Kaufberatung Rolleiflex

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    • Kaufberatung Rolleiflex

      Hallo Freunde! Ich bin gerade dabei, einiges an KB-Geraffel loszuwerden und den dabei entstehenden finanziellen Überbestand möchte ich seeeehr gerne in eine Rolleiflex investieren. Ich habe eine Rolleicord III mit Mattscheibe von Rick Oleson, die ist ein Traum. Ich habe auf der ansonsten sehr enttäuschenden Fotobörse am Wochenende verschiedene Flexe in der Hand gehabt und ausprobieren dürfen, das ist ja noch mal eine ganz andere Nummer! Da ich nicht reich bin soll es eine T oder Automat werden. Haben die die gleiche großartige Mattscheibe wie die späteren Modelle oder ist die eher mit der Neuen meiner III vergleichbar? Habt ihr außerdem wertvolle Tips beim Einkauf eines solchen Schätzchens? Grüße
    • Zur T kann ich nichts sagen. Ich hab eine Automat 3,5A (K4A) von 1954. Die hat von Haus aus eine ziemlich dunkle Mattscheibe. Die Kamera hab ich bei FFS warten lassen und neben anderen Dingen, wie eine neue Rückwand und einen neuen Spiegel, hat sie auch eine helle Mattscheibe bekommen. Die ist heller als die, die standardmäßig in meinen beiden F-Modellen verbaut ist. Die ist übrigens nebst diversem Zubehör käuflich (die A, nicht die Fs).
    • Felix Endres schrieb:

      Flexe in der Hand gehabt und ausprobieren dürfen, das ist ja noch mal eine ganz andere Nummer!


      :)

      Felix Endres schrieb:

      Da ich nicht reich bin soll es eine T oder Automat werden.


