Atomal und seine Nachkommen: ATM-W

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    • Hallo Markus,

      um Deine Frage zu beantworten möchte ich etwas ausholen.

      Der Pan F ist ein wirklich sehr schöner Film. Er hat allerdings eine gravierende Schwäche: die Stabilität der latenten Bilder ist schwach.

      Wenn ein Pan F Wochen und Monate in der Kamera verbleibt und dann noch längere Zeit bis zur Entwicklung gelagert wird, besteht die Gefahr, daß sich Kontrast und Dichte der latenten Bilder merklich verringern.

      Wird er zeitnah zur Belichtung entwickelt, so hat der Film grundsätzlich einen hohen Kontrast.
      Deshalb wird im Datenblatt auch eine "Sonderentwicklung" mit der halben Entwicklerkonzentration (2,5+2,5+95) angegeben.
      Die Mindestmenge an Konzentrat pro Film beträgt 6 ml. Somit muß man pro Film mindestens 240 ml Gebrauchslösung ansetzen.

      Die von Dir errechnete Zeit passt.
      Tendenziell würde ich etwas länger entwickeln, wenn der Film nicht unmittelbar nach der Belichtung entwickelt werden konnte.

      In den unendlichen Weiten dieses Themas gibt es auch schon Tests und Erfahrungsberichte zu dem Film.

      Wenn es weitere Fragen gibt, soi helfe ich gerne weiter.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Danke, Markus, daß Du uns Deine Erfahrungen mit der Kombination Pan-F und Wehner-Entwickler mitgeteilt hast.
      Es freut mich, daß alles so problemlos funktionirt hat.

      Meine Empfehlung für höhere Verdünnungen (z.B. 2,5+2,5+95) lautet, daß pro Film immer die Mindestmenge von 6+6 ml Konzentrat eingesetzt werden sollte.
      In Deinem Fall waren es aber nur 4,2+4,2 ml.
      Das bedeutet eine Abweichung von 30% von der vorgegebebenen Menge an Konzentrat. Das ist nicht unerheblich!

      Der Entwickler arbeitet aber stabil und gutmütig. Deshalb haben auch solche Abweichungen oft nicht sofort sichtbar negativen Koinsequenzen.
      Für ein Maximum an Bildqualität und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse sollte die Mindestmenge pro Film (6+6 ml) beachtet werden.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Noch ein paar Informationen zum Ilford Pan F.

      Mit diesem Film habe ich vor einiger Zeit noch einmal genauer befasst.
      Dafür gab es mehrere Gründe.

      Der Film liefert grundsätzlich eine hohe Bildqualität und ist der einzige Vertreter der klassischen Emulsionstechnologie im Bereich der gering empfindlichen Filme.
      Mit dem Wehner-Entwickler erreicht er seine Nennempfindlichkeit. So lässt er sich unter guten Lichtbedingungen gerade noch ohne Stativ verwenden.

      Der Film hat eine steile Gradation und kurze Entwicklungszeiten.
      Die Entwicklungszeit sind so kurz, daß sie schon in einen kritischen Bereich gelangt.
      Kürzere Entwicklungszeiten als 5 Minuten versuche ich zu vermeiden, da diese nicht mehr sicher reproduzierbar sind.
      Aus diesem Grund hatte ich für den Pan F ursprünglich eine Sonderentwicklung mit einer Verdünnung von 2,5+2,5+95 vorgesehen.

      Durch Rückmeldungen und Nachfragen weiß ich aber, daß diese Sonderentwicklungen unbeliebt sind.
      Deshalb habe ich den Pan F für die Standard-Entwicklung im Wehner-Entwickler zusätzlich neu eingetestet.

      Er läst sich in 6 Minuten zu einem Gammawert von 0,65 im Wehner-Entwickler entwickeln.
      So steht es jetzt auch im aktuellen Datenblatt.

      Diese Entwicklungszeit liegt gerade über der kritische Grenze von 5 Minuten.
      Sie bietet den Vorteil, daß man mit der gewohnten Standardentwicklung arbeiten kann.

      Kuze Entwicklungszeiten und hohe Maximaldichten machen einen Film natürlich auch interessant für eine Umkehrentwicklung.
      Wegen des etwas unsichern Verhaltens des latenten Bildes habe ichn diesen Ansatz nicht weiter verfolgt.
      Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Heute mal ein Beitrag zum Thema Ferrania P30 und Wehner-Entwickler

      Belichtet wurde auf ISO25
      Aufnahmegerät: Nikon F4 mit 2,8/55 Ai
      Entwicklung: Kippentwicklung bei 20°C, Mischung 1,2+1,2+97,6, Gesamtvolumen ~512ml

      Ich hatte immer Belichtungsreihe der Yashica wurde bei f11 und 1:30, 2:00 und 2:30 gemacht.

      Fehler: Hatte die Dose versehentlich nochmal geöffnet. Der Film war zum Glück unten im Paterson.
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    • Hallo Peter,

      deine Ergebnisse mit dem P30 gefallen mir. Ich werde wohl doch mal einen belichten müssen :whistling: .

