja dazugeschrieben hast, dass sich die Tabelle auf den FP100 bezieht -