Kaufberatung Minolta Dynax 7

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    • Kaufberatung Minolta Dynax 7

      Guten Abend zusammen,

      ich bin gerade auf der Suche nach einer hochwertigen KB-Kamera mit AF-Objektiven. Dabei bin ich auf die Minolta Dynax 7 gestoßen. Aussehen und Eigenschaften gefallen mir und nun würde mich mal interessieren, ob jemand hier Erfahrungen mit dem Gerät sammeln konnte und evtl diese hier teilen möchte.

      Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

      Schöne Grüße,

      Chris
    • Hi!

      Ich hatte mal eine komplett mit Hochformatgriff. Das ist eine beeindruckende Kamera, vor allem dieses Wabenbelichtungssystem ist sehr zuverlässig. Jedoch ging die eine irgendwann nicht mehr auf und man musste sie manuell öffnen. Das ist nicht so ohne, man muss eine Klappe abschrauben um an die Entriegelung zu kommen denn wenn ein Film in der Kamera ist sperrt sie die Rückwand sodass man versehentlich nicht öffnen kann. Da sie jedoch irgendwann den Film jedoch nicht mehr zurückspulen wollte musste ich sie im Dunkeln aufschrauben. Sehr nervig. Das ist mir zweimal passiert, dann hab ich sie verkauft. Die zweite war auch nicht besser, die hat beim Transport Mucken gemacht und manchmal tat die Elektronik so, also hätte man sie nicht angesprochen, will sagen, sie hat nichts mehr gemacht. Da hat nur noch Aus- und wieder Einschalten geholfen. Dann hab ich den ganzen Kram verkauft. Ich habe im Rahmen des Ganzen auch immer wieder von mechanischen und elektronischen Problemen bei der Dynax 7 gelesen, die 9 soll da wesentlich besser sein, allerdings auch wesentlich schwerer und etwas teurer.
      Meine Dynax 600si hat mich nie im Stich gelassen, hat einen tollen Sucher und ein zuverlässiges AF-System, die Belichtung hat auch immer gepasst und es gibt eien Hochformatgriff. Teuer war sie auch nicht und die Objektive sind eh super.
      Ich rate dir aus eigener Erfahrung zur 600si.
      Grüße
    • Ich war auch ein 600si Jünger. :D Die mag ich eigentlich immer noch, aber wenn mit AF, dann auch mit allem Schnick-Schnack. Deshalb habe ich mir eine Eos 30 zugelegt, mit Hochformatgriff (für das schicke Aussehen), für Urlaubsdias usw. Vorteil ist hier die sehr moderne Technik mit vielen AF-Sensoren und man kann Objektive mit Bildstabilisator verwenden, was ja auch nicht zu verachten ist.
      Sie ist auch sehr hochwertig verarbeitet, die 600si hat da ein wenig zuviel Plastik-Charme... Aber dafür eine Kurbel, wobei man die Eos 30 so konfigurieren kann, dass sie den Film nicht ganz einzieht. Das ganze kommt einher mit sehr angenehmen Gewicht und handlicher Größe.
    • Ich hatte auch die Dynax 7 und habe noch die 600si. Wie Uwe schon schrieb: die 600si hat ihren eigenen Plastikcharme. Die Dynax 7 fühlt sich hochwertiger an. Mit Batteriegriff ist das schon ein schweres und solides Teil.

      Ich habe die Dynax 7 verkauft, weil sie mir persönlich zu nah an einer Digitalkamera herankam. Das war mir zuwenig analog. Ist natürlich Quatsch, aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass sie mir zuviel von meinem fotografischen Denken abnahm. Die Dynax 7 ist allerdings eine wirklich tolle Kamera. Aber nicht für mich.

      Die 600si liegt mir mehr. Auch hier reines Bauchgefühl.

      Wenn Du die Gelegenheit hast, nimm beide in die Hand und entscheide Dich dann, welche Dir mehr liegt.
      "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen." Teresa von Avila
    • Hallo Christopher,
      ich mag die Kamera sehr gerne und sie war mein Arbeitspferd. Allerding gibt es ein recht grosses Problem, welches auch der Grund ist, dass ich nun meine dritte habe (es gibt sie meist fuer ein Apfel und ein Ei).
      Das Problem ist der Schaerfentiefe-Vorschau-Knopf. Es kommt wohl recht haeufig vor, dass der Probleme bereitet. Man drueckt ihn und die Kamera zeigt "Error". Kamera aus, Kamera an. Es geht wieder. Einmal. Dann gleiches Problem und gleiches Procedere. Irgendwann geht dann nichts mehr. Zur gleichen Zeit fing immer auch der AF an zu spinnen. Die Kamera wird dann irgendwan unbrauchbar.

