Kiey 88 oder Bronica Zenza? Dank euch,

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kiey 88 oder Bronica Zenza? Dank euch,

      nämlich einem Verkaufsthread und vor allem Ernst seinem Thread "Kennt ihr das auch.." habe ich ein paar gedankenreiche Tage hinter mir. :rolleyes:

      Folgende Problematik:
      Durch Ernst seinen Thread bin ich das erste Mal, seit ich analog fotografiere, nochmal richtig in mich gegangen. Bislang dachte ich, ich hätte nicht viele Kameras, und die paar auf meinem Regal sind alle gut, für mich und meine Ansprüche gerecht. Schließlich kaufe ich nicht blind irgendwelche Kameras und Objektive, sondern habe alles sorgsam für das, was ich fotografisch festhalten möchte, ausgewählt.
      Und doch bin ich tief in mir noch am Zaudern. Ich besitze viel Kleinbild und 2 Mittelformat. Doch nur ein verschwindend geringer Teil meiner Fotos mache ich noch mit 136er Film, vielmehr ist fast nur noch meine Yashica im Einsatz. Mich faszinieren unter anderem die Einfachheit der Kamera, das Format 6x6 und ganz einfach das Mittelformat an sich. Die Yashica ist eine unglaublich tolle und vielseitige Kamera, allein der Fakt, dass sie leicht und unkompliziert ist, lässt sie zum perfekten Begleiter in jeder Lebenslage sein. Sie ist praktisch überall dabei.

      Und das hat mich gestern Nacht zu einer Entscheidung kommen lassen: ich werde meinen Bestand an Objektiven und Kameras doch ausdünnen. Erst einmal nur das, wo keine Emotionen damit verbunden sind, was ich wirklich nicht mehr zwingend brauche und was ich auch in letzter Zeit kaum mehr in der Hand hatte. Denn dazu ist es zu schade, wenn es bei mir nur herumsteht und dadurch Standschäden erleidet. So geschehen an meinem Yashinon 50 1,8, welches seit 2 Jahren nur steht, und mittlerweile fängt die Blende an, leicht schwergängig zu werden. Das möchte ich nicht, und vor allem bringt es mir nichts..

      Was aber Fakt ist, und was ich seit Ewigkeiten schon haben wollte, ist eine Mittelformat SLR mit Wechselobjektiven und als Hauptaspekt die Möglichkeit, verschiedene Filme parallel nutzen zu können.
      Und da kam letztens der Verkaufsthread mit der Revue 66 ins Spiel, welche diese leicht ins Hinterbewusstsein geratene Begehrlichkeit nach diesem Typ Kamera wieder erweckte.

      Angefixt begab ich mich auf die Suche nach Hinweisen zur Revue ins Netz, und fand heraus, dass es "nur" drei Objektive dafür gibt, und ansonsten nur teure Hasselbladlinsen (1000f und 1600f) angeflanscht werden können.
      Dann kam weiter der nachfolgende große Bruder ins Spiel, die Kiev 88. Sie gefällt mir sehr gut, ich durfte sie schonmal bei einem Freund etwas ausprobieren, und nur der mächtige Spiegelschlag und die Gefahr, dass der Metall-/ Tuchverschluss sehr schnell durch Unüberlegtheit/ Schluderei beschädigt werden kann, lässt mich etwas zögern. Aber: ich habe ein sehr gutes Angebot erhalten, womit sie wieder im Rennen ist.

      Als zweite Möglichkeit kommt das Bronica Zenza SQ System in Betracht. Dort gefällt mir, dass es das modernere System ist, mit Spiegelvorauslösung und dem Zentralverschluss. Das Plastikfeeling würde mich nicht stören.

      Was meint ihr, was sind eure Meinungen zu den einzelnen Systemen? Was gäbe es noch ausser Hasselblad im 6x6 Format, möglichst erschwinglich?

