Angepinnt Das erste mal mit Digibase C-41

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    • Das erste mal mit Digibase C-41

      Hallo,
      gestern habe ich das erste mal das Entwicklerset Rollei Digibase C-41 verwendet. Bisher habe ich Tetenal Starterkit C-41 verwendet und war meist zufrieden. Einmal hatte ich schwarze Punkte auf den Negativen (ich habe hier berichtet). Ich vermutete das Bleichfixierbad, kann aber eine Fehlbedienung auch nicht ausschließen.
      Digibase habe ich jetzt gekauft, da es alles einzeln zum Nachkaufen gibt. Vom Tetenal habe ich fast 1/4 der gesamte Chemie noch rumstehen und kann sie nicht mehr verwenden, weil der Entwickler Part 1 fehlt. Diesen hatte ich versehentlich mit Stab gemischt.
      Zum Glück gleich bemerkt.

      Also, nun habe ich einen Ektar 100 in Digibase gebadet. Und es ging alles gut. Die Bedienungsanleitung von Digibase finde ich sogar viel besser. Sie ist in DIN A4 und nur 2 Seiten stark. So kam diese gleich in eine Klarsichtfolie. Eine Seite Ansatz, eine Seite Prozess. Die Tetenalanleitung ist auf viele kleine Seiten gedruckt und ist daher unübersichtlich. Es gibt bei Digibase aber auch einen Kritikpunkt: Die 30°C Werte sind nicht enthalten.
      Wer sich nun fragt, warum mir die Anleitung so wichtig ist, dem kann ich folgendes erklären. Beim Teilansetzen muss ich immer wieder nachsehen. Und man kann an der Gebrauchsanweisung erkennen, wie viel Gedanken sich der Hersteller gemacht hat, um seinen Kunden einen optimalen Produktnutzen zu ermöglichen.
      Ansonsten habe ich das Gefühl, dass Digibase ein wenig dichter entwickelt.
      Eine Umgewöhnung ist, dass Fixierer und Bleiche getrennt sind. Dafür habe ich das Stoppbad (Essigwasser) weggelassen - vorerst, denn da bin ich noch unschlüssig.
      Auch sonst kann ich nur positives berichten. Mein größtes Problem ist nach wie vor das flecken- und staubfreie Trocknen. Ich habe das Gefühl, dass die Flecken auch weniger sind. Das werde ich noch weiter beobachten.
      Gruß,
      Frank
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      Danke, Frank,

      für Deinen ehrlichen BEricht, auch was die Teilmengen-Ansätze anbetrifft.

      Auch wenn ich seit mehr als vierzig Jahren entwickle und vergrößere, so doch NUR in Schwarzweiß, da ich der Meinung bin, in SW-Technik das konventionelle Labor auf jeden fAll qualitativ zu übertreffen; hinsichtlich Color-Neagtiv oder gar der Dia-Entwicklung bezwielfe ich das sehr, vor allem, weil ich nie überzeugende Vorbilder hatte, die Ergebnisse von BEkannten immer recht schwach ausfielen, um Längen hinter einem konventionellen Labor.

      Meine Frage: Bist Du nun mit diesem Film zufriedener, als mit einer Rossmann oder Allcop Labor-Entwicklung; ich spreche bewusst nicht Kodak Studio 13 an??


      Warum entwickelst Du Color-Filme selbst?? - Jedenfalls weiterhin viele gute Ergebnisse und überzeugende Abzüge!!


      Jan-Peter
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      "Jan-Peter Raspe" schrieb:

      Danke, Frank,

      für Deinen ehrlichen BEricht, auch was die Teilmengen-Ansätze anbetrifft.

      Warum entwickelst Du Color-Filme selbst?? - Jedenfalls weiterhin viele gute Ergebnisse und überzeugende Abzüge!!

