Atomal und seine Nachkommen: Wehner-Entwickler

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    • Atomal und seine Nachkommen: Wehner-Entwickler

      In meiner Jugend habe ich ausschließlich den Filmentwickler mit A49 benutzt, der auf dem Agfa Atomal beruhte. Dieser Entwickler beruhte auf Hydroxyäthyl-ortho-Aminophenol (HEAP) als Entwickler. Der einzige andere Entwickler auf derselben Basis war der ebenso legendäre Promicrol von May und Baker. HEAP wurde vordergründig für einen anderen technischen Zweck hergestellt, wahrscheinlich als Weichmacher für Kunststoffe. Dafür wurde es freilich richtiggehend tonnagemäßig benötigt.
      Alle Aromate sind mehr oder weniger krebserregend, so auch HEAP. Als die Verwendung in der Technik flachfiel, lohnte sich die Produktion für die paar Kilogramm fotografischer Verwendung nicht mehr. Die Entwickler konnten nicht mehr in der bewährten Form angeboten werden. Es gab Nachfolgerezepturen, die aber an die Möglichkeiten der einstigen Produkte nicht heranreichten und bis heute nicht heranreichen. A49 1+1 war der Wunderentwickler meiner Jugend: Empfindlichkeitsausnutzend, zum Pushen geeignet, gegen Prozessfehler tolerant (sehr wichtig für mich seinerzeit), feinkörnig UND scharf. Gibt‘s heute nicht mehr.

      Beziehungsweise gab's nicht mehr.

      Klaus Wehner hat sich bemüht, den alten Atomal / A49 nachzubauen. Wohlgemerkt, den Entwickler der 70er Jahre und nicht das Produkt was derzeit angeboten wird. Letzteres arbeitet zwar feinkörnig und eignet sich zum Pushen, er ist aber beileibe kein Schärfeentwickler, das Korn ist unangenehm, "rundgelutscht". Klaus' Entwickler ist ein Flüssigkonzentrat aus zwei Teilen, die vor Verwendung verdünnt werden müssen. Die Lösungen können sehr sparsam verwendet werden, pro Film sind 6+6 ml nötig.

      Ich habe am Freitag die ersten Experimente mit Kentmere 400 gemacht. Dieser Film erinnert mich an den Orwo NP 27 meiner Jugend, so dass ich voll in Nostalgie schwelgen konnte. Ich hatte einige bildmäßige Fotos und habe noch eine Kennlinie gemessen. Das Ergebnis hält, was Klaus verspricht: Das alte Atomal-Verhalten. Der Entwickler arbeitet ähnlich wie Atomal/A49 1+1, also sehr feinkörnig und dabei scharf. Die Empfindlichkeit wird sehr gut ausgenutzt. Ich habe den Film bei 22° 15 Minuten lang entwickelt, und zwar im Dauerkipp. Dieses Vorgehen entspricht am ehesten der von Klaus eingetesteten Rotationsentwicklung und hat den Vorteil, dass man mit weniger Entwickler auskommt als es braucht, den Film zu bedecken. Ich habe mit 150 ml gearbeitet.

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      Die Kennlinie wurde mit einer "gedachten" Empfindlichkeit von 640 ASA aufgenommen
      - Die Kurve verläuft in weiten Teilen fast ideal gerade, sie hängt gar nicht durch
      - Die Lichter werden weder zu steil gezeichnet, noch knickt die Kurve ab. Dichte 1,5 lässt sich ohne weiteres zu Papier bringen
      - Die Schatten laufen allmählich aus und haben bei Stufe 0 immer noch Dichte (gemessen an 640 ASA)
      - Die reale Empfindlichkeit ist 400 ASA:

      Der Film kann ohne weitere Maßnahmen eine halbe Blende knapper belichtet werden. ich habe bislang noch keine Push-Experimente gemacht, sehe aber kein Problem, vernünftige Halbtonfotos mit 800-1000 ASA hinzubekommen. typische Theater/Bühnenaufnahmen mit leeren Schatten und etwas dichten Lichtern lassen gewiss eine noch höhere einstellbare Empfindlichkeit zu. Der wichtigste Grund für meinen Optimismus besteht darin, dass der Kurvenfuß allmählich ausläuft, und nicht plötzlich endet. Ein Pushen wird auch in diesen Bereichen zusätzlich Dichte aufbauen, die man im Labor tatsächlich nutzen kann. Nur die etwas steilen Lichter, mit denen man rechnen muss, erfordern Maßnahmen.