      Vielen Dank :thumbup:
      Sonnige Grüße
      Nick

      Flickr
    • Moin, ich habe eine Kiev 60. Diese hat ja ebenfalls diesen starken Spiegelschlag. Eine Spiegelvorauslösung ergibt meinen Tests nach (mit der 60) nur bei recht kurzen Verschlusszeiten (ab 1/250 S und schneller) einen Sinn. Solltest du also eher mit langen Zeiten fotografieren, kann man auf die Vorauslösung bzw. auf eine entsprechend teurere Kamera verzichten. Hier macht sich das kurze Erschüttern in der Gesamtbelichtungszeit visuell nicht mehr bemerkbar.
    • Hallo Nikolaus,

      ich denke dir wird jeder nur seine eigenen Vorlieben nennen können.
      Ich für meinen Teil habe mit einer Seagull im MF angefangen und jetzt ist
      es eine Pentacon Six geworden. Als ich noch studierte habe ich eine mit Koffer
      und 3 Objektiven von einer Kommilitonin für 70 Euro kaufen können, aber die Zeiten
      waren alle nicht in Ordnung und so habe ich sie international unter das Volk gebracht.
      Aber irgendwann musste ich wieder zugreifen. Aber wieder selbe Enttäuschung. Von meinem
      ersten Gehalt habe ich sie dann aber bei Herrn Baier Generalüberholen lassen und
      die Spiegelvorauslösung einbauen lassen. Er hat super Arbeit geleistet, denn
      seitdem nutze ich fast ausschließlich diese Kamera und ich bin immer wieder
      beeindruckt wie vielseitig sie ist.
      Zur Kiev 88 habe ich auch geschielt und schiele immernoch, vorallem da bei einer
      bestimmten Modellreihe das P6-Bajonett verwendet wird. Und die Optiken sind einfach
      allererste Sahne - und so schön lichtstark. Außerdem kann ich hier Magazine wechseln,
      aber das fehlt mir bisher nicht so sehr an der Pentacon Six.
      Letztendlich liegt es an dir, was du dir zulegst, aber die Erfahrungswerte der anderen
      Forenten können dir sicher helfen.

      Liebe Grüße
      Mike
      Ehrlichkeit ist die beste Kritik.
    • Hallo Nikolaus,
      ich würde auch die Bronica EC-TL mal ins Spiel bringen. Das System stammt aus den Siebzigern, hat die Würfelform mit Wechselmagazinen und einen Schlitzverschluss. Der Spiegelschlag ist auch ziemlich stark, aber die Objektive (Nikkore oder Zenzanone) sind sehr gut und inzwischen ausgesprochen preiswert. Das beste an der Kamera ist, dass sie einen Belichtungsmesser und sogar eine Zeitautomatik eingebaut hat, was sie fast zu einer Schnappschusskamera macht. Nachdem ich auch die Kiev 88, die PentaconSix und die Rollei 6008 ausprobiert habe, bin ich schließlich reumütig zur Bronica zurückgekehrt. Das einzige System, was für mich noch den gleichen Spaß bringt, ist die Rollei SL66, aber die liegt in einer ganz anderen Preisklasse.
      Beste Grüße
      Erik
    • Ernst Steiner schrieb:

      Die Kiew 66/88 ist ja der "Nachbau" des HB-Würfels und hat , so weit ich mich noch erinnern kann, doch einigen techn. Macken.

      Mit dem HB-Würfel, mit dem heute Habla assoziert wird, nämlich dem der 500er Serie hat die Kiev88 allerdings außer Äußerlichkeiten nichts mehr gemein.

      Davon ab würde ich jedem, der über eine K88 nachdenkt, raten, sich mal Gedanken darüber zu machen, warum es wohl gleich mehrere Betriebe gibt, die sich darauf spezialisiert haben, diese Kameras(und zwar nicht nur gebrauchte, sondern auch neue!) derart zu modifizieren, dass sie hinterher tatsächlich zu gebrauchen sind. ;)

      Bezüglich Eingangsfrage also ganz klar: Bronica!
    • Hallo.
      Ich benutze regelmäßig neben diversen Rollei TLR´s, eine Zenza Bronica SQ-A.Objektive habe nur zwei,beides die älteren 80er und 50er ,beide S version.Das auslösegeräusch ist ,sagen wir mal,deutlich wahrnehmbar .Aber wenn mann TLR´s gewohnt ist trifft das auf alle SLR´s zu,mal mehr mal weniger.
      Die Objektive bekommt mann teilweise super günstieg und qualitativ brauchen sie sich nicht hinter den zeitgenössischen Optiken
      der anderen verstecken (so Walther E. Schön) der diverse Zenzanon in der Color Foto (80ziger jahre) getestet hat.
      Mein 50 und 80 machen da keine ausnahme.
      Plastikgefühl kommt zumindest bei mir nicht auf,die Kamera liegt gut in der Hand und ist tadellos verarbeitet.
      Probleme scheint es mit der Ersatzteilversorgung und reperaturmöglichkeiten zu geben,deswegen währe Mamiya evtl eine alternative ?
      Einfach mal wenn die möglichkeit besteht selber in die Hand nehmen.
      Viel spass beim entscheiden :)
      Glückauf.
    • Nikolaus Buhn schrieb:


      Was meint ihr, was sind eure Meinungen zu den einzelnen Systemen? Was gäbe es noch ausser Hasselblad im 6x6 Format, möglichst erschwinglich?


