Yashica Mat 124 G Doppelbelichtung beim ersten Bild

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    • Yashica Mat 124 G Doppelbelichtung beim ersten Bild

      Hello folks,

      nun hab ich mal eine Frage an euch. Mir ist seit mehreren Filmen aufgefallen, dass, nachdem ich den Film eingelegt und vorgespult habe zum ersten Bild, ich zwar auslösen kann, aber der Filmtransport danach irgendwie hängt. Ich kann keine volle Umdrehung kurbeln, dann blockiert etwas. Also muss ich die Kurbel wieder gegen den Uhrzeigersinn zurück drehen, bis die interne Auslösesperre wieder freigegeben hat und kann wieder auslösen. Allerdings ist das erste Bild dann eben doppelbelichtet, und komischerweise ist diese Doppelbelichtung nicht halb versetzt, nur minimal..
      Und, es kommt nur beim ersten Bild vor. Alle anderen spulen einwandfrei mit gleichbleibenden Abständen weiter..
      Ich versuche stets vorsichtig zu kurbeln, drehe nicht herum wie ein Vergifteter und habe auch penibelst auf das korrekte Einfädeln und Vorspulen des Filmes geachtet.. Oder kann das irgendwie mit dem Verschluss zusammenhängen?

      Vielen Dank schonmal für eure hoffentlich hilfreichen Antworten..
      Sonnige Grüße
      Nick

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    • Hallo Nick,
      kann es sein, daß Du nach dem Vorspulen des Films und dem Schließen der Rückwand vergessen hast, die Kurbel noch mal rückwärts bis zum Anschlag zu drehen?
      Ich habe es gestern, allerdings ohne Film, ausprobiert. Wenn ich nach dem Schließen der Rückwand die Kurbel bis zum Stop drehe, kann ich die Kamera auslösen. Beim darauffolgenden Vorwärtskurbeln läuft der Transportmechanismus nicht mit (das typische rasselnde Geräusch fehlt). Erst beim darauffolgenden Vorwärtskurbeln schaltet sich der Transport ein. Das Ergebnis wäre eine Doppelbelichtung gewesen. Wenn ich aber nach Schließen der Rückwand nach dem Stop die Kurbel nochmal rückwärts bis zum Anschlag drehe und auslöse, dann läuft der Transport sofort mit, was man an dem rasselnden Geräusch erkennt.
      Alte Rollei-Regel: Wenn sich die Kurbel drehen läßt, dann muß sie auch gedreht werden. Daran erkennt man auch, ob die Kamera schußbereit ist.
    • Hallo Jochen, vielen Dank für deine Antwort.
      Und ja, nach Schließen der Rückwand und dem Vorspulen bis zum Stop muss ich jedesmal erst etwas zurückdrehen, da die Kurbel immer in ihre "Ruhestellung" gebracht werden muss, um auslösen zu können.
      Ich habe momentan einen Film drin, deshalb kann ich es auf die Schnelle nicht probieren. Bei mir könnte ich nicht mal auslösen, sollte die Kurbel nicht rückwärts gedreht worden sein. Da ließe sich der Auslöser gar nicht herunterdrücken.
      Ich werde das nochmal genau beobachten, dann auch ohne Film... Ab und zu hakt nämlich das Zurückdrehen nach dem Vorspulen bis zum Stopp, meine ich.
      Sonnige Grüße
      Nick

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    • Nikolaus Buhn schrieb:

      Ab und zu hakt nämlich das Zurückdrehen nach dem Vorspulen bis zum Stopp, meine ich.


      Das klingt ein wenig nach verharzter Mechanik, ein ähnliches Verhalten hatte ich bei meiner Minolta Autocord. Ein durch eine Feder bewegter Sperrhebel schnappte nicht immer richtig ein und verursachte solche Probleme beim Transport.

      Gruß

      Marwan
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Marwan El-Mozayen schrieb:

      Das klingt ein wenig nach verharzter Mechanik, ein ähnliches Verhalten hatte ich bei meiner Minolta Autocord. Ein durch eine Feder bewegter Sperrhebel schnappte nicht immer richtig ein und verursachte solche Probleme beim Transport.
      Autocord-Krankheit. Hat meine auch. Und da auch ansonsten überraschend viele - sagen wir mal - Kongruenzen zwischen Autocord und Mat existieren (wir haben auch noch eine 124G im Haus, da konnte ich vergleichen), halte ich diese Möglichkeit für die wahrscheinliche.
      "Wer oft genug ans Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch."