      Ich lege ein Bild bei, was mit 400 ASA aufgenommen wurde. Wie ihr seht, eine nicht unproblematische Lichtsituation. Dennoch sind die Schatten gut durchgezeichnet, was man am Abzug sicherlich besser sieht als am Monitor. Der Film ist sehr feinkörnig UND scharf, ich glaube, das kommt gut rüber. Auch im Ausschnitt stört das Korn nicht. Abmildernd muss ich sagen, dass bei strukturierten Flächen das Korn später auffällt als bei homogenen Grauflächen. Das Foto wurde übrigens mit meiner russischen Panaoramakamera geknipst. Der Herbst sorgt eben für interessante Beleuchtungen.

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      Ausschnitt:

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    • Hallo Uwe,

      Der ATM-W erzeugt ja eine sehr schöne Kurve mit dem RPX 400! In Rodinal 1+25 und Supergrain 1+15 hat dieser Film ja zwischen Zone 3 und 7 eine höhere Dichte und liegt nicht auf der Ideallinie.

      Arbeitet das Klaus Wehner Atomal genauso ausgleichend wie das derzeitige Atomal A49?
      Ich bin mit dem aktuellen A49 echt fast sehr zufrieden (in Verwendung mit Luftbild- und Radarfilm), wenn da nicht die matschige Schärfe wäre...

      Gibt es inzwischen noch mehr Daten und Fakten (Haltbarkeit, Preis, Vertrieb, Tests und Ergebnisse mit anderen Filmen,...) zum ATM-W oder befindet es sich noch im Versuchsstadium?

      Mit sehr interessierten Grüßen

      Oliver
    • > Wehner Atomal genauso ausgleichend wie das derzeitige Atomal A49?

      Etwas weniger. Ich bin mit dem A49 für die Verwendung mit normalen Filmen nicht zufrieden, weil es schwer ist, damit auch mal mittelhohe Kontraste aufzubauen. Für Luftbildfilme, die per se hart sind, arbeitet der gut. Alles andere wird mir zu weich,

      > schöne Kurve mit dem RPX 400! I

      RPX 400 und Kentmere 400 sind unterschiedliche Filme. Ich habe auch einen RPX 400 in ATM-W entwickelt er braucht ganz andere Zeiten (viel länger).

      > mehr Daten und Fakten

      Zu Haltbarkeit usw. werde ich hier berichten. Ich denke, das prinzipielle Rezept steht. Ich habe zwei Fläschchen mit je 25 ml, damit arbeite ich jetzt über den Winter. Wenn er das übersteht, also mehrmalige Entnahmen aus diesem kleinen Volumen, und über die ganze dunkle Jahreszeit, also drei bis vier Monate, dann ist er gut praxistauglich.

      Vielleicht meldet sich Klaus hier.
    • Hallo Uwe,

      ich meinte auch Kentmere 400. Die RPX 400 Zeiten sind auch bei meinen Versuchen etwas langer als die Kentmere 400 Zeiten. Die Kurvenform ist aber nahezu identisch.
      Ich habe nahezu perfekte Ergebnisse mit dem Agfa ASP 400S in A49 1+1 bei 80 Asa erreicht, aber das Matschekorn stört mich. Deshalb meine Frage nach der verfügbarkeit von ATM-W für eigene Versuche.

      LG Oli
    • Danke Uwe für Deinen Test!

      Zu den aufgetauchten Fragen will ich mich kurz äußern.

      Allgemein:
      mein Ziel war es die hervorragenden Eigenschaften des Agfa Atomal aus den 30er Jahren zu erreichen.
      So weit wie möglich habe ich mich an die Atomal Rezeptur gehalten.
      Seit vielen Jahren befasse ich mich bereits mit diesem Thema und in meinen Fotokursen habe ich diesen Entwickler seit Jahren praktisch eingesetzt.