      Dem was Siegried Reich über die Kiev's meinte, würde ich zustimmen und somit ebenfalls zur Bronica tendieren.

      Ich hab' selber ZenzaBronica SQ-A & SQ-Ai (zusätzlich mit TTL-Blitzautomatik).

      Die Kameras kriegt man recht günstig, auch die "üblichen" Objektive. Bei denen gab's mal eine Überarbeitung und die Namen wechselten von Zenzanon S auf Zenzanon PS.
      Die Bronica's sind von guter Qualität aber ganz bestimmt nicht "über jeden Zweifel erhaben".
      So etwa brach beim meiner SQ-A der Hebel für Mehrfachbelichtungen ab und bei der SQ-Ai drückt die Feder des Batteriefachs etwas nach aussen und ohne Stativ haben die Knopfbatterien daher oftmals keinen Kontakt (weil ansonsten die StativPlatte gegen das Batteriefach drückt).

      Die älteren Bronica's (mechanische S-Reihe, zB S, S2, S2a &
      elektronische EC-Reihe zB EC, EC-TL) verfügten über Schlitzverschlüsse
      und hatten zwar den Vorteil, das Objektive unabhängig des
      Spannungszustand angesetzt werden konnten, aber auch so ihre Macken.
      Sei es Mattscheibenbefestigung (S,S2) oder Batterieverbrauch (EC, EC-TL). Wirklich empfehlenswert wären wohl nur die S2a & EC-TL.
      Äusserlich gefallen mir diese Kameras sehr.

      Wenn dir die Yashica TRL so gut gefällt, so ist vlt auch eine weitere TLR in Betracht zu ziehen?
      Da wäre das recht verbreitete C-System von Mamiya welches TLR und WechselObjektive miteinander vereint. Erfahrung damit habe ich zwar keine, doch immer nur gutes gehört. Diese Baureihe hatte sehr lange Bestand und entsprechend viele Kameras und Objektive gibt es.

      Ein ebenfalls recht verbreitetes System war die Pentax 67&67. Ok, ist halt nicht 6x6. Auch damit lässt sich ein verhältnismässig günstiges und gleichzeitig hochwertiges System zusammenkaufen.

      Ansonsten gäbe es noch viele weitere im Mittelformat.
      6x6-SLR "Würfel" etwa Kowa Six (vollmechanisch) und auch einige Messucher Mamiya, Omega und natürlich die 645er & 67er MF Kameras von Bronica & Mamiya.

      Die Kowa Six (mehrere Modelle) ist nur im angelsächsischen Raum einigermassen verbreitet, hier also eher exotisch. Die Mechanik eher "grobschlächtig" wirkt aber sehr robust. Wunderbares Arbeitsgerät.

      Als "Exoten" gelten die MF-Messsucher deren Vorfahren die "Falter" und Combat- &Press-Kameras waren.
      Solche Kameras gab's von Omega (Konica), Mamiya, Fuji und Linhof. Viele dieser waren für 6x7 oder gar 6x9.

      Mittelformat ist ein äusserst spannendes Betätigungsfeld. Viele unterschiedliche Konzepte und interessante Konstruktionen.
      Ein Augenmerk würde ich dringend auf die Objektive werfen. "Welche gibt es, wie teuer sind sie".
      Wie immer ist auch der jeweilige Zustand sehr entscheidend. Bei MF ist alles etwas grösser und entsprechend wirken die physischen Kräfte ein.
    • Wolfram Wilms schrieb:

      Probleme scheint es mit der Ersatzteilversorgung und reperaturmöglichkeiten zu geben,deswegen währe Mamiya evtl eine alternative ?