    • Doerte Krell schrieb:

      Autocord-Krankheit. Hat meine auch. Und da auch ansonsten überraschend viele - sagen wir mal - Kongruenzen zwischen Autocord und Mat existieren (wir haben auch noch eine 124G im Haus, da konnte ich vergleichen), halte ich diese Möglichkeit für die wahrscheinliche


      Lässt sich aber auch sehr einfach in Ordnung bringen. Wenn man weiß wie dann dauert das bei der Autocord deutlich unter einer Stunde. Es ist einfach eine altersbedingte Veränderung des Schmiermittels und zum Glück kein defektes Bauteil. Ähnliches hakeln hab ich bei fast allen Zweiäugigen schon feststellen können von Rollei über Meopta bis Seagull. Es ist auch nicht verwunderlich, alle funktionieren wie Du schon richtig geschrieben hast nach einem ähnlichen mechanischen Konzept (wobei bei der Autocord alles umgedreht ist) und alle sind schon einige Jahre alt. Erstaunlicherweise kann ich mich an keine Yashica erinnern die sowas hatte.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Marwan El-Mozayen schrieb:

      Lässt sich aber auch sehr einfach in Ordnung bringen. Wenn man weiß wie dann dauert das bei der Autocord deutlich unter einer Stunde.

      Ich glaube, ich komme mal in den Hunsrück. So weit isses ja nicht. meine zweite Autocord muckelt nämlich auch schon rum... und alleine trau ich mich nicht dran. 8)

      Ähmm. Ja. Nicks Mat war ja Thema... :whistling:
      "Wer oft genug ans Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch."


    • Doerte Krell schrieb:

      Ich glaube, ich komme mal in den Hunsrück. So weit isses ja nicht. meine zweite Autocord muckelt nämlich auch schon rum... und alleine trau ich mich nicht dran.


      Ich helfe Dir gerne wobei ich glaube das Du das selber sicher gut hinbekommst. Das ganze ist gar nicht so komplex aufgebaut. Ich meine so von Deinen Beträgen hier scheinst Du doch sehr begabt zu sein was das technische betrifft. Wichtig ist den Sperrhebel abzumontieren (mit Benzin spülen zB mit ner Kanüle erreicht man nichts) und die Achse penibel zu reinigen und "kein" neues Öl oder anderes Schmiermittel zu verwenden.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Hallo Nick,
      ich habe es gestern abend mit meiner 124 G und einem Probefilm nochmals ausprobiert: Nach dem Ausrichten der Markierung des Rückpapiers auf die Marke in der Kamera habe ich die Rückwand geschlossen und den Film vorgespult. Die Kurbel stoppt bei Bild 1 und diesmal läßt sich der Auslöser ohne Zurückkurbeln nicht auslösen, erst nachdem man die Kurbel bis zum Anschlag zurückgedreht hat. Der Unterschied zum Verhalten ohne Film hängt mit Sicherheit mit dem Meßwerk, also dem geriffelten, gefederten Rädchen, zusammen, das auf dem Rückpapier mitläuft und die Bildlänge abmißt und dann das Transportgetriebe stoppt. Wenn Deine Kamera repariert werden muß, würde ich Herrn Gerard Wiener in München in der Landwehrstraße empfehlen.
    • Jochen Mühlemeier schrieb:

      habe ich die Rückwand geschlossen und den Film vorgespult. Die Kurbel stoppt bei Bild 1 und diesmal läßt sich der Auslöser ohne Zurückkurbeln nicht auslösen, erst nachdem man die Kurbel bis zum Anschlag zurückgedreht hat. Der Unterschied zum Verhalten ohne Film hängt mit Sicherheit mit dem Meßwerk, also dem geriffelten, gefederten Rädchen, zusammen

      Das finde ich über alle Maßen verwirrend. Bei der Mutter aller TLRs dient der Kurbelrückschwung einzig und allein dem Spannen des Verschlusses.
      Sollten sich da die Japanischen Kopisten ein völlig anderes Verfahren haben einfallen lassen?
      Und wenn ja, welches?
      Fragen über Fragen. :)
    • Geht mir genauso, Jochen. Das verstehe ich nun auch nicht mehr.

