ORWO DU3 Diapositivplatten

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    • Hallo Sascha,

      da durfte ich jetzt schon schmunzeln- ein Positiventwickler entwickelt positiv? Echt?

      Ich kenne diese Platten nicht, aber es dürfte sich um einen antiken Vorläufer zum Scala handeln (sowas wie Uhix-Plus oder eben Cervisia 8) )

      Die dürften so alt sein wie die Steine. Prinzipiell: umkehrentwickeln. Ich könnte mir vorstellen, eine Platte einfach zum Negativ zu entwickeln, da kannst du mal ohne Aufwand sehen, ob sich da überhaupt was rührt.

      Zum Rumspielen ok, aber ich wüßte mit Glasdias nichts anzufangen.

      Trotzdem viel Spaß,

      Frank
    • Weder so alt noch ein Vorläufer vom Scala und schon garnichts zum umkehrentwickeln!

      Dienen zum umkopieren von S/W-Negativen zu rahmbaren S/W-Dias. Im Kontakt belichten, entwickeln ähnlich wie Photopapier, mit Silberkartonmaske und Deckglas versehen und umkleben, fertig ist das S/W-Dia zur Projektion. Wurden meines Wissens von ORWO vertrieben bis zum Schluss. Bei guter Lagerung sollten die noch gut verwendbar sein. Habe selbst noch einige Packungen im Kühlschrank liegen.

      MfG Wolfgang

      wenn man von was keine Ahnung hat ..... :rolleyes:
    • Hallo zusammen,
      ich kann leider auch nicht sagen, ob es sich bei diesen Platten um eine "Umkehremulsion" für ein spezielles Umkehrverfahren handelt oder nur um normale Negativplatten. Aber was man vor etlichen Jahrzehnten mit diesen 5 x 5 cm Platten u.a. gemacht hat: In der Zeit vor Powerpoint und vor Overhead gab es für wissenschaftliche Vorträge nur das Dia oder das Epidiaskop. Man hat mit Tuschefeder und Schablone die Vorlage gezeichnet, auf Agepe FF (später hieß der Agfaortho 25) abfotografiert (in unserem Institut mit einer Nikon F 2 und dem 43-86 mm Zoom-Nikkor mit Nahlinse (pfui!!) und dann nach der harten Entwicklung mittels eines Leitz Focomat Ic auf die 5 x 5 cm Platte umkopiert. Die wurde zusammen mit einem 5 x 5 cm Glas, einer Maske und den schwarzen und weißen Klebestreifen gerahmt. Später hat man auf die Platten verzichtet und das Agepe Negativ direkt mit Eisen-Blautoner getont, weil weiße Schrift auf blauem Grund angenehmer ist als weiße auf schwarzem Grund. Danach wurde dann der Silberfilm durch eine UV-empfindliche Graphikfolie ersetzt, die mit Ammoniakdampf entwickelt wurde, die gab es in vielen Farben. Als die Trockenkopierer aufkamen, konnte man dann auch die Zeichnungen direkt auf Overheadfolien kopieren.
      Prinzipiell kann man natürlich jede SW-Platte auch der allgemein bekannten Umkehrentwicklung mit Erstentwicklung, Bleichen, Zwischenbelichtung und Zweitentwicklung unterziehen. Das erfordert aber eine sorgfältige Prozeßkontrolle. Aber unser chemisches Institut hatte damals eine eigene Fotolaborantin und die TH eine eigene Fotostelle.
    • Ausgezeichnet! Vielen Dank für die ausführlichen Informationen.

      Ich war nur unsicher weil ich das "DU" nicht deuten kann. Eventuell verbirgt sich hinter dem "U" ein "Umkehr". Gleichzeitig ist die Bezeichnung Diapositiv aber durchaus eindeutig.

      Ich werde sie erstmal unter den Vergrösserer packen und auf Sicht in Positiventwickler entwickeln, mal schauen was rauskommt.

      Ich werde berichten.
    • Hallo Sascha,
      in einer alten ORWO Rezeptesammlung habe ich die DU 3 Platten gefunden, es gab auch noch eine harte Version davon. Es sind keine speziellen Umkehremulsionen, als Entwickler wurde u.a. R 09 (ORWO Bezeichnung für einen dem Rodinal sehr änlichen bis identischen Entwickler) 1 : 20 empfohlen; dazu der Hinweis, daß die Platte bei einem harten Negativ weich arbeiten soll. Daneben wurde u.a. auch der bekannte N 113 Entwickler erwähnt.
    • Jochen Mühlemeier schrieb:

      Hallo Sascha,
      in einer alten ORWO Rezeptesammlung habe ich die DU 3 Platten gefunden, es gab auch noch eine harte Version davon. Es sind keine speziellen Umkehremulsionen, als Entwickler wurde u.a. R 09 (ORWO Bezeichnung für einen dem Rodinal sehr änlichen bis identischen Entwickler) 1 : 20 empfohlen; dazu der Hinweis, daß die Platte bei einem harten Negativ weich arbeiten soll. Daneben wurde u.a. auch der bekannte N 113 Entwickler erwähnt.


      sag ich doch die ganze Zeit, aber mir glaubt ja keiner.