      Wenn du eine kaufst, achte auf diese zwei Punkte.

      Ich mag sie sehr gerne, aber der Fehler verleided es einem leider.

      Timgruss
    • Felix Endres schrieb:

      Jedoch ging die eine irgendwann nicht mehr auf und man musste sie manuell öffnen. Das ist nicht so ohne, man muss eine Klappe abschrauben um an die Entriegelung zu kommen denn wenn ein Film in der Kamera ist sperrt sie die Rückwand sodass man versehentlich nicht öffnen kann. Da sie jedoch irgendwann den Film jedoch nicht mehr zurückspulen wollte musste ich sie im Dunkeln aufschrauben. Sehr nervig. Das ist mir zweimal passiert, dann hab ich sie verkauft.


      Kann man machen oder die Bedienungsanleitung bis zum Ende lesen...

      Meine Dynax5 -auch mit dieser Verriegelung -wollte ich auch mal vorzeitig öfnnen-allerdings "nur" um ein Filmstück zur Teilentwicklung abzuschneiden. Es gibt eine Tastenkombination um die Verriegelung zu öffnen (während des Einschaltens AE-Lock und ISO-Knopf drücken). Das steht in der Bedienungsanleitung unter Fehlerbehebung (Trouble Shooting) beschrieben.
    • Kann ich verstehen. Ich habe jetzt im Urlaub "nur" eine Minolta 7000 benutzt. Ich hatte zwar auch die Dynax5 dabei, habe sie aber nicht einmal angerührt.

      Der Dynax5 kann ich aber dennoch eine Kaufempfehlung geben. Sie ist sehr leicht und hat alles, was man braucht. Ich hatte auch mal auf die Dynax7 geschielt, hatte aber beschlossen, dass sie mir nicht viel bietet, was das höheres Gewicht, Größe und Preis rechtfertigt.
    • Christopher Schmidtke schrieb:

      Hallo Felix,

      vielen Dank für deine Ausführungen! Ich hab mir sowas schon gedacht.. etwas älteres 'high-tech' macht irgendwann einfach Probleme..Man hat ja auch wenig Lust das gute Teil dann ständig zur Reparatur zu schicken (zuerst muss man natürlich noch jmd finden..)

      Dann werde ich mir die 600si mal anschauen.

      Chris


      Nun das kann man sicher so nicht sagen. Die Minolta 600si ist eine wirklich sehr solide und gute ergonomische Kamera, aber sie ist nicht weniger high-tech als die Dynax7 nur stammt sie aus einer anderen Zeit. Daher sollte man nicht davon ausgehen man erhalte eine vollmechanische Kamera wie die SRT 101. Das AF System der Dynax 7 ist dem der 600si haushoch überlegen

      Es gibt bei der Dynax 7 (aber auch bei fast allen AF-Minoltas) folgendes zu beachten, der Blendenmitnehmer Kameraseitig muss mechanisch intakt sein und sehr wenig Spiel aufweisen. Beschädigungen können zb durch fehlerhafte Objektive, schlecht verarbeitete Fremdobjektive oder auch durch Verschleiss auftreten.

      Bei der Dynax 7 Serie hat Minolta seinerzeit auf einen Software Fehler hingewiesen der durch den Service kostenlos behoben wurde (Zitat Minolta):
      "FOR THE PURCHASERS OF MAXXUM/DYNAX 7 -
      IN-CAMERA SOFTWARE REVISION INFORMATION
      Thank you very much for purchasing the Maxxum/Dynax 7.
      Some Maxxum/Dynax 7 cameras were found to have problems
      which inhibit some operation in the depth-of-field preview, memory,
      and the DX memory functions. If your camera is affected, Konica Minolta
      will revise the software in the camera free of charge at Konica Minolta
      service facilities from 2000-10-19. ...............

      HOW TO IDENTIFY THE BODY
      Check the serial number on the bottom of your camera.
      Products with serial numbers starting with the following first
      four digits may contain the affected units.

      9700XXX 9800XXXX 9900XXXX"


      Die Echtzeituhr verliert manchmal die Zeit nach Batterientnahme, das kann daran liegen das der interne Akku durch lange Lagerung nicht ausreichend geladen ist. Daher den Test erst durchführen wenn eine neue Batterie länger eingelegt war und der interne Akku sich ausreichend laden konnte.

      Darüber gab es hier und da Problem mit dem Datenprojektor was sich als grüner Schimmer auf dem Film äusserte.

      Die Probleme mit der Filmrückspulung und der Filmklappe wurden ja schon erwähnt.