      Ne 6x6 SLR von Mamiya zu finden, dürfte eine Lebensaufgabe werden. ;)

      PS: Wenn Du mit Akkubetrieb leben kannst, schau Dir mal ne SLX oder 6002(wenn Magazin gewünscht, 6006) an. Die Dinger sind chronisch unterbewertet.
      Neuere Modelle sind zwar "besser", aber eben auch teurer(auch von den PQ-Linsen her, wenn man denn alle Automatiken der Modelle 6003/6008 nutzen will).
      Optisch sind älteren Objektive(alles Zeissige) völlig identisch und wirklich "über jeden Zweifel erhaben".
      Beli(auch mit Lichtschacht) hast du in jedem Fall!
    • Ich habe hier noch einen Vega-12 F/2,8-90mm gerade zurueck von Arax. Kompleet mit vorn- und hinten (P-6) Deckel. Einen Kiev-6C (-6S) in 6x4,5 bekommst du umsonst dabei zusammen mit einem Prisma Sucher. Past natuerlich auch mit den Carl Zeiss Jena (DDR) Objektiven.
      "De enige beperking in je fotografie ben je zelf"
      http://www.FotohuisRoVo.nl
      http://gallery.fotohuisrovo.nl/

      http://www.flickr.com/photos/fotohuisrovo/
    • Wow, vielen Dank für die ganzen Überlegungen, Ratschläge und Erklärungen! Habe einiges zu lesen und werde da sicher noch weiter rumknabbern.

      Auf die Schnelle habe ich aber schon ein paar Vorschläge aussortiert, nämlich alles, was keine Filmrückteile zum Wechseln bietet. Das muss wirklich sein.Weiter kommen keine anderen Filmformate in Frage. 6x6 ist sehr spannend, für 6x7 oder gar 6x9 steht eher ein Falter auf meiner Wunschliste, das ist aber ein anderes Feld, das noch bearbeitet werden muss.

      Der Einwand mit der Bronica EC-TL ist super, allerdings habe ich einfach grundsätzliche Bedenken bezüglich des Tuchverschlusses. Im Normalfall sollte da nichts beschädigt werden im bedachten Fotoalltag, aber immerhin ist es eine zusätzliche Fehlerquelle. Was mir gefällt, dass die Objektive so weit nach innen ins Gehäuse bauen, dadurch ist sie von aussen relativ kompakt und gewichtsmäßig ausgewogen. Preislich auch sehr interessant, sie ist auf jeden Fall mit auf der Liste.

      Rollei SLX oder 6006 sind ebenfalls eine Option, wenngleich auch die teuersten. Werde aber trotzdem mal eine Auge darauf werfen.
      Kowa Six als Version 2 gefällt mir sehr gut, allein schon wegen der Historie, wird allerdings schwer sein, ein schönes Set zu akzeptablen Preisen zusammenzustellen.. Na, vielleicht hilft mir ja mal der Zufall und sein Bruder, das Glück, dass ich was passendes davon finde.
      Danke auch für die Hinweise zur Kiev 88 und dem P6 Bajonett. Die Kiev ist nach wie vor optisch ein Augenschmaus, den Nostalgiefaktor hat sie somit definitiv gewonnen.

      Oh weh, das wird eine schwierige Suche..

      Der Geräuschpegel einer SLR, kommend von einer TLR, ist wirklich enorm laut. Das muss man aber halt einfach in Kauf nehmen..
      Wie ist der Unterschied in Sachen Anfälligkeit Schlitzverschluss zu Zentralverschluss? Da es immer wieder heißt, der Zentralverschluss würde im Alter ohne regelmäßige Benutzung verharzen und somit die Zeiten länger werden.
      Sonnige Grüße
      Nick

      Flickr
    • Nikolaus Buhn schrieb:


      Rollei SLX oder 6006 sind ebenfalls eine Option, wenngleich auch die teuersten. Werde aber trotzdem mal eine Auge darauf werfen.


      Die Modelle mit Wechselmagazin, auf das es Dir ja ankommt, sind 6006 und 6008. Allerdings kann man zumindest bei der 6003 die Rückwand durch ein Wechselmagazin ersetzen, damti wird sie zur 6008 ohne Spotmessung.
      Bei der 6000er-Serie handelt es sich um ein durchdachtes System mit vielen pfiffigen Details. Ich habe sehr gern damit fotografiert und glaubte nach mehreren Versuchen mit anderen 6x6-SLRs, das richtige System gefunden zu haben. In meinem Fall gab es allerdings Probleme mit der Elektronik, ich bin dann wieder ausgestiegen (zumal mir TLRs ohnehin immer die liebsten geblieben waren). Den oft vorgebrachten Einwand, die Stromversorgung sei nicht gewährleistet, würde ich nicht gelten lassen - es gibt mehrere Anbieter, die die alten Akkugehäuse mit neuen Zellen bestücken, und es gibt vernünftige Ladegeräte.