      Durch unabhängige Tests sind die angestrebten Eigenschaften inzwischen belegt:
      1. hervorragende Schärfeleistung (belegt mit APX 100 im Vergleich mit Xtol und Perceptol)
      2. ungewöhnlich gute Nutzung der Empfindlichkeit (Nennempfindlichkeit wird erreicht- oft leicht übertroffen).
      3. günstig verlaufende Gradationskure
      4. feines aber scharf umrissenes Korn
      5. brillante, satte Tonwerte

      Persönlich kenne ich keinen Entwickler der diese Eigenschaften sonst so in dieser Kombination bietet.
      Bisher hatte ich meine Entwickleransätze immer frisch angesetzt. Deshalb war die Haltbarkeit ein neues Thema für mich.
      Im Dez. 2014 habe ich einen neuen Oxidationsschutz für den Entwickler gemacht. Die Rückstellprobe davon zeigt inzwischen einen hellen Braunton.
      Die Entwicklungsleistung des Ansatz ist aber bis heute mit der Leistung eines frisch angesetzten Entwicklers identisch.
      Daher gehe ich heute davon aus, daß die Haltbarkeit mindestens ein Jahr betragen wird (eventuell auch länger).

      Den Entwickler hatte ich auf den APX 100 abgestimmt.
      Er ist nicht als Spezial Entwickler für Spezialfilme konzipiert. (allenfalls könnte man versuchen durch eine stärkere Verdünnung den Kontrast zu senken).

      Persönlich verwende ich die vorhandenen und qualitativ hervorragenden "Normalfilme". Nach meiner Meinung erreicht man so die besten Ergebnisse.

      Die Rezeptur des ATM-W steht jetzt. Jetzt bin ich auf Erfahrungsberichte gespannt.
      Test Ansätze für 2000 ml Lösung sind bei mir zum Selbstkostenpreis von 6,50 € in begrenztem Umfang zu bekommen.

      Noch eine Bitte / Frage:
      aus historischem Interesse versuche ich die Geschichte des Atomals zu recherchieren.
      Falls jemand über Literatur oder Insiderwissen verfügt, so würde ich mich über entsprechende Informationen freuen!

      klaus.wehner@web.de

      Fragen beantworte ich gerne!

      Herzliche Grüße aus Paderborn
      Klaus
    • Es ist unglaublich... erst vor wenigen Tagen habe ich einige ATM-W Entwickler Proben verschickt und schon bis heute habe ich mehrere Rückmeldungen erhalten.

      Eine kurze Zusammenfassung:
      Uwes Messergebnisse werden auch mit anderen Filmen in der Praxis bestätigt.
      Alle Tester haben die ungewöhnlich gute Empfindlichkeitsausnutzung erwähnt. (Pauschal gesagt: bei Belichtung mit Nennempfindlichkeit erhält man eine ähnliche Dichte und Durchzeichnung wie mit anderen Entwicklern mit einer Zugabe von 2/3 EV. Das belegen die Messungen von Uwe ja auch eindeutig).
      Schärfe und Korn wurde durchweg auch als deutlich besser als bei anderen Entwicklern beurteilt.

      Zur Empfindlichkeitsausnutzung gäbe es noch einiges zu bemerken. Einige haben den ATM-W Negativ Entwickler als "Push" Entwickler bezeichnet.
      Das liegt natürlich nahe, da dieser Entwickler die Empfindlichkeit deutlich besser ausnutzt als es alle übrigen Negativ Entwickler schaffen.

      Aber mit dem Begriff "Push Entwickler" bin ich im Zusammenhang mit dem ATM-W nicht ganz glücklich.

      Der Name ATM-W ist noch ein Arbeitstitel. Ich habe ihn von einem Tester übernommen der ihn für seinen internen Gebrauch genutzt hat.
      ATM ist ein Kürzel für "Atomal und das W steht für Wehner.
      Aus historischen Gründen und aus Respekt vor der Leistung der Agfa Fotochemiker hätte ich gerne einen Produktnamen der an das Vorbild Atomal erinnert.
      Ich habe aber auch festgestellt, daß viele mit dem Namen Atomal nichts verbinden können.
      Die Namensfindung ist also noch nicht abgeschlossen.... vielleicht hat jemand eine Idee?

