Kiey 88 oder Bronica Zenza? Dank euch,

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    • Siegfried Reich schrieb:


      Das stimmt so nicht ganz. Die 6003 bietet neben der Integralmessung ebenfalls Spotmessung. Was bei ihr eingespart wurde, ist die Multispotmessung


      Danke für die Korrektur, das habe ich in der Tat verwechselt.

      Siegfried Reich schrieb:

      Auch sollte erwähnt werden, daß es nur bei der 6003 SRC 1000(die Graue) möglich ist, einfach die Rückwand gegen ein Magazin auszutauschen. Die Nachfolgerin 6003 professional(die Schwarze) hat eine einklickbare Filmbühne, die, folgt man dem Hinweis des Herstellers, in diesem Fall gewechselt werden soll(Und so ein Teil muß man erstmal kriegen!).


      Ich hatte neben der 6008 prof. die schwarze 6003 prof. (als 'Beifang') und konnte sie ohne Probleme mit einem 6008-Magazin betreiben. Die Rückwand lässt sich auf dieselbe Weise ausklinken wie die Magazine.
      Beste Grüße
      Jan
    • Jan Seifert schrieb:

      Ich hatte neben der 6008 prof. die schwarze 6003 prof. (als 'Beifang') und konnte sie ohne Probleme mit einem 6008-Magazin betreiben. Die Rückwand lässt sich auf dieselbe Weise ausklinken wie die Magazine.

      Jaja. Daß das geht, ist schon klar. Und in wie weit sich die Filmführungen voneinander unterscheiden, kann ich Dir auch nicht sagen, aber herstellerseitig wird definitiv gefordert, die Filmführung zu wechseln.
      Angeblich wäre die Filmplanlage optimiert.
    • Siegfried Reich schrieb:

      Motorantrieb mit 2,5 Bildern/Minute

      Ups. Das wäre dann wohl mit defekten Akkus der Fall, die zwischen den Aufnahmen kurz zwischengeladen werden müssen. :D
      Ansonsten muß das 2,5 Bilder/Sekunde heißen. ;)

      Siegfried Reich schrieb:

      sehr großer und damit übersichtlicher Suchereinblick mit LED-Anzeige aller relevanten Daten

      Kleine Ergänzung am Rande(und daran erkennt man gut, wie durchdacht das ganze System ist):
      Diese Infoleiste wird, sobald statt des Lichtschachts ein Prisma aufgestzt wird, "gespiegelt" und ist somit wieder richtig ablesbar.
    • Siegfried Reich schrieb:

      Jan Seifert schrieb:

      Ich hatte neben der 6008 prof. die schwarze 6003 prof. (als 'Beifang') und konnte sie ohne Probleme mit einem 6008-Magazin betreiben. Die Rückwand lässt sich auf dieselbe Weise ausklinken wie die Magazine.

      Jaja. Daß das geht, ist schon klar. Und in wie weit sich die Filmführungen voneinander unterscheiden, kann ich Dir auch nicht sagen, aber herstellerseitig wird definitiv gefordert, die Filmführung zu wechseln.
      Angeblich wäre die Filmplanlage optimiert.


      Ich habe die Unterlagen ja nicht mehr, bin mir aber sehr sicher, dass der Magazinbetrieb lt. Bedienungsanleitung ohne Umbauten vorgesehen war. Anders verhält es sich m.W. mit dem Austausch von Magazinen/Rückwänden zwischen 6006 und 6002 - aber ich kann das jetzt nicht mehr belegen.
      Beste Grüße
      Jan
    • Jan Seifert schrieb:

      Ich habe die Unterlagen ja nicht mehr, bin mir aber sehr sicher, dass der Magazinbetrieb lt. Bedienungsanleitung ohne Umbauten vorgesehen war.

      Ich habe die BDA der 6003prof noch und da steht wortwörtlich auf S 24. unter "Betrieb mit Wechselmagazin":

      "Bei Verwendung von Wechselmagazinen muß die sereinmäßige Filmbühne durch eine für das Magazin optimierte Variante ersetzt werden. Sie ist als Zubehör unter der Best.nr. 13493 lieferbar."

      An der 6002 lassen sich übrigens gar keine Magazine verwenden, da die Rückwande für SLX/6002 und Magazine für 6006(und natürlich auch System 6000) nicht untereinander austauschbar sind.