      Nikolaus Buhn schrieb:


      Der Geräuschpegel einer SLR, kommend von einer TLR, ist wirklich enorm laut.


      Na ja, richtig leise ist eine Yashicamat aber nicht...
      Beste Grüße
      Jan
    • Jan Seifert schrieb:

      Allerdings kann man zumindest bei der 6003 die Rückwand durch ein Wechselmagazin ersetzen, damti wird sie zur 6008 ohne Spotmessung.

      Das stimmt so nicht ganz. Die 6003 bietet neben der Integralmessung ebenfalls Spotmessung. Was bei ihr eingespart wurde, ist die Multispotmessung(und, nebenbei bemerkt auch noch ein paar andere Sachen). Auch sollte erwähnt werden, daß es nur bei der 6003 SRC 1000(die Graue) möglich ist, einfach die Rückwand gegen ein Magazin auszutauschen. Die Nachfolgerin 6003 professional(die Schwarze) hat eine einklickbare Filmbühne, die, folgt man dem Hinweis des Herstellers, in diesem Fall gewechselt werden soll(Und so ein Teil muß man erstmal kriegen!).
      Meine ganz persönliche Meinung zu 6003/6008? Rein technisch gesehen das mit Abstand genialste 6x6 System:
      - extrem wertig, zuverlässig und präzise arbeitend
      - Zeitautomatik, Blendenautomatik, Programmautomatik und Manuell
      - Motorantrieb mit 2,5 Bildern/Minute
      - Belichtungsreihenautomatik
      - Mehrfachbelichtung per kurzem Dreh
      - SVA an Kamera und am Handauslöser
      - Gurt-Schnellverschlüsse
      - Unschlagbare Optiken(Zeiss und Schneider) mit bei allen Zeiten blitzsynchronisierten Direct-Drive-Zentralverschlüssen(da gibt es kein Verharzern)
      - Optiken mit Innen- und Außenbajonett für Filter und Geli
      - sehr großer und damit übersichtlicher Suchereinblick mit LED-Anzeige aller relevanten Daten
      - supergeile(!) Hihg-D-Mattscheibe(wenn eingebaut - sie ist allerdings auch extrem(!) anfällig für Verschmutzungen)
      - Magazine mit Übertragung der ASA und mit Rollo statt Schieber
      - eingebaute Stativkupplung
      - keinerlei Schaumgummidichtungen o.ä., die nach Jahren bröselig werden und ersetzt werden müssen
      - kinderleichter und damit schneller Filmwechsel ohne das MF-typische Gefummel
      usw.usf. (das war jetzt nur aus dem Gedächtnis)

      Ich habe meine nach langem Kampf trotzdem gegen ne 500er getauscht, da
      - im Vergleich zur 500er groß und schwer(Klar, man hat dafür auch Motorantrieb, aber der läßt sich halt auch nicht abnehmen.)
      - Akku-Betrieb
      - viel(und wenn ich sage viel, dann meine ich viel) Elektronik, die ich persönlich nicht genutzt habe
      - extrem eingeschränkter Kreis von Reparateuren
      -"Belederung" aus Plaste mit entsprechendem Feeling

      Wie man die Punkte auf der Negativseite gewichtet, muß jeder selbst entscheiden.

      Nikolaus Buhn schrieb:

      Was mir gefällt, dass die Objektive so weit nach innen ins Gehäuse bauen, dadurch ist sie von aussen relativ kompakt und gewichtsmäßig ausgewogen.

      Da würde ich an Deiner Stelle aber nochmal ausgiebig recherchieren oder noch besser bei Gelegenheit auf ne Fotobörse gehen und das Teil in die Hand nehmen. Ich hab letzteres mal gemacht und muß sagen: So kompakt die auf Fotos auch aussieht(Und das Design fetzt ja wirklich!) - ich finde, sie ist in echt ein ganz schöner Klopper und vor allem schwer!
      lh4.googleusercontent.com/-j36…3-h800-no/_IGP4126web.jpg

      Wenn Optik+Haptik der Kamera für Dich nicht vorrangig sind, würde ich persönlich definitiv lieber eine SQ nehmen.
      Die hat Zentralverschlußoptiken, ist jünger, leichter, dem Vernehmen nach viel zuverlässiger und man bekommt problemlos Zubehör und Optiken.
      Um verharzte Hemmwerke mußt Du Dir bei der Bronica auch keine Sorgen machen, denn die Verschlüsse werden nicht mechanisch, sondern elektronisch gesteuert.