      Service zur Dynax 7 wie auch zur Dynax 9 gibt es bei Runtime Contract in Bremen. Die haben zu Minolta Zeiten ofiziell auch die Garantie erledigt und verfügen über Ersatzteile.

      Alles in allem ist es aber eine Zuverlässige und faszinierende Kamera. Ich hatte nie ein Problem mit Ihr und eine meiner Kameras kommt sogar aus der besagten Charge 9800XXXX. Wie bei allem wird sowas nicht immer so heiss gegessen wie es gekocht wird, aber achten sollte man beim Kauf schon drauf.

      Gegenüber der Dynax 9 hat sie sehr viele Errungenschaften die sie nach meinem Dafürhalten zu eine der innovativsten Kameras ihrer Zeit macht. Ich hätte einge Funktionen gerne in einer Dynax 9 Mark II gesehen, leider kam die digitale Revolution dazwischen.

      Hans Wöhl schrieb:

      Der Dynax5 kann ich aber dennoch eine Kaufempfehlung geben. Sie ist sehr leicht und hat alles, was man braucht. Ich hatte auch mal auf die Dynax7 geschielt, hatte aber beschlossen, dass sie mir nicht viel bietet, was das höheres Gewicht, Größe und Preis rechtfertigt.


      Das hängt sicher von den eigenen bedürfnissen ab, die Dynax 5 ist aber in keinster weise mit der Dynax 7 vergleichbar. Das beginnt schon damit das sie keinen echten Prismensucher sondern nur einen Pentamirror also Spiegelsucher besitzt. Verschlusszeiten X-Synchrozeit und Wireless Synchrozeiten sind alle erheblich unter der Dynax 7. Ebenso das AF Modul. Hinzu kommt das die Dynax 5 keine DMF Funktion besitzt. Ebenso fehlt ein AF Hilfslicht. Auch die Ergonomie der Kamera und auch die individuelle Anpassbarkeit an den Benutzer ist nicht vorhanden noch eine Spiegelvorausauslösung.

      Gruß

      Marwan
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Christopher Schmidtke schrieb:

      Wie schauts denn mit den Objektiven aus? Brauchbar oder eher nicht?


      Absolut! Minolta gehörte in der Analaogen Zeit zu den sogenannten "Grossen Drei" und besass in der Objektivherstellung einen guten Namen. Besonders bei Bokeh fanatikern. Leica zB bezog Linsen und auch komplette Objektive von Minolta. Bis anfang/mitte der 80iger hatte Minolta sogar eine eigene Glashütte für optisches Glas und belieferte Firmen wie u.A. Schneider und Leica. Viele Objektive sind Spitzenklasse zB das APO G 2,8 200mm, es dürfte eines der besten dieser Brennweite sein. Ein besonderer Leckebissen ist auch das Minolta AF 135/2.8 [T4.5] STF the135stf.net/ . Lichtstarke Festbrennweiten wie das 1,4/35mm sowie das 1,4/85mm brauchen auch heute nicht den vergelich zu scheuen zu den Nachfolgemodellen im aktuellen Sonyprogramm von Carl Zeiss. . Diese sind wirklich nur marginal besser. Von 16mm Fishey bis zum 4/600mm Supertele, spezial Optiken für den Mikro und Makrobereich sowie dem einzigen AF 500mm Spiegeltele der Welt, ist fast alles dabei was man braucht.

      Da Minolta 1985 mit der Minolta 7000 als erster Hersteller überhaupt AF angeboten hat gibt es unterschiedliche Generationen. Alle Objektive sind aufwärtskompatibel und können ohne Probleme auch auf aktuellen Sony Alpha DSLR Kameras verwendet werden. Objektive der xi Reihe sind nicht abwärtskompatibel und arbeiten nicht mit den alten Minolta Gehäusen der 5000/7000/9000 sowie der 7000i/8000i zusammen. Darüber hinaus gibt es seit 1999 auch SSM Ultraschallobjektive. Diese müssen gehäuseseitig unterstütz werden was neuere Kameras ermöglichen. Die Dynax 9 kann nachgerüstet werden (bis vor kurzem ging das jedenfalls noch).

      Wenn DU eingrenzt was Du so vorhast (Motiv und Budget) kann ich Dir ein paar Linsen nennen die Du Dir mal genauer anschauen solltest.

      Gruß

      Marwan
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Meine Erfahrungen mit Minolta Objektiven beschränken sich auf wenige und die meisten des MD-Bajonetts.
      Von denen entäuschte mich einzig das 35-70mm F3,5 Zoom so ziemlich. Aber vielleicht hatte ich auch nur ein schlechtes Exemplar.

      Umso mehr war ich dann vom 35-70mm F4 an meiner aus Spass gekaufter 7000 überascht. Positiv überracht, versteht sich :)