      Dann Vorsicht! Die T gilt als Einsteigermodell, daher ist die Nachfrage recht hoch, das treibt die Preise. Guterhaltene T's gehen auch für 350 € über die virtuelle Theke; ob das angemessen ist, erscheint mir fraglich... Vorteil ist, dass sie serienmäßig den Wechsellichtschacht mit heller Einstellscheibe besitzt; von Nachteil ist m.E. der Einhebelverschluss mit Lichtwerteinstellung (sicherlich Geschmackssache).
      Die übrigen Modelle mit modernem Lichtschacht sind teurer (3,5 F; 3,5 E2).
      Die älteren Modelle mit Tauchlichtschacht können aber, wie Deine Cord, mit einer helleren Einstellscheibe versehen werden (allerdings wird dann eine Justage des Sucherobj. nötig sein). Die 3,5C (ca. 1958) hat das Planar oder Xenotar, die 3,5 A und B das Tessar. Nettes Feature an der C ist die automatische Schärfentiefenanzeige. Der Unterschied zwischen Planar/Xenotar und Tessar wird allenfalls bei Offenblende sichtbar uns ist ansonsten zu vernachlässigen. Eine 3,5B ist mitunter deutlich günstiger als eine T (ich habe ein tadellos erhaltenes Expl. für ca. 200 € aus der Bucht gefischt).
      Beste Grüße
      Jan
    • Hallo Felix,
      die T hat einen abnehmbaren Lichtschacht und dieselben austauschbaren Einstellscheiben wie z.B. die 2,8 F und 3,5 F oder die Cord Vb. Sie hat, ebenso wie z.B. die 3,5 A ein 4-linsiges Tessar (allerdings damals neu gerechnet), dessen Abbildungsleistung Du ja in etwa mit Deiner Cord III vergleichen kannst. Beste Blende ist 8-11. Ich habe meine 3,5 A mit einer zugeschnittenen RB 67 Scheibe ausgestattet und mußte in meinem Fall das Sucherobjektiv nicht nachjustieren. Die Originalscheibe war aus Glas und unzumutbar dunkel in Innenräumen oder im Schatten. Das Planar hat gegen über dem Tessar eine bessere Bildfeldebnung und daher bessere Randschärfe, aber das Tessar bei Bl. 8-11 ist auch nicht schlecht. Ich könnte mir vorstellen, daß Du von der Cord schon Baj. I Zubehör hast, das würde an eine Flex mit Tessar auch passen. Bei so alten Kameras würde ich nicht damit rechnen, daß ein eingebauter Belichtungsmesser noch einwandfrei mißt, also kannst Du auch ein Modell ohne nehmen. Abraten würde ich vom ersten Modell der 3,5 F mit der gekoppelten Zeit/Blendeneinstellung, das nervt. Die letzten Serien der 3,5 F hatten ein 6-linsiges Planar/Xenotar, das sollen die besten Objektive gewesen sein, wobei man damals hinter vorgehaltener Hand munkelte, daß das etwas billigere Schneider Objektiv sogar einen Tick besser gewesen sein soll.
    • Danke für die Einschätzungen, das hilft mir schon mal.
      Mir stellt sich immernoch die Frage, ab wann man denn von einem deutlichen Unterschied zwischen guter Cord und mäßiger Flex reden kann, genauer, ab wann lohnt es sich, eine Flex zu beschaffen, wenn es die Cord mit der guten Mattscheibe genauso tut?
      Die Anschaffung einer wesentlich teureren Rolleiflex, bei der ich auch erst wieder die Mattscheibe verbessern muss etc verhält sich zur vorhandenen guten und recht günstigen Rolleicord wie der Aufstieg von 645 zu 6x9 (hier seien als Besipiele die Fuji-Messucher angeführt um ungefähr vergleichbar zu sein). Eine nicht so gute Rolleiflex bringt mir nichts (oder nur sehr wenig). Wiss ihr, worauf ich hinaus will?
      Ab wann lohnt es sich denn, mit einer Flex anzufangen? Erst ab einer 2.8? Oder erst so weit, dass ich 600 Euro und mehr ausgeben müsste?
      Ich weiß leider auch nicht mehr, welche Flex ich in der Hand hatte, sie hatte einen Belichtungsmesser und die Blende und die Zeit wurden oben über dem Sucherobjektiv angezeigt.
      Die Mattscheibe war sehr hell und hatte einen Knubbel wie ein Messucherkeil (split prism) in der Mitte.
    • Jochen hat zu den Objektiven ja schon etwas gesagt: Wenn Du eine Cord mit Xenar hast, bringt die Flex mit Tessar diesbezüglich keinen nennenswerten Vorteil. Die jüngeren Modelle der Cord sowie die Flexen zeigen ein besseres Streulichtverhalten, aber der Cord IV ist ein sog. Blendrahmen im Innern verbaut.
      Ach so: Hat Deine Cord überhaupt das Xenar? Es gibt auch welche mit Triotar (weicher).

      Ein großer Vorteil ist m.E. die Bedienung: Filmtastwerk (nicht bei der T), Einstellung über die beiden Räder (nicht bei der T), 'automatischer' Verschlussaufzug über die Kurbel, automatische Schärfentiefenanzeige bei den Flexen ab 3,5C, bei den Flexen gibt es ungekuppelte (3,5 C, T) und gekuppelte Belichtungsmesser (die nicht immer funktionieren). Bessere Objektive (Planar/Xenotar) bei den späteren Modellen. Ich habe einige Cords und Flexen unterschiedlichen Alters und nehme sie nach Lust und Laune, aber die Flexen sind mir hinsichtlich der Bedienung einfach lieber...