      Jan-Peter


      Hallo Jan Peter

      warum entwickelt man C41 selber.
      Ich habe den Digbase Pack 3 Tüten, getestet und war mit dem Ergebnis zu sehr Frieden! :mrgreen:
      Keine Kratzer, keine Flecken, es ist ja auch kein Hexenwerk!
      flickr.com/photos/ralf_ehlers/sets/72157631851148955/

      Preiswerter ist es nicht, wenn ich auch mal Wasser, das temperieren der Chemie und meine Zeit rechne.
      Schneller nur, wenn man die Zeit dazu hat und die fehlt mir :(
      Beim schneiden der Negative habe ich den Vorteil es selber zu machen und nicht immer diese Stückwerk an Stücken zu erhalten *rot* *box*

      Schrieb ich extra auf die Versandtasche, Negative nicht schneiden!!
      Bei Schlecker habe ich den Negativstreifen grollt zurück bekommen!
      Beim DM noch nie und immer dieses Stückwerk erhalten *box*

      Pixelnet hat mal geschnippelt und dann mal wieder in einem Stück gerollt die Negative zurück gesendet.
      Die letzten von Pixelnet wurden immer gerollt geliefert.

      Aus Zeitgründen werde ich weiterhin nur SW selber verarbeiten.

      Gruß Ralf
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      Color Filme selbst entwickeln ist kein Hexenwerk und ich spare mir eine Menge Zeit und Kilometer wenn ich nicht zur Drogerie fahren muss um den Film abzugeben oder abzuholen. Nebenbei ist die Qualität mindestens ebenbürtig, meist aber noch besser, weil es keine Flecken, Verschnitte oder Kratzer gibt.
      Meine Erfahrungen mit der "Supermarktentwicklung" sind alles andere als postiv und die Entwicklung in externen Labors mit Briefpost ist mir zu aufwendig.
      Stattdessen entwickle ich meine Filme wenn ich Zeit habe und kann sie wenige Stunden später scannen und das Ergebnis ausdrucken, beschneiden und korrigieren, ohne Fehlinterpration einer automatischen Ausbelichtungsmaschine.

      Man muss es halt nur tun ... und unabhängig zu sein ist ein gutes Gefühl für mich.

      VG

      Ralf
      " Great creativity begins with tolerance." Yo-Yo-Ma (Cellist)

      meine Bilder auf flickr ...
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      "Jan-Peter Raspe" schrieb:

      Danke, Frank,
      für Deinen ehrlichen BEricht, auch was die Teilmengen-Ansätze anbetrifft.
      Auch wenn ich seit mehr als vierzig Jahren entwickle und vergrößere, so doch NUR in Schwarzweiß, da ich der Meinung bin, in SW-Technik das konventionelle Labor auf jeden fAll qualitativ zu übertreffen; hinsichtlich Color-Neagtiv oder gar der Dia-Entwicklung bezwielfe ich das sehr, vor allem, weil ich nie überzeugende Vorbilder hatte, die Ergebnisse von BEkannten immer recht schwach ausfielen, um Längen hinter einem konventionellen Labor.
      Meine Frage: Bist Du nun mit diesem Film zufriedener, als mit einer Rossmann oder Allcop Labor-Entwicklung; ich spreche bewusst nicht Kodak Studio 13 an??
      Warum entwickelst Du Color-Filme selbst?? - Jedenfalls weiterhin viele gute Ergebnisse und überzeugende Abzüge!!
      Jan-Peter


      Hallo Jan-Peter,
      ich wollte nie selber entwickeln und würde es auch heute lieber machen lassen. Für mich ist das Scannen die Kür, das Entwickeln die Pflicht!
      Ich habe mich oft über die Behandlung meines Films im Labor geärgert. Beim Drogeriemarkt und beim Fachlabor (z. B. München Herzogstr. der das letzte Bild vom Rollfilm durchschnitten hat und meinte, dass dies nicht soo schlimm sei, denn ich habe ja noch 14 andere Bilder drauf). Die Labore haben ihren Teil dazu beigetragen, dass man heute lieber digital fotografiert.

      Ich schätze die weichen, differenzierten Farbabstufungen eines guten Farbnegativfilmes und die Durchzeichnung von hellen und dunklen Bildinhalten. Und die weichen Hauttöne. Dia und Digital mag ich nicht so gerne. S/W-Negative kann ich nicht. Ich habe in einer Kassette seit einem 1/4 Jahr einen kompletten Acros und finde kein Motiv dafür. Ich nehme dann lieber die Farbfilmkassette. Bei finde meine S/W Bilder langweilig!