    • Danke für die Aufklärung - wieder was gelernt! :)

      Siegfried Reich schrieb:

      Jan Seifert schrieb:

      Ich habe die Unterlagen ja nicht mehr, bin mir aber sehr sicher, dass der Magazinbetrieb lt. Bedienungsanleitung ohne Umbauten vorgesehen war.

      Ich habe die BDA der 6003prof noch und da steht wortwörtlich auf S 24. unter "Betrieb mit Wechselmagazin":

      "Bei Verwendung von Wechselmagazinen muß die sereinmäßige Filmbühne durch eine für das Magazin optimierte Variante ersetzt werden. Sie ist als Zubehör unter der Best.nr. 13493 lieferbar."

      An der 6002 lassen sich übrigens gar keine Magazine verwenden, da die Rückwande für SLX/6002 und Magazine für 6006(und natürlich auch System 6000) nicht untereinander austauschbar sind.

      Beste Grüße
      Jan
    • Nikolaus Buhn schrieb:

      Dann kam weiter der nachfolgende große Bruder ins Spiel, die Kiev 88. Sie gefällt mir sehr gut, ich durfte sie schonmal bei einem Freund etwas ausprobieren, und nur der mächtige Spiegelschlag und die Gefahr, dass der Metall-/ Tuchverschluss sehr schnell durch Unüberlegtheit/ Schluderei beschädigt werden kann, lässt mich etwas zögern. Aber: ich habe ein sehr gutes Angebot erhalten, womit sie wieder im Rennen ist.


      Hallo Nikolaus,

      Wie bei allem muss man sich bei einem System immer die frage stellen was man prinzipiell anstrebt. Was planst du zu Fotografieren und was sind deine Ansprüche.

      Die Kiev 88 und Ihre Derivate wie Pentasix, Arax, Hartbelei und Kiev88 CM sind, wenn man eine umfangreiche Objektiv- sowie Zubehörausstattung anstrebt vom Finanziellen Aspekt her gesehen unschlagbar.

      Bei keinem anderen System hast Du die Auswahl an preisgünstigen und relativ guten Linsen von 30mm bis zum 5,6 APO 500mm allein schon vom Hersteller Arsenal Kiev. Rechnet man dann noch die Carl Zeiss Jena Optiken und die von Schneider Kreuznach hinzu (letztere natürlich auf allerhöchstem Qualitäts- aber auch Preis Niveau) fällt dieser Punkt Optik ganz klar dem Würfel aus der Ukraine zu.

      Was den Verschluss der Kiev betrifft handelt es sich dabei um einen Schlitzverschluss mit einer Synchrozeit von 1/30s. Das Klingt erst ein mal wenig aber vergelichbare MF Kameras mit Schlitzverschluss aus Japanischer Fertigung sind da auch oft nicht besser. Solltest Du also Outdoor Blitzfotografie anstreben geht das zwar mit abstrichen auch aber hier ist die Kiev ehr im Nachteil und eine Kamera mit Zentralverschluss wie die Hasselblad ist da sinnvoller.
      Im Studio ist das mehr oder weniger egal und die Kiev kann dann bei einigen Objektiven wie zB dem 250mm Jupiter mit einer Anfangsöffnung von f 3,5 aufwarten was bei der Hasselblad auf grund des Zentralverschlusses zB nicht geht sie ist systembedingt bei dieser Brennweite auf 5,6 begrenzt.

      Zum Verschluss selber, ich Fotografiere mit der selben Kiev88 seit 1991 ohne jegliche Probleme. Darüber hinaus besitze ich auch die neueren Modelle mit Tuchverschluss. Der Verschluss ist nicht weniger empfindlich als andere. Die Dünne Metallfolie sieht im ersten Moment sehr filigran aus ist sie aber nicht. Die neueren Kiev Modelle verwenden hauptsächlich einen Tuchschlitzverschluss. Dieser ist etwas leiser und hat auch ein anderes Aufzugsgeräusch als sein metallener Bruder. Leider hat das Tuch aber den Nachteil wenn man die Kamera nicht spannt es aufgrund des nicht zurückklappenden Spiegels im Spiegelkasten zu Brandlöchern kommen kann wenn die Kamera ungünstig in der Sonne steht.

      Zum Thema Spiegelschlag, da wird ja immer davon ausgegangen das die Kiev besonders laut und extrem vibrationsanfällig sein.