      Felix Endres schrieb:

      Danke für die Einschätzungen, das hilft mir schon mal.
      Mir stellt sich immernoch die Frage, ab wann man denn von einem deutlichen Unterschied zwischen guter Cord und mäßiger Flex reden kann, genauer, ab wann lohnt es sich, eine Flex zu beschaffen, wenn es die Cord mit der guten Mattscheibe genauso tut?
      Die Anschaffung einer wesentlich teureren Rolleiflex, bei der ich auch erst wieder die Mattscheibe verbessern muss etc verhält sich zur vorhandenen guten und recht günstigen Rolleicord wie der Aufstieg von 645 zu 6x9 (hier seien als Besipiele die Fuji-Messucher angeführt um ungefähr vergleichbar zu sein). Eine nicht so gute Rolleiflex bringt mir nichts (oder nur sehr wenig). Wiss ihr, worauf ich hinaus will?
      Ab wann lohnt es sich denn, mit einer Flex anzufangen? Erst ab einer 2.8? Oder erst so weit, dass ich 600 Euro und mehr ausgeben müsste?
      Ich weiß leider auch nicht mehr, welche Flex ich in der Hand hatte, sie hatte einen Belichtungsmesser und die Blende und die Zeit wurden oben über dem Sucherobjektiv angezeigt.
      Die Mattscheibe war sehr hell und hatte einen Knubbel wie ein Messucherkeil (split prism) in der Mitte.

      Beste Grüße
      Jan
    • Felix, ich hatte auch die Cord III mit dem Xenar und habe heute die Flex mit dem Tessar. Allerdings hat meine Flex auch nicht mehr die Standard-Einstellscheibe sondern die mit dem Schnittbildindikator in der Mitte.

      Ich muß sagen, rein von der Bildqualität sehe ich keine oder wenn, dann nur marginale Unterschiede (ich vergrößere in der Regel 18x24). Im Gebrauch jedoch, vom Selbsterkennen des Filmanfanges bis hin zum kurbeln vor und ein Stück zurück für den Transport und das Spannen, dann die Möglichkeit (läßt sich abschalten) über Synchro und LW zu arbeiten, sind die Unterschiede derart gravierend, dass ich nicht mehr von der Flex lassen möchte.
      ernst-kluger.de


      Selbst der größte öffentlich verkündete Unfug begann häufig mit den Worten "Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ......."
    • Meine Cord III hat das Xenar, damit bin ich sehr zufrieden. Das hier ist ein einfacher jpg-scan, verkleinert fürs Forum.
      Ihr meint also, dass sich eine 3.5A beispielsweise oder eine T nicht wirklich lohnt, wenn man den Vergleich mit der Cord sieht? Ich glaube, bezüglich der Lichtwerteinstellung müsste ich mich einfach mal damit auseinandersetzen oder es einfach ausprobieren, ich hatte mal eine Kodak Retina, an der war das fünf Tage in Berlin und danach auch kein Problem.
      Einen Belichtungsmesser brauche ich nicht intern, ich habe einen Digisix, der ist winzig und wenn ich so unterwegs bin in einer Jacken- oder Hosentasche vollkommen unauffällig. Eine Kurbel für den Kombinierten Transport und den Verschluss wäre schon fein, das mit einer schönen hellen Mattscheibe und ich bin glücklich. Ein Planar wäre natürlich auch toll, 800 Euro Kosten allerdings nicht.
      Dateien
    • Felix Endres schrieb:


      Ihr meint also, dass sich eine 3.5A beispielsweise oder eine T nicht wirklich lohnt, wenn man den Vergleich mit der Cord sieht? Ich glaube, bezüglich der Lichtwerteinstellung müsste ich mich einfach mal damit auseinandersetzen oder es einfach ausprobieren, ich hatte mal eine Kodak Retina, an der war das fünf Tage in Berlin und danach auch kein Problem. <br>

      Einen Belichtungsmesser brauche ich nicht intern, ich habe einen Digisix, der ist winzig


      Der zeigt ja direkt Lichtwerte an - da wärst Du u. U. mit der T sogar schnell. Aber eine Verbesserung der Bildqualität ist nicht unbedingt zu erwarten.

