Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

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    • Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Hallo,
      ich frage mich schon eine Zeitlang ob es nicht sinnvoll wäre, Schwarzweis-Filme im Rotationsverfahren zu entwickeln.
      Nicht um Zeit zu sparen, sondern eher um mit höher verdünntem Entwickler zu arbeiten. Das würde Geldbeutel und Umwelt schonen.
      Ich habe das bisher nicht ausprobiert, aber ich gehe davon aus, dass ein Labor das so macht (wenn die überhaupt noch SW entwickeln).
      Hat das jemand von euch schon gemacht? Geht das, oder eher doch nicht?
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Klar geht das. Man würde dadurch aber riskieren, dass die Lichter blockieren bzw. die Negative weniger ausgeglichen sind und einen eventuellen Kanteneffekt vermeiden. Ob diese beiden Makel allerdings lediglich marginal ausfallen werden, kann ich nicht sagen.
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      "Thomas Gerber" schrieb:

      Klar geht das. Man würde dadurch aber riskieren, dass die Lichter blockieren bzw. die Negative weniger ausgeglichen sind


      Das kann man durch die Reduzierung der Zeit ausgleichen. Das Problem der Rotation (im Vergleich zum Dauerkipp) ist, dass der Stoffaustausch im Inneren der Spule reduziert ist. Das macht sich vor allem bei Entwicklern ohne Redoxsystem bemerkbar.
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Entwickle aus Faulheit alle meine Filme schon immer in Rotation.
      Früher D76, neuerdings XTOL.

      Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden, wobei ich das nach rein subjektiven Gesichtspunkten des persönlichen Gefallens betrachte und mich da wenig in der Technik verliere.
      Auch Reproduzierbarkeit und Durchsatz stehen oben auf der Anforderungsliste.

      Ein Technikgourmet würde die erhaltenen Negative aus seiner Sicht und mit dem Densitometer betrachtet vielleicht auseinandernehmen.

      Hier zwei Bilder eines reinen Teststfilms, um meinen Liebling TriX @6400 in XTOL zu testen.

      Bild 1

      Bild 2

      Bild 2 ist leider etwas verwackelt, es war stockdunkel und 1/8 aus der Hand.

      Mich stellt das Ergebnis sehr zufrieden, scharf, wenig Korn (leider :wink: ) und nach meinem Empfinden lange nicht so steil wie der TriX@6400 in D76.


      Gruß
      Tobias

      P.S.
      Wollte die Bilder einbinden, aber bei nur 800px erlaubter Größe ging es nicht.
      Busserl wenig für ein Fotoforum und User mit Monitoren ab 24" aufwärts oder? :wink:
      "My biggest worry is that my wife (when I'm dead) will sell my photoequipment for what I said I paid for it......"
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Dacht' ich mir doch!
      Und wie verhält sich's mit den Entwicklungszeiten?
      Kann ich irgendeine Verdünnungsregel bei gleicher Entwicklungszeit anwenden, oder muss ich vielmehr beides ändern?
      Insbesondere interessiert mich Rodinal (bzw. R09) und D76. Aber es wäre toll wenn es eine allgemeine Regel gäbe wie man vorgehen kann (zumindest als Anfangspunkt).
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Also für D76 und XTOL gibt es von Kodak PDFs zu allen möglichen Entwicklungsverfahren, von Kipp bis Tieftank, natürlich auch Rotationsverfahren, mit Stock oder verschiedenen Verdünnungen.
      Gibt es bei Kodak auf der Seite, XTOL ist umfangreicher dokumentiert.

      Rodinal wird glaube ich im allgemeinen nicht für Rotation empfohlen, habe ich keine Ahnung von.
      Von Leuten die erfolgreich Rodinal und dessen Derivate in Rotation entwickelt haben, entsinne ich mich aber auch schon gelesen zu haben.

      Gruß
      Tobias
      "My biggest worry is that my wife (when I'm dead) will sell my photoequipment for what I said I paid for it......"
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Ich hab' ein entsprechendes Agfa Dokument gefunden: da stand unter Rotations-Entwicklung nur, dass die Drehzahl mindestens 30/min sein soll. Das sollte bei der CPE2 der erste Gang sein. Also bin ich von den gleichen Zeiten ausgegangen wie für eine Kippentwicklung.
      Das hat auch funktioniert, soviel ich von den Negativen aus sehen kann: Dichte ist ok, und auch sonst scheint es keine Unregelmässigkeiten zu geben. Aber ich bisher erst ein Film eingescannt (und der sieht gut aus).
      Die Filmentwicklung gestaltet sich jedenfalls um einiges entspannender als vorher, bzw. es lassen sich einfacher mehrere Entwicklungen parallelisieren.
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Hallo Christophe,
      ich 'rolle' meine S/W's jetzt seit über 30Jahren im Ultrafin, und bin absolut zufrieden.
      Bei Emofin und Atomal kippe ich lieber.
      Beim Rotieren wässere ich grundsätzlich vor, und habe meine eigenen, kürzeren Zeiten ausgetestet, die ich benötige für ein Gamma, welches im Kondensorsystem gut funktioniert.
      In der CPA läuft's auf der langamsten Stufe, allerdings rolle ich die Dose auch oft per Hand über den Tisch- immer hin und her (schöne Zeit, um kurz abzuschalten.. bis der Wecker klingelt)
      Herzlichst: Stefan
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Rodinal ist, wie oben geschrieben der falsche Entwickler für eine Rotation, da die Effekte, die Rodinal so besonders machen (Ausgleichen, Kanteneffekt..) nicht mehr zum Tragen kommen.
      Bei GF spielt das eher nicht so eine große Rolle, da kann ich mir das eher vorstellen als bei KB.

      Für Rodinal in größerer Verdünnung such mal unter dem genauen Gegenteil, Stichwort "Standentwicklung".
      Mit anderen Entwicklern hat die Rotation, so man denn die Möglichkeit hat, für SW viele Vorteile.
      Jörn
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Wie sieht es eigentlich mit dem Ilfotec HC aus ist der für die Rotation geeignet?
      Ich hab da ne grössere Menge geschenkt bekommen aus einem Presselabor.
      Vor kurzem habe ich noch eine ältere Packung die ich 1987 zusammen mit einem Schulfreund gekauft und vergessen hatte testweise angebrochen und mal einen Probefilm entwickelt. Ich fand die Ergebnisse erstaunlicherweise richtig gut. Was man so hört ist die Haltbarkeit wohl bei dem Entwickler enorm. Das Zeug ist zäh wie Honig und eigentlich nur mit einer Spritze gut zu dosieren. Ich bin am überlegen den Entwickler öfters einzusetzen.

      Gruß

      Marwan
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Re: Schwarzweiss-Filmentwicklung mit Rotation?

      Praktisch jeder Standardentwickler (auch Rodinal und HC) sind für Rotation geeignet. Also in dem Sinne, dass man damit problemlos in Rotation entwickeln kann.

      Ob einem die Ergebnisse bzw. die Einflüsse der Dauerbewegung darauf gefallen, entgegen kommen, stören oder garnicht auffallen ist wie immer Geschmacks- und Testsache.
      Gruß,
      Matthias