      Als Test wie vibrationsarm eine Hasselblad ist gibt es ja den berühmten "Penny Trick"



      Nun das ganze geht auch mit einer Kiev 88.

      Bei einer MF SLR werden grosse massen bewegt, zwar hat die Hblad einen Zentralverschluss aber der Hilfsverschluss und der Spiegel ist nicht weniger klein als bei der Kiev und folglich gibt es ähnliche Vibrationen. Grundsätzlich kommt man um die Spiegelvoraussaulösung nicht herum. Sollte das ein Punkt für Dich sein ist eine Kiev 88CM MLU oder eine ARAX MLU hier die Kamera der Wahl

      Siegfried Reich schrieb:

      Davon ab würde ich jedem, der über eine K88 nachdenkt, raten, sich mal Gedanken darüber zu machen, warum es wohl gleich mehrere Betriebe gibt, die sich darauf spezialisiert haben, diese Kameras(und zwar nicht nur gebrauchte, sondern auch neue!) derart zu modifizieren, dass sie hinterher tatsächlich zu gebrauchen sind.


      Das ist ein häufiger Kommentar den man im Netz liest, ich weiss nicht wie es bei ist, aber häufig wird dieser aus anderen Foren Zitiert und viele der Kommentatoren hatten nie eine Kiev 88 oder die Derivate in der Hand oder besassen ohne jede MF Erfahrung ein ungetestetes Flohmarkt oder Ebay Exemplar das dann anschliessend wieder in der Bucht mit der Beschreibung "Aus Nachlass, kenne mich damit nicht aus keine Garantie oder Rücknahme" verhökert wurde und das nächste Opfer negativ beglückte.

      Der Grund für die Anbieter wie Hartblei, Wiese und Arax stammt ehr aus der tatsache das mitte der 90iger kein ofizieller Vertrieb von Kiev Kameras in Deutschland bestand. Vor der Wende wurden die Kameras von Dörr ofiziell in Deutschland als Set um die 1800 DM angeboten. In Grossbritannien von TOE. Beide Importeure mussten das einstellen da es nach der Wende eine Flut von Kameras gab die über Flohmärkte und fliegende Händler im Westen verkauft wurden. Viele dieser Kameras wurden teilweise von Mitarbeitern des Herstellers aus Ersatzteilen oder geklauten Teilen zuhause auf dem Küchentisch zusammengebaut und dann oft in Polen gegen Wurst und Butter getauscht um dann im Westen auf Flöhmärkten für 150 DM als Set verkauft zu werden.

      Da es bis ende der 90iger für Amateure doch sehr kostspielig war sich bei Hasselbald Rollei und Co mit einer Kamera zu bedienen war die K88 oft eine der wenigen Möglichkeiten eine MF Kamera zu erwerben und Wiese, ARAX, Hartblei und Brenner sind in die Lücke des fehlenden Vertriebs gestossen und haben dazu dann auch Service Umbauten und Detailverbesserungen angeboten. meine erste KIEV88 ist eine Orginal Kamera aus offiziellen Quellen und hat vom ersten Tag nie probleme gemacht.

      Thomas Klinger schrieb:

      Hallo Nick, wenn du eine Kiev 88 möchtest dann nur eine CM oder neuer mit P6 Bajonett, da kann man wenigstens die CZJ Linsen anflanschen.


      Die CM Modelle von Arax ermöglichen dir auch unter Verwendung eines Adapters neben den P6 Linsen alle Kive 88 Objektive mit dem Hasselblad Steckbajonett ohne einschränkung der Blendenfunktion zu verwenden.

      ARAX_K88Adapter.jpg


      Nikolaus Buhn schrieb:

      Rollei SLX oder 6006 sind ebenfalls eine Option, wenngleich auch die teuersten. Werde aber trotzdem mal eine Auge darauf werfen.


      Ich selber besitze eine Hasselblad der 500er Serie, aber es ist auch bei den renomierten Premiummarken darauf zu achten das es bei einem alter über 20 Jahren auch zu kostspieligen Problemen kommen kann. Daher auch unbedingt darauf achten welcher Hersteller oder Service kann mir bei Problemen helfen. Zb gibt es für die Hasselblads mit Schlitzverschluss der 2000 er Serie Schwierigkeiten bei den Ersatzeilen.