      Ein Farbnegativfilm ist zum Interpretieren geschaffen. Ihm soll man die Herkunft (Hersteller und Marke) nicht ankennen. Er muss nur die Szene während dem Augenblick des Auslösens wiedergeben, so wie man sie empfunden hat. Evtl. ist Dein Bekannter ein guter Fotograf, aber kann den Interpretationsspielraum vom Farbnegativ zum Bildpositiv nicht gezielt (gestalterisch, handwerklich) umsetzen. Deshalb kann ein Laborabzug auch nichts werden - das Negativ muss selbst vergrößert oder selbst gescannt werden. Daher ist für mich das Scannen die Kür.
      Ich hoffe, dass ich Deine Frage beantwortet habe.
      Gruß,
      Frank
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      ich habe mittlerweile meine ersten fünf Filme mit der Digibase-Chemie entwickelt, es ist wirklich nicht so schwer, wie man glauben könnte. Auch ohne Temperiergerät. Die Ergebnisse sind auch recht ordentlich, wenn ich auch nicht behaupten kann, sie wären besser als die aus dem Grosslabor. Ich meine, die Aufnahmen wären wesentlich grobkörniger. Liegt aber vielleicht daran, dass ich bei 24° entwickelt habe?

      Ich werde den nächsten Film auf jeden Fall mal bei 30° entwickeln, mal sehen, wie es dann wird. Wenn nur mal die Aussenheizung anspringen tät.

      Fleckenlose Flime bekomme ich übrigens hin, wenn ich den nass aufgehängten Film mit einem Zewa Papiertuch abtrockne. Also Zewa um den Film legen und mit sanftem Druck nach unten abziehen. Tut dem Film nix.

      Gruss
      Harald
      möge das Licht mit euch sein!
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      Hallo Frank,
      solltest Du vom TT-Kit noch das Bleichfixierbad besitzen, dann rate ich Dir dazu, von dem compard Digibase die Farbchemie mit dem
      vorhandenen Folgebad der TT zu kombinieren. Da der C-41-Prozeß weitestgehend genormt ist, geht das und Du "rettest" zumindest
      das doch recht teure TT-Folgebad-Investment. Und schonst die Umwelt ja auch dabei.

      Kurz: Man kann Compard-Digibase, Fuji, Kodak und Tetenal miteinander kombinieren.
      Man kann jedoch keine mehrteiligen Farbentwickler-Parts untereinander mischen, das geht wirklich nicht.

      Für das Stoppbad im C-41 Verfahren gibt es keine allgemein verpflichtende Aussage: Man kann, muss aber nicht.
      Ich empfehle beim C-41 Prozess auf jeden Fall ein Stoppbad, wie man es auch im Schwarzweiß-Bereich einsetzt, wobei ich das Zitronensäurebad
      einem Essigsäurebad vorziehe.

      TT setzt auf ein 2-Part 1-Bad Bleichfixierbad.
      Compard Digibase hingegen auf die professionelle Variante, den getrennten Bädern.

      Ich kenne einige Aphog-Forenten, die aus ihrer Praxis in der Lage wären, die Vor- und Nachteile detailliert zu beschreiben, hier verzichte
      ich darauf, um meine seit nunmehr 2 Jahren eingehaltene Neutralität nicht zu durchbrechen.

      Nur noch so viel:
      Farbfilme selbst zu entwickeln ist bereits seit mehreren Jahren nicht schwerer als Schwarzweißfilme selbst zu verarbeiten.
      Man kann, bei entsprechender Reinlichkeit, sogar das S/W-Equipment übernehmen, wenn ein Thermometer dazu gehört.
      Es sind keine zusätzlichen Geräte-Anschaffungen erforderlich,
      auch der Zeitaufwand (wie bei Compard-Digibase mit 3 Bädern) entspricht dem anspruchsvoller S/W-Film-Entwicklung.

      Noch während meiner aktiven Zeit wurde im Export bereits die Alternative zu den vielen Konzentrat-Einzelflaschen verkauft:
      Es handelt sich um fix & fertige C-41 Arbeitslösungen. (Gebrauchsfertig, ein Novum).
      Die auch bei nahezu Raumtemperatur verarbeitet werden können.
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      "Hartmuth Schroeder" schrieb:

      Hallo Frank,
      und hier hätte ich noch einen Tipp:

      youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=r6e4Kl41OKU

      Die Farb-Entwicklung im Verfahren C41 wird nun noch leichter.
      Ich hoffe, dass immer mehr Film-Enthusiasten den Mut aufbringen, jetzt auch ihre Farbfilme künftig selbst zu entwickeln.