      Bei der Rolleiflex kurbel ich nach dem Einlegen eines neuen Films bis zum Stop. Da würde ich noch nicht fotografieren können. Erst also die Kurbel bis zum Stop wieder zurück, um den Verschluss zu spannen. Dann erst ist auslösen möglich. Nach dem "Schuss" Kurbel bis zum Anschlag vorwärts, also Filmtransport, dann wieder bis zum Anschlag zurück, also Verschluss spannen. Danach wieder Schuss usw. usf.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • OK, ich versuche es zu präzisieren.

      Ernst Kluger schrieb:


      Bei der Rolleiflex kurbel ich nach dem Einlegen eines neuen Films bis zum Stop. Da würde ich noch nicht fotografieren können. Erst also die Kurbel bis zum Stop wieder zurück, um den Verschluss zu spannen. Dann erst ist auslösen möglich. Nach dem "Schuss" Kurbel bis zum Anschlag vorwärts, also Filmtransport, dann wieder bis zum Anschlag zurück, also Verschluss spannen. Danach wieder Schuss usw. usf.


      Meine Rede!
      So und nur so kenne ich das auch.
      Jochen behauptet aber weiter oben, dass die Mat ohne Film(!) beim ersten Foto nach Schließen der Rückwand den Rückschwung nicht braucht, um ausgelöst werden zu können.
      Ich zitiere einfach nochmals die Stellen, die mir nicht in den Kopf wollen, vielleicht versteht Ihr es dann besser:

      Jochen Mühlemeier schrieb:


      Ich habe es gestern, allerdings ohne Film, ausprobiert. Wenn ich nach dem Schließen der Rückwand die Kurbel bis zum Stop drehe, kann ich die Kamera auslösen. Beim darauffolgenden Vorwärtskurbeln läuft der Transportmechanismus nicht mit (das typische rasselnde Geräusch fehlt). Erst beim darauffolgenden Vorwärtskurbeln schaltet sich der Transport ein. Das Ergebnis wäre eine Doppelbelichtung gewesen. Wenn ich aber nach Schließen der Rückwand nach dem Stop die Kurbel nochmal rückwärts bis zum Anschlag drehe und auslöse, dann läuft der Transport sofort mit, was man an dem rasselnden Geräusch erkennt.

      Ich lese da eindeutig heraus, daß sich die Kamera ohne eingelegten Film auch dann auslösen läßt, wenn die Kurbel nur bis zum Stop, nicht aber zurück bis zum Anschlag gedreht wird, was dann zu besagtem Fehlverhalten führen kann.Und weiter heißt es:

      Jochen Mühlemeier schrieb:

      ich habe es gestern abend mit meiner 124 G und einem Probefilm nochmals
      ausprobiert: Nach dem Ausrichten der Markierung des Rückpapiers auf die
      Marke in der Kamera habe ich die Rückwand geschlossen und den Film
      vorgespult. Die Kurbel stoppt bei Bild 1 und diesmal läßt sich der Auslöser ohne Zurückkurbeln nicht auslösen,
      erst nachdem man die Kurbel bis zum Anschlag zurückgedreht hat. Der
      Unterschied zum Verhalten ohne Film hängt mit Sicherheit mit dem
      Meßwerk, also dem geriffelten, gefederten Rädchen, zusammen
      , das auf dem
      Rückpapier mitläuft und die Bildlänge abmißt und dann das
      Transportgetriebe stoppt.


      Auch hier für mich wieder eindeutig die Grundaussage:
      Ohne Film löst die Kamera bei Bild 1auch ohne Rückschwingen der Kurbel aus. Mit mit Film nicht.

      Und das scheint mir nicht mit rechten Dingen zuzugehen, denn wie kann ein Verschluß ausgelöst werden, der nicht gespannt wurde?
      Ich hatte aber auch noch nie eine Mat in der Hand.
      Daher meine Frage.