      Gruß

      Marwan
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Hallo Nikolaus,

      wenn du dich für ne 88 entscheidest, must du aufpassen, 88 ist nicht gleich 88.
      Da gibt es die Sajut manchmal auch Saljut genannt die Revue, und die Zenith 80, die haben das selbe bajonet wie die 88 aber keine Springblende, sondern Vorspannblende, die vr jeder Aufnahme gespannt werden muss. Die restlichen 88er Linsen mit 88er Bajonet passen aber es geht nur Arbeitsblende sehr umständlich.
      Dann gibt es die 88 er mit dem 88er Schraubbajonet, und die 88CM mit dem Pentax Flügelchen Bajonet.
      >Und unzählige Derivate und getunde Modelle nicht nur von Brenner und Wiese.
      Beim Gebrauchtkauf kann man Glück haben aber auch Pech.
      Meine Erste war ne Zenith 80 die nach dem 3ten Film irgenwann beim Aufziehen ein komisches Geräusch gemacht hat, und dann gar nix mehr, aber auch gar nix!
      Meine Ersatz ne 88er Alle Zeitewn laufen sauber lässt sich spannen, butterweicher Aufzug, nur waren immer wieder unbelichtede Aufnahmen auf dem Film, genauer Nachgeschaut und festgestellt dass ab der 125sichstel der Verschluß beim Ablauf nicht öffnet.
      Die Nummer 3 Kamera in Super Zustand, ging gleich wieder Zurück da Mechanischer Totalschaden, wurde zum Glück vom Verkäufer akzeptiert. Kamera Nummer 4 super in Schuß nur die 60stell Öffnet beim Ablauf nicht.
      Kamera Nummer 5 ne Hartblei mit 88er Bajonet und Tuchverschluß für weniger als 200 teuro und Garantie funzt dass es eine Pracht ist.
      Die anderen haben zusammen mehr gekosted und da könnte ich mich heute noch in den A.... beissen.

      Gruß Achim
    • Marwan El-Mozayen schrieb:

      Das ist ein häufiger Kommentar den man im Netz liest, ich weiss nicht wie es bei ist, aber häufig wird dieser aus anderen Foren Zitiert und viele der Kommentatoren hatten nie eine Kiev 88 oder die Derivate in der Hand oder besassen ohne jede MF Erfahrung ein ungetestetes Flohmarkt oder Ebay Exemplar das dann anschliessend wieder in der Bucht mit der Beschreibung "Aus Nachlass, kenne mich damit nicht aus keine Garantie oder Rücknahme" verhökert wurde und das nächste Opfer negativ beglückte.

      Die K88 hat also nur deshalb einen schlechten Ruf, weil mal einer, der eine schlechte erwischt hatte, dies poststete und das dann von Anderen immer nur kopiert wurde.
      Das klingt natürlich plausibel.


      Marwan El-Mozayen schrieb:

      Der Grund für die Anbieter wie Hartblei, Wiese und Arax stammt ehr aus der tatsache das mitte der 90iger kein ofizieller Vertrieb von Kiev Kameras in Deutschland bestand. Vor der Wende wurden die Kameras von Dörr ofiziell in Deutschland als Set um die 1800 DM angeboten. In Grossbritannien von TOE. Beide Importeure mussten das einstellen da es nach der Wende eine Flut von Kameras gab die über Flohmärkte und fliegende Händler im Westen verkauft wurden. Viele dieser Kameras wurden teilweise von Mitarbeitern des Herstellers aus Ersatzteilen oder geklauten Teilen zuhause auf dem Küchentisch zusammengebaut und dann oft in Polen gegen Wurst und Butter getauscht um dann im Westen auf Flöhmärkten für 150 DM als Set verkauft zu werden.

      Demzufolge waren die K88 bis Mitte der 90er Jahre durchdacht konstruierte und qualitativ hochwertige Kameras, die zuverlässig ihren Dienst taten?
      Warum sie dann wohl auch damals nur von Leuten gekauft wurde, die sich was anderes nicht leisten konnten oder wollten?


      Marwan El-Mozayen schrieb:

      Da es bis ende der 90iger für Amateure doch sehr kostspielig war sich bei Hasselbald Rollei und Co mit einer Kamera zu bedienen war die K88 oft eine der wenigen Möglichkeiten eine MF Kamera zu erwerben und Wiese, ARAX, Hartblei und Brenner sind in die Lücke des fehlenden Vertriebs gestossen und haben dazu dann auch Service Umbauten und Detailverbesserungen angeboten. meine erste KIEV88 ist eine Orginal Kamera aus offiziellen Quellen und hat vom ersten Tag nie probleme gemacht.