      Gruß Hartmuth


      Hallo
      oder hier wie ich es mit einfachen Mitteln gemacht habe,
      Mir stand die gebrauchsfertige Chemie mit den 3 Softpacks zur Verfügung
      flickr.com/photos/ralf_ehlers/sets/72157631851148955/

      So ist es wirklich kein Hexenwerk :wink:

      Gruß Ralf
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      Ich finde die neuen Softpacks reichlich unpraktisch, vor allem wegen der Packungsgröße. Die 385 ml sind für eine kleine Dose zu viel und für eine große zu wenig. Den Preis finde ich auch wenig attraktiv. Da beibe ich doch lieber bei den Einzelparts und setze mir Entwickler, Bleicher und Fix nach Bedarf frisch an.
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      Ja Michael,

      ich habe mit den 385 ml auch schon hin und her gerechnet, da ich dieses Package für einen 1.Versuch ganz interessant fand.

      Doch dieses merkwürdige Verpackungseinheit verbunden mit dem Preis, hat auch mich nicht überzeugt.
      "Es ist ein grundlegendes Missverständnis, dass man Fotografie dazu verdammt, ein Abbild der Wirklichkeit zu sein." A.Gursky

      Flickr
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      "Margrit Franke" schrieb:

      Ja Michael,

      ich habe mit den 385 ml auch schon hin und her gerechnet, da ich dieses Package für einen 1.Versuch ganz interessant fand.

      Doch dieses merkwürdige Verpackungseinheit verbunden mit dem Preis, hat auch mich nicht überzeugt.


      Hallo
      ich durfte dieses Kit ja testen, vor der Markteinführung,
      von daher hat mich kein Preis interessiert.
      Auch hat mir dieses Set, mich überhaupt dazu gebracht, selber Farbe zu entwickeln :wink:
      Für den Anfang und auch wenig Farbfotografen, ist es aber dennoch Interessant!
      Steigt die Anzahl an zu entwickelnden Farbfilmen, ist man mit dem selbst ansetzen, bestimmt besser beraten!

      Zu der Füllmenge, hatte ich auch um ein größeres Gebinde gebeten,
      - um auch gleichzeitig mal mehrere Filme zu entwickeln
      - um MF Filme zu entwickeln,
      dazu benötige ich 500ml in meiner Dose

      Gruß Ralf

      Ps. hatte ich vergessen zu schreiben

      Das Set begrenzt für die ersten Schritte / Filme, schon mal die Fehlerquellen und das ist doch Positiv! :)
    • Re: Das erste mal mit Digibase C-41

      Hallo Margrit und Michael
      die beiden Beiträge haben mich dazu gebracht, im Internet Informationen über diese neue, ungewöhnliche Angebotsform zu suchen.
      Pleite -fast- auf der ganzen Linie.
      Zumindest auf der Seite von Maco hätte ich doch etwas finden müssen. Dachte ich. Weit gefehlt.

      Und da äußere ich mich in einem anderen Beitrag noch lobend über Anbieter, die ihre Kunden eben nicht im Regen stehen lassen. Sorry.

      Kurz: Vor rund drei Jahren war ich massiv mit der Konzeptionierung dieser Angebotsform befasst.
      Ich werde die Tage mir die noch zugänglichen Unterlagen ansehen und dann hier darüber referieren.

      Nur mal eben vorab:
      Die Menge 375ml passt auf den ersten Blick nicht für 260 bzw. 500 ml Dosen.
      Dieser Blick ist jedoch beeinflusst durch die Konzentrate, die jeweils passend konzipiert sind.

      Beim Softpack werden aus 375ml beispielsweise 260ml entnommen, der Rest verbleibt.
      Nachdem mit 260ml gearbeitet worden sind, schüttet man diese zurück in den Softpack.
      Es erfolgt nun eine Durchmischung alt und neu - das könnte man als eine Form einer Regenerierung bezeichnen.

      So kann man aus dem Inhalt eines Entwickler-Softpacks 10 KB-Filme mit 400/27° bzw. 12 KB-Filme mit 200/24° verarbeiten.

      Ich will nicht vorgreifen, aber diese Information halte ich für immens wichtig.
      Deswegen erst einmal vorab.