      Felix Endres schrieb:


      Eine Kurbel für den Kombinierten Transport und den Verschluss wäre schon fein, das mit einer schönen hellen Mattscheibe und ich bin glücklich. Ein Planar wäre natürlich auch toll, 800 Euro Kosten allerdings nicht.<br>


      Es müssen nicht 800 € sein; selbst eine 3,5 F geht gelegentlich günstiger weg. Schau mal nach einer 3,5C - da sich die Typenbezeichnung nicht auf der Kamera befindet, bieten manche Verkäufer sie nur als Rolleiflex an. Du erkennst sie am Planar oder Xenotar in Verbindung mit dem festen Tauchlichtschacht. Die bekommt man auch für 300 oder 350 €, allerdings sollte die Scheibe noch getauscht werden. Die 3,5C gab es wahlweise mit ungekuppeltem Beli, die Lichtwertkoppelung ist zuschaltbar. Den evtl. vorh. Beli kann man auch demontieren, für den Entfernungsknopf gibt es entsprechende Abdeckplatten. - Zu berücksichtigen wäre, dass das Zubehör für BII i.d.R. teurer ist als das mit BI für das Tessar.
      Beste Grüße
      Jan
    • Jan Seifert schrieb:

      Felix Endres schrieb:


      Ihr meint also, dass sich eine 3.5A beispielsweise oder eine T nicht wirklich lohnt, wenn man den Vergleich mit der Cord sieht? Ich glaube, bezüglich der Lichtwerteinstellung müsste ich mich einfach mal damit auseinandersetzen oder es einfach ausprobieren, ich hatte mal eine Kodak Retina, an der war das fünf Tage in Berlin und danach auch kein Problem. <br>

      Einen Belichtungsmesser brauche ich nicht intern, ich habe einen Digisix, der ist winzig


      Der zeigt ja direkt Lichtwerte an - da wärst Du u. U. mit der T sogar schnell. Aber eine Verbesserung der Bildqualität ist nicht unbedingt zu erwarten.

      Felix Endres schrieb:


      Eine Kurbel für den Kombinierten Transport und den Verschluss wäre schon fein, das mit einer schönen hellen Mattscheibe und ich bin glücklich. Ein Planar wäre natürlich auch toll, 800 Euro Kosten allerdings nicht.<br>


      Es müssen nicht 800 € sein; selbst eine 3,5 F geht gelegentlich günstiger weg. Schau mal nach einer 3,5C - da sich die Typenbezeichnung nicht auf der Kamera befindet, bieten manche Verkäufer sie nur als Rolleiflex an. Du erkennst sie am Planar oder Xenotar in Verbindung mit dem festen Tauchlichtschacht. Die bekommt man auch für 300 oder 350 €, allerdings sollte die Scheibe noch getauscht werden. Die 3,5C gab es wahlweise mit ungekuppeltem Beli, die Lichtwertkoppelung ist zuschaltbar. Den evtl. vorh. Beli kann man auch demontieren, für den Entfernungsknopf gibt es entsprechende Abdeckplatten. - Zu berücksichtigen wäre, dass das Zubehör für BII i.d.R. teurer ist als das mit BI für das Tessar.


      Das ist eine Idee, bei einem ersten Wühlen auf ebay wars mir noch zu teuer, da muss ich noch mal tauchen gehen. Das Problem ist, wenn ich "Rolleiflex Xenotar" mit "Planar" eingebe, kommen nur die großen, selbst bei 3.5 und Xenotar wirds eng. Will ich auch aus Dänemark oder den Niederlanden kaufen?
    • Hallo Felix,
      die Rolleiflex 2,8E gibt es in der Regel so für 500Euro. Bei der Mattscheibe kann man den einer SLX einsetzen und gut ist.
      Ich habe genau diese Kamera mit der neuen Mattscheibe und bin sehr zurfrieden. Das einzige was nicht geht ist das Austauschen der Sucher.
      Da habe ich manchmal darüber nachgedacht sie zu verkaufen und eine 2,8f zu kaufen. Man kann dann den Baier-Adapter aufsetzen
      und die Kievbelichtungsmesser verwenden. Für mich ist das aber zu viel Wallung. Für SW bleibe ich beim Profisix und der 2,8e.
      Eine moderne Mattscheibe habe ich glaube ich noch irgendwo herumliegen.
      Grüße
      Martin