      Wenn ich einem Lottogewinner erzähle, daß Lotto spielen Quatsch ist, wird der mir auch entgegenen: "Wieso? Ich hab gespielt und gewonnen! Wenn das nicht das Gegenteil beweist?"

      Hier die etwas realistischere Einschätzung eines ebenfalls zufriedenen Anwenders: horst-reimer.de/1696560.htm
    • Achim Bauer Henriques schrieb:

      Beim Gebrauchtkauf kann man Glück haben aber auch Pech.

      Das kann man bei jeder Kamera.
      Die entscheidende Frage ist doch aber, wie die Chancenverteilung ist.
      Es macht einen gehörigen Unterschied, ob eine funktionierende Kamera die Regel oder die Ausnahme darstellt.
      Man kann sich eine Kamera aussuchen, bei der die Chance auf ein zuverlässig funktionierendes Exemplar 1:100 steht, oder eine wählen, bei der sie 100:1 steht.
      Wenn ich Kamerasammler bin, ist das evtl. nicht von entscheidender Bedeutung, wenn ich damit aber regelmäßig fotografieren will, schon.
    • Marwan El-Mozayen schrieb:

      Bei einer MF SLR werden grosse massen bewegt, zwar hat die Hblad einen Zentralverschluss aber der Hilfsverschluss und der Spiegel ist nicht weniger klein als bei der Kiev und folglich gibt es ähnliche Vibrationen. Grundsätzlich kommt man um die Spiegelvoraussaulösung nicht herum. Sollte das ein Punkt für Dich sein ist eine Kiev 88CM MLU oder eine ARAX MLU hier die Kamera der Wahl

      Nur mal so ganz prinzipiell: Die Vibration hängt ja nun beileibe nicht nur von der Größe des Spiegels, sondern auch von der Konstruktion der Spiegelmechanik ab.
      Und noch ein Einwand: Wenn die SVA betätigt wurde macht es immerhin einen gehörigen Unterschied, ob da ein Metallschlitzverschluß oder ein Zentralverschluß werkelt.

      PS: Die "Beweisvideos" finde ich übrigens köstlich. :D
    • Nikolaus
      Buhn schrieb:

      Oh weh, das wird eine schwierige Suche..


      Immerhin hast du jetzt noch weiter eingegrenzt, was dir bei der Auswahl zu Gute kommen wird :)

      Wenn ich mir eine Zusammenfassung erlauben darf:
      - 6x6
      - Wechselbare Magazine
      - Wechselbare Objektive

      Damit wären also Mamiya C-Reihe und Pentax 67/6x7 ausgeschlossen und auch viele weitere. Bei Kowa käme dann aber nur noch die Six II in Frage. Die ersten beiden (Six & Six MM) hatten keine Wechselmagazine und die letzte (Super66) keine Spiegelarretierung.

      Was zu den Dimensionen der alten Bronica's gesagt wurde, sehe ich auch so. Sie wirken nur auf Bildern kompakter, sind aber genauso schwer und voluminös. Und die längeren Brennweiten reichen auch nicht so weit in's Kamerainnere.

      Nikolaus
      Buhn schrieb:

      Wie ist der Unterschied in Sachen Anfälligkeit Schlitzverschluss zu Zentralverschluss?


      Persönlich würde ich zu Zentralverschlüssen tendieren.
      Bisher hörte ich selten etwas negatives über die in MF verbauten Schlitzverschlüsse. Allerdings wirken da schon etwas grössere Kräfte ein, als bei 24x36. Dafür sind sie wohl wartungsärmer.
      Es schadet nicht, auch etwas an die Zukunft zu denken : Wenn mal etwas an einem Verschluss ist, ist man bei einem Schlitzverschluss aufgeschmissen und das ganze System "blockiert". Zudem ist es für Reperateure auch recht schwierig, entsprechende Ersatzteile auszutreiben.

      Bei einem System mit Zentralverschlüssen, betrifft es ja immer nur die einzelnen Objektive. Im schlimmsten Fall lässt sich ein Objektiv nochmals kaufen, mit den restlichen aber weiter fotografieren.
      Zudem sind Schlitzverschlüsse einfacher zu Reparieren. Und sie gehen ja gewöhnlich auch nicht einfach kaputt, sondern klemmen.