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Ja die Nennempfindlichkeit steigt etwas. Ich bin am Moment beschaeftigt mit dem Kodak 5222 Double-X Film und ATM-W. Neigt beim y=0,62 nach iso 400. (Nennempfindlichkeit Kodak bei Tageslicht iso 250 (D-96) ) Ich muss die Zahlen noch nachrechnen und weiter messen mit dem TRD-Z Densitometer.
      "De enige beperking in je fotografie ben je zelf"
      http://www.FotohuisRoVo.nl
      http://gallery.fotohuisrovo.nl/

      http://www.flickr.com/photos/fotohuisrovo/
    • Den Entwickler ATM-W habe ich bisher mit den original Agfa APX 100 und dem TMax 100 gestestet.
      Der ATM-W ist ein 2-Komponenten Entwickler. Die beiden Komponenten werden abgemessen, zum Entwickeln zusammengegossen und mit Wasser verdünnt.

      Meine Entwicklungszeiten für Rollfilm:
      APX100 (original Agfa): 8 Min., Kipp 15/30/1x, 20 Grad, Verdünnung 1+1+18
      Tmax100: 10 Min., Kipp 15/30/3x, 20 Grad, Verdünnung 1+1+18, 20 DIN

      Von dem neuen Entwickler bin ich sehr angetan. Für mich sind die Hauptvorteile des Entwicklers die bemerkenswert hohe Schärfe bei geringem Korn. Diese Eigenschaften kommen in der charakteristischen Kurve (Kennlinie) nicht zum Ausdruck. Die Ergebnisse hinsichtlich Schärfe und Korn sind beim APX100 besser als bei dem von mir lange favorisierten Metol-Entwicklern Microdol-X / Perceptol in der Verdünnung 1+3. Auch die Empfindlichkeitsausnutzung des ATM-W ist besser. Mit dem APX100 habe ich sehr viele Entwickler ausgetestet, so dass ich von den ATM-W Ergebnissen doch sehr angenehm überrascht war. Microdol-X ist nicht mehr erhältlich und meine Vorräte neigen sich dem Ende zu. Perceptol ist leider nur noch in den relativ teuren 1-Liter Packungen zu bekommen. Da kommt nun der ATM-W gerade zur rechten Zeit. Die abgelaufenen APX 100 von der Agfa müssen inzwischen mit 50 ASA belichtet werden und das gilt für alle gängigen Entwickler. Der Entwickler ATM-W ist eine besondere Empfehlung, wenn man hochwertige Negative mit hoher Schärfe bei geringem Korn anstrebt.

      Empfindlichkeit: Für mich persönlich ist die Empfindlichkeitsausnutzung nicht ganz so wichtig. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Entwicklern sind in vielen Fällen sowieso nur 1/3 Blende und das ist meist im Rahmen der Mess- oder Einstellgenauigkeit eines Fotografen. Die Art der Belichtungsmessung kann auch eine Rolle spielen. Und nicht vergessen: Filme reagieren auf eine Unterbelichtung ganz erheblich empfindlicher mit Qualitätseinbußen als bei einer Überbelichtung. Die Filmempfindlichkeit ist auch keine Konstante sondern verändert sich mit dem Alter der Filme. Erst findet ein leichter Anstieg statt (Reifung), dann wird ein Maximum erreicht und dann nimmt im Laufe der Zeit die Filmempfindlichkeit nur noch ab.

      Kontrastausgleich: Eine wichtige Entwicklereigenschaft des ATM-W für die oben genannten Filme, die in der charakteristischen Kurve zum Ausdruck kommt, ist, dass die Dichten oberhalb von Zone 8 abflachen. D.h. diese Lichter werden weicher abgebildet und es findet ein gewisser Kontrastausgleich statt. Ob das auch für andere Filme gültig ist, muss untersucht werden.