      Allerdings kann ich Deine Verdünnungs-Rechnung nicht nachvollziehen. Du gibst eine Mischung von 1,2+1,2+97,6 an. Um auf die auf dem Datenblatt von Klaus angegebenen 6 + 6 ml Entwickler zu kommen, ist Faktor 5 notwendig. Das ergibt dann 6 + 6 + 488 und somit in Summe eigentlich 500 ml und nicht 512 ml. Die 512 ml wären 6 + 6 + 500 ml bzw. das Verhältnis 1,2+1,2+100. Wer von uns beiden hat jetzt den Knoten im Oberstübchen?

      Von Klaus habe ich damals den Hinweis bekommen, dass ein Ansatz von 1+1+98 (5+5+490) mit einen vertretbar kleinen Fehler auch funktionieren wird.

      Noch was: kannst Du bitte noch die Entwicklungszeit und den von dir verwendeten Kipprhythmus nachreichen?


      Vielleicht nimmt Klaus noch direkt Stellung zu deinem Beitrag.


      Gruß

      Volker
      Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
    • Hallo Volker,

      Man braucht 6ml je Entwicklerteil. Klaus hat eigentlich 1+1+98 empfohlen. Allerdings würde man dann einen 600ml-Tank benötigen. Den PatersonTank mit 500ml zu verwenden, muss geringer verdünnt werden.

      Das steht auch irgendwo auf Seite 53-55.
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    • Ah....ja ich hab dann wohl einen Tick mehr verdünnt :)..

      Kipprhythmus. Erste Minute Dauerkipper,danach jede Min 5 mal
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      Klaus Wehner schrieb:

      Hier die ersten Ergebnisse zum neuen HR 50 Film entwickelt im Wehner-Entwickler.

      Der Film weist einen hohen Kontrast auf.
      Mi der folgenden Verarbeitung ist der hohe Kontrast zu beherrschen:

      Wehner-Entwickler 2,5+2,5+95
      Rotatuion (75 U/Min.)
      22° C

      Bei einer Entwicklungszeit von 6 Minuten ergibt sich ein Kontrastindex von 0,65.

      Natürlich ist eine Kippentwicklung und andere Temperaturen auch möglich.
      Angaben dazu finden sich im Datenblatt.

      Herzliche Grüße
      Klaus
      Noch zwei Fragen zum Adox HR-50.

      Warum eigentlich 75U/min? Wie muss man dann kippen?

      Grüße
      Peter
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      Danke, Peter, daß Du uns Deine Ergebnisse mit dem P 30 gezeigt hast!

      Ich glaube die Bilder sprechen für sich.
      Mit diesem Film ist es nicht ganz einfach solche überzeugenden Resultate zu bekommen.
      Offenesichtlich hast Du alles richtig gemacht.

      Volker hat noch einmal nach der richtigen Verdünnung gefragt.
      Verdünnungen zwischen 2+2+96 und 1+1+98 sind möglich und getestet (für Spezialfilme!)
      Bitte unbedingt die Mindestmenge 6+6 ml pro Film beachten.

      Als besonders praktikabel hat sich die Verdünnung von 1,2+1,2+97,6 erwiesen.
      Hier bekommt man beim Einsatz von 6+6 ml Konzentrat ein Endvolumen von 500 ml.

      Das ist meine Empfehlung, so habe ich es bei #793 beschrieben und so steht es in der Vorschrift.

      Die Ursache dafür, daß sich auch mit so geringen Konzentrationen so überzeugende Ergebnisse erreichen lassen, liegt in einer Besonderheit des Entwicklers.
      Sobald der Film mit dem Entwickler in Kontakt kommt, bauen sich ungewöhnlich rasch Dichten auf und zwar auch bevorzugt in den gering belichteten Teilen.
      Beim Fortschreiten der Entwicklung nehmen dann langsam auch die hohen Dichten an Stärke zu.

      Diese besondere Kinetik unterscheidet den Wehner-Entwickler von anderen Entwicklern.
      So wird eine ungewöhnlich gute Ausnutzung der Empfindlichkeit erreicht.
      Das ist aber auch die Voraussetzung dafür, daß diese sehr hohen Verdünnungen möglich sind, ohne daß es Einbußen an Qualität und Empfindlichkeit gibt.

      Wichtig ist dabei, daß die Mindestmenge von 6+6 ml Konzentrat pro Film nicht unterschritten wird.

      Danke für die Beiträge!
      Vielleicht gibt es noch mehr Bildbeispiele mit dem P 30 (oder anderen Spezialfilmen wie den CMS 20)?

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Neu

      Klaus Wehner schrieb:

      anke, Peter, daß Du uns Deine Ergebnisse mit dem P 30 gezeigt hast!

      Ich glaube die Bilder sprechen für sich.
      Mit diesem Film ist es nicht ganz einfach solche überzeugenden Resultate zu bekommen.
      Offenesichtlich hast Du alles richtig gemacht.
      Bin mir nicht sicher. Laut meinen Ergänzungen auf deinem Waschzetteln habe ich ja mit 20Grad 13:50 Minuten entwickelt. Eigentlich hätten es 15:50 sein müssen, wenn ich es nochmal mit den Daten vom Zettel der heutigen Lieferung rechne. Jetzt bin ich unschlüssig, weil ich mir sicher bin mit 13:50 entwickelt zu haben. Ich rechne das immer vorher aus, die Zeit kommt dann nochmal auf einen Laufzettel und damit wird entwickelt. War es jetzt richtig 2min kürzer zu entwickeln?!
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