      Am anfälligsten sind die Hemmwerke (Langzeitwerk) mechanisch gesteuerter Verschlüsse, welche die lange Zeit steuern. Das gilt aber ebenso für mechanische Schlitzverschlüsse.

      Zentralverschlüsse modernerer Konstruktionen sind dazu wartungsärmer und weniger störanfällig.
      Zum einen wie Siegfried Reich bereits erwähnte, wegen der elektronischen Steuerung, zum anderen aber auch weil diese Verschlüsse mit weniger bis kaum Schmiermittel auskommen. Was übrigens ähnlich für die Blenden gilt.
    • Achim Bauer Henriques schrieb:

      Kamera Nummer 5 ne Hartblei mit 88er Bajonet und Tuchverschluß für weniger als 200 teuro und Garantie funzt dass es eine Pracht ist.
      Die anderen haben zusammen mehr gekosted und da könnte ich mich heute noch in den A.... beissen.


      Ich vermute mal die anderen waren von ebay??

      Hab heute mal die Verschlusszeiten meiner neuen ARAX CM MLU getestet nur bis 1/500 da ich kürzer nicht messen kann. Man kann diese Kamera meines erachtens uneingeschränkt empfehlen.
      ARAX_Kiev_CZJ.jpg


      Screenshot_2015-09-17-12-44-44.pngScreenshot_2015-09-17-12-44-52.png
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Siegfried Reich schrieb:

      Die K88 hat also nur deshalb einen schlechten Ruf, weil mal einer, der eine schlechte erwischt hatte, dies poststete und das dann von Anderen immer nur kopiert wurde.
      Das klingt natürlich plausibel


      Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mich mit Dir über den rechten Weg zur Seeligkeit streiten, es würde mich aber interessieren wieviele K88 Du bereits besesen hast?

      Siegfried Reich schrieb:

      Warum sie dann wohl auch damals nur von Leuten gekauft wurde, die sich was anderes nicht leisten konnten oder wollten?


      Ich weiss nicht wann Du das Licht der Welt erblickt hast oder ob Du in den 90igern bereits einen 6er im Lotte hattest. Die waren nicht immer so günstig wie heute! Eine Hasselblad 500 CM hat 1991 noch so ca 4000- 5000 DM gekostet, wollte man dazu etwas Zubehör waren 10.000 bis 20.000 DM kein Problem. Die Hasselblad war sicher extrem aber auch die anderen MF Kamras am Markt haben den üblichen Hobby Rahmen gesprengt....

      Siegfried Reich schrieb:

      Warum sie dann wohl auch damals nur von Leuten gekauft wurde, die sich was anderes nicht leisten konnten oder wollten?


      Siegfried Reich schrieb:

      Und noch ein Einwand: Wenn die SVA betätigt wurde macht es immerhin einen gehörigen Unterschied, ob da ein Metallschlitzverschluß oder ein Zentralverschluß werkelt.


      Ja und?? Der Schlitzverschluss ist keine KIEV spezifische Erfindung. Ich hatte nichts gegenteiliges behauptet.

      Siegfried Reich schrieb:

      Hier die etwas realistischere Einschätzung eines ebenfalls zufriedenen Anwenders: horst-reimer.de/1696560.htm


      Ok das ist dann ja wieder die Geschichte mit dem Lottogewinn und der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Schlüsse die man daraus ziehen kann das diese Einschätzung dann die durchaus realistischere sein muss, eine Kiev geht nach Ablauf der Garantiezeit kaputt, hat meine Leica R7 kurz nach der Garantiezeit auch gemacht hab Sie eingeschickt und es wurde richtig teuer. 3 Jahre später ging sie dann nochmal kaputt.

      Um das abzuschliessen ich behaupte nicht das eine Kiev oder deren Abkömmlinge die Krönung des Kamerabaus darstellen und ja es gibt ne menge Schrott Kameras die das Kiev Label tragen (aber auch das und die Herkunft dieser Kameras habe ich erwähnt). Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit dem Thema und sehe daher den ein oder anderen Kommentar im Netz durchaus kritisch.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Marwan El-Mozayen schrieb:


      Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mich mit Dir über den rechten Weg zur Seeligkeit streiten, es würde mich aber interessieren wieviele K88 Du bereits besesen hast?