      Haltbarkeit: Dies ist für mich ein besonders kritischer Punkt, da ich mit Flüssigkonzentraten schon einige schlechte Erfahrungen gemacht habe. Anfang des Jahres 2015 habe ich von Klaus Wehner eine Probe des Entwicklers erhalten. Den Entwickler habe ich in braune Glasflaschen aus der Apotheke umgefüllt und Tests gemacht. Letzte Woche habe ich mit dem Rest des Entwicklers einen Test mit einem altem APX100 Rollfilm gemacht. Der Entwickler in der zu einem Drittel gefüllten Glasflasche zeigte deutlich Schlieren. Durch kräftiges Schütteln lösten sich die Schlieren auf und das Entwicklungsergebnis war ohne Fehl und Tadel. Das Entwicklerkonzentrat war mit Protectan abgedeckt und wurde im Keller aufbewahrt (kein Kühlschrank). D.h. in den etwa 9 Monaten hat der Entwickler nichts von seiner Aktivität verloren.

      Fazit: Der ATM-W hat das Zeug zu einem neuen "Lieblings-Entwickler".
    • Danke Otto für Deinen präzisen und fundierten Test!

      Otto begleitet meinen Entwickler ja bereits seit einiger Zeit. Von ihm habe ich wichtige Tipps bekommen.
      So kam der Hinweis doch den Oxidationsschutz zu verbessern im Nov. 2014 von ihm.

      Im März 2015 konnte ich einen verbesserten Ansatz an Otto schicken.
      Dieser hat bis heute funktioniert. Die Rückstellprobe (Part B) steht auf meinem Schreibtisch mit der Bezeichnung "Charge Otto" :)
      Sie ist inzwischen blass braun und klar. Gelagert in einer halbvollen Flasche ohne Protectan.
      Meine älteste Rückstellprobe stammt vom 25.12.14. (Lagerung wie oben beschrieben).
      Vor wenigen Tagen getestet: funktioniert noch wie ein frischer Ansatz.

      Für mich stehen bei den Eigenschafen des ATM-W auch die Schärfe und die Bildqualität im Vordergrund.

      Trotzdem erscheint mir der Zuwachs an Empfindlichkeit aus folgenden Gründen wichtig:
      1. manche Fotografen wollen oder können ihre Filme nur mit Nennemfpindlichkeit belichten (z.B. automatische Kamera mit DX Kodierung).
      Das ist jetzt verlustfrei mit ATM-W möglich.
      2. Früher habe ich als Service auch Negativ Entwicklungen angeboten. Meine Erfahrung war, daß 60...80% aller SW Filme meiner Kunden mit Nennempfindlichkeit belichtet waren.
      Bevor ich mit ATM-W gearbeitet habe mußte ich den Kunden dann immer sagen: "Belichtung ist leider etwas knapp. Das kann beim Printen zu Problemen führen"
      Mit ATM-W sind die Printergebnisse mit solchen (knapp belichteten) Filmen eindeutig besser geworden.

      Zum Thema Schärfe gäbe es einiges zu sagen.
      Die meisten Entwickler die die Schärfe betonen versuchen sich den Kanteneffekt zu Nutze zu machen.
      ATM-W funktioniert aber anders (sonst wäre eine Rotationsentwicklung nicht möglich).

      In Kürze werde ich noch ein paar Details schreiben.
      Zu den Themen Haltbarkeit, Korn, Empfindlichkeitsausnutzung, Schärfe, Bildqualität, Kontrast, Gradationskurve kann ich noch einiges sagen.
      Genauso zu den Stichworten ATM-W & Spezialfilme sowie Pushentwicklungen...

      Aber ich auch niemanden langweilen.

      Noch eine Bitte zum Schluß:
      gerne würde ich einmal erfahren welche Gradationen beim Printen von ATM-W Negativen notwendig waren.
      Über Rückmeldungen dazu wäre ich dankbar.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Der Fomapan 200 KB-Film entwickelt mit ATM-W ist fast fertig. Es fehlen nur noch die Prints um Details besser zu sehen. Ich denke am Freitag kann ich die Daten bekannt geben.
      Ab Freitag fange ich mit dem Rollei Superpan 200 auch als KB-Film an. Ebenso der Rollei 80S wartet auf ein Bad in ATM-W ;)

      LG Oliver

      PS: Ich habe für die Kipp-Entwicklung im kleinen Jobo Tank 1510 (250ml) 10ml Teil A + 10ml Teil B + 230 ml Wasser bei 20°C verwendet. Versuche mit der Mindestmenge 6+6+238ml waren zu wenig. Es wurden keine Dichten ab Zone 7 aufgebaut! Der Kipp war 30/30/2x