      Glücklicherweise noch keine. Ich habe aber schon mit Leuten gesprochen, die sich(teilweise hobbymäßig, teilweise beruflich) mit der Reparatur analoger Fotogerätschaften befassen, das Teil also nicht nur von außen oder dem www, sondern auch von innen kennen und diesbezüglich gut Vergleiche zu anderen Modellen ziehen können.

      Marwan El-Mozayen schrieb:

      Ich weiss nicht wann Du das Licht der Welt erblickt hast oder ob Du in den 90igern bereits einen 6er im Lotte hattest. Die waren nicht immer so günstig wie heute! Eine Hasselblad 500 CM hat 1991 noch so ca 4000- 5000 DM gekostet, wollte man dazu etwas Zubehör waren 10.000 bis 20.000 DM kein Problem. Die Hasselblad war sicher extrem aber auch die anderen MF Kamras am Markt haben den üblichen Hobby Rahmen gesprengt....

      Ich hab noch nie Lotto gespielt und mir mein 6003-Set Anno 2001 als Auslaufmodell neu zum Schnäppchenpreis von 4000DM bei FotoPartner gekauft(UVP waren über 6000DM).
      Dazu kamen dann gleich noch 400DM für die High-D-Screen und 150DM für die Geli.
      Verdient habe ich damals übrigens rund 1400Mark(im eben angeteretenen neuen Job - vorher waren es keine 1200).
      Das 150er kam gebraucht für 2700DM hinzu, das 50er dann für 1000€. Ach, und wenn ich all das weitere Zubehör zusammenrechnen würde, was ich mir dazu gegönnt habe, ...
      Ich mach's lieber nicht, sonst kommen mir die Tränen.
      Deine Rechnung ist also vollkommen zutreffend und bestätigt meine Aussage, daß man sich eine K88 kaufte, wenn man sich was anderes nicht leisten konnte oder wollte.
      Nicht etwa, weil sie so gut war.
      Heute kann sich praktisch jeder Besseres gönnen, ohne deswegen ansonsten von der Hand in den Mund leben zu müssen, was bei mir damals durchaus der Fall war.
      Und auch in den 90ern wäre es IMO schlauer gewesen, sich für 1800€ was Ordentliches gebraucht zu kaufen, anstatt ne K88 neu.
      Was das heute angeht: Mich dünkt, die meisten Leute kaufen sich lieber 10 verschiedene Kameras zu je 200€ als eine richtig gute zu 2000€.
      Meinetwegen. Jeder, wie er möchte. Aber das gehört schon nicht mehr zum eigentlichen Thema.

      Marwan El-Mozayen schrieb:

      Ja und?? Der Schlitzverschluss ist keine KIEV spezifische Erfindung. Ich hatte nichts gegenteiliges behauptet.

      Ich wollte lediglich zu bedenken geben, daß eine SVA bei einem ZV mehr bringt als bei einem SV.
      Vielleicht gibt es aus diesem Grund bei Thomas' Aufnahmen auch keinen Unterschied zwischen denen, die mit und denen, die ohne SVA gemacht wurden. 8)

      Marwan El-Mozayen schrieb:

      Ok das ist dann ja wieder die Geschichte mit dem Lottogewinn und der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Schlüsse die man daraus ziehen kann das diese Einschätzung dann die durchaus realistischere sein muss, eine Kiev geht nach Ablauf der Garantiezeit kaputt, hat meine Leica R7 kurz nach der Garantiezeit auch gemacht hab Sie eingeschickt und es wurde richtig teuer. 3 Jahre später ging sie dann nochmal kaputt.

      Ich habe daraus nicht geschlossen, daß sie nach Ablauf der Garantiezeit kaputt geht.
      Es sollen übrigens auch schon S-Klassen liegen geblieben sein, währendessen so mancher Dacia-Fan auf die Zuverlässigkeit seines KFZ schwört. ;)

      Marwan El-Mozayen schrieb:

      Um das abzuschliessen ich behaupte nicht das eine Kiev oder deren Abkömmlinge die Krönung des Kamerabaus darstellen und ja es gibt ne menge Schrott Kameras die das Kiev Label tragen (aber auch das und die Herkunft dieser Kameras habe ich erwähnt). Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit dem Thema und sehe daher den ein oder anderen Kommentar im Netz durchaus kritisch.

      Können wir uns dann auf diesen Schlußsatz einigen?
      Solange eine Kiev88 so funktioniert wie sie soll, ist sie ihren Preis wert und man kann gut mit